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Spannungswelten

Catherine Parr Band 1 – Kapitel 9

Luise Mühlbach
Catherine Parr
Erstes Buch
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851

IX.

Der Lendemain

Die große Cour war vorüber! Neben dem König auf dem Thron sitzend, hatte Catherine die Glück­wünsche ihres Hofes empfangen. Der lächelnde Blick des Königs und die halblauten zärtlichen Worte, welche er dann und wann an die Königin richtete, hatten den klugen und gewandten Hofleuten bewiesen, dass der König in seine junge Gemahlin heute noch ebenso verliebt sei, wie er es gestern in seine Braut gewesen war! Man beeiferte sich daher, der Königin zu gefallen, jeden ihrer Blicke, jedes Lächeln, welches sie hierhin und dorthin leuchten ließ, aufzufangen, um den zu sehen, an welchen es gerichtet war, damit man vielleicht danach die künftigen Favoriten der Weiterlesen →

Nikolas Kuhl, Stefan Sandrock – Das Dickicht

Nikolas Kuhl, Stefan Sandrock
Das Dickicht

Juha Korhonen, gebürtiger Finne und Polizist beim LKA Hamburg, erwacht in seinem mökki, einem Ferienhaus, das den urtypischen finnischen Ferienhäusern ähnlich ist und das er im Frühjahr bei einer Radtour entdeckt und wenige Tage später zusammen mit seiner Lebensgefährtin Maria gekauft hat, mit der er gestern Abend Streit hatte.

Beim Kauf hatten sie sich vorgenommen, das mökki, ein Name, der einfach Hütte bedeutet, zu renovieren und wohnlich zu gestalten. Passiert war den ganzen Sommer lang gar nichts. Stattdessen hatten sie in den heißen Sommer im schattigen Garten und am Ufer der Elbe verbracht und faul in ihren Liegestühlen gelegen. Nun war der Herbst da und das Haus im selben Zustand wie im Frühjahr.

Juha fühlt sich wie gerädert, denn er hat die Nacht in einem zu kurzen Schlafsack auf dem Boden verbracht. Der Akku seines Handys ist über Nacht zur Neige gegangen, und so muss er ihn aufladen wenn er ins Präsidium fährt. Er beschließt, die Müdigkeit mit einem morgendlichen Bad in der Elbe auszutreiben und der Kälte mit Überkompensation zu trotzen. Dann steigt er in seinen Wagen und Weiterlesen →

Die letzte Fahrt der FLYING SCUD – Kapitel 4

Die letzte Fahrt der FLYING SCUD
Eine spannende Geschichte aus alten Freibeuterzeiten
Von einem alten Hasen geschrieben

Kapitel IV.

Musik hat ihren Reiz

»Ich werde ihren Willen noch brechen!«, verkündete Kidd mit Nachdruck, während er sich auf einen bunt bezogenen Diwan in seiner Kabine warf. »Die jungen Halunken haben das Abkommen nach der Zerstörung der GRAMPUS unterzeichnet, aber keinen Deut haben sie ihren Teil davon gehalten.«

Kidd trank etwas von dem feinen alten Portwein, den er von einer spanischen Galeone erbeutet hatte. Der reichhaltige Wein ließ sein Blut schneller und schneller fließen, bis es schien, als würde es in seinen Adern kochen.
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Der Detektiv – Band 29 – Die Menam-Brüder – Kapitel 1

Walter Kabel
Der Detektiv
Band 29
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Die Menam-Brüder

Eine Kampfansage

Lehmgelb und träge umgurgelten die Wasser des Menam-Flusses die Bordwände des schwimmenden Fremdenheims der Madame Sarah Pordepierre, bei der Harst und ich in Bangkok, der Hauptstadt des Königreichs Siam, Wohnung genommen hatten. Ringsum lagen andere Wohnschiffe verankert, dazu noch große Bambusflöße, auf denen sich lustige Häuschen erhoben, Kramläden und Werkstätten der einheimischen und chinesischen Kaufleute und Handwerker. Ein seltsames Bild bietet der große Strom, auf dessen beiden Ufern Bangkok sich endlos weit hinzieht mit seinen schmucken Gärten, seinen das Häuser- und Baummeer überragenden 700 buddhistischen Klöstern und Tempeln, darunter einigen Riesenpagoden von ebenso fantastischer wie gefälliger Weiterlesen →

Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 1 – Episode 4 – Kapitel 7

Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
La Maison du Livre, Paris, 1912 – 1913
Vierte Episode
Die Lords der Roten Hand
Siebentes Kapitel

Ein fehlgeschlagenes Experiment

Baruch und seine beiden Komplizen, die Brüder Kramm, waren fest davon überzeugt, dass die Milliarden von William Dorgan, noch verstärkt durch Spekulationen, bald in ihre Hände fallen würden; sie betrachteten sie bereits als ihr Eigentum. Während ihrer Inspektionsreise, alle drei in einem Automobil, das von Léonello, dem Assistenten von Cornelius, gesteuert wurde, hatten sie das Gefühl, dass die weiten Felder von Mais und Baumwolle, die sie durchquerten, in ihrem persönlichen Besitz waren.

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