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Spannungswelten

Lars Engels – Dunkles Moor

Lars Engels – Dunkles Moor

Das Buch beginnt damit, dass ein erwachsener Mann, ein Jäger, der zusammen mit zwei Jungen auf der Pirsch ist, eine Hirschkuh angeschossen hat. Eigentlich hätte es ein perfekter Blattschuss sein sollen, doch der kleinere Junge hustete in dem Moment, als der Jäger das Tier ins Visier genommen und den Finger am Abzug hatte, sodass die Beute im letzten Moment hochschreckte und der Schuss das Tier nur am Hinterlauf traf.

Der Jäger schimpft den kleinen Jungen aus und kann gerade noch dem Impuls widerstehen, ihn auf der Stelle zu ohrfeigen.

Wenigstens ist aber die Verfolgung der verwundeten Hirschkuh von kurzer Dauer. Das Tier hat sich nur wenige Meter weitergeschleppt und ist auf einer Lichtung zusammengebrochen. Der Jäger zieht sein Messer aus der Lederscheide, als sie bei der verwundeten Hirschkuh angekommen sind, und winkt den kleineren Jungen zu sich. Er reicht dem Jungen den Griff voran den Hirschfänger und befiehlt ihm, das Tier damit zu töten.

Der Junge zögert, und der ältere Junge sagt, er sei für eine solche Tat noch zu jung. Aber der Jäger erwidert, das entscheide Weiterlesen →

Adalbert von Geiersberg – Kapitel 2

Adalbert von Geiersberg
genannt: Der Ritter von Habenichts,
ein Zauberzwerg namens Mossul sowie Meschhed, die Amazonenkönigin – das schönste Weib auf Erden und zugleich die furchtbarste Zauberin des Morgenlandes.
Eine abenteuerliche und höchst wundersame Geschichte aus der Zeit der Kreuzzüge nach Jerusalem.
Altötting und Burghausen, um 1860
Verlag der J. Lutzenberger’schen Buchhandlung

Die Mörderhöhle im Wald

Als Adalbert vor vier Jahren von einer weiten Reise im Auftrag des Kaisers heimkehrte, hatte er in einem schattigen Wald sein Ross an den Ast eines Baumes gebunden und sich darunter gelagert, um sich von der heftigen Sonnenhitze des anstrengenden Ritts zu erholen. Vor Ermüdung war er in einen tiefen Schlaf gesunken, aus dem ihn ein wilder Lärm aufschreckte. Fünf Räuber hatten ihn überfallen. Zwei von ihnen waren gerade damit beschäftigt, ihm Hände und Füße zu binden, während sich die drei Weiterlesen →

Das Geheimnis zweier Ozeane – Erster Teil – Kapitel 10

Grigori B. Adamow
Das Geheimnis zweier Ozeane
Ein wissenschaftlich-phantastischer Roman
Originaltitel: Тайна двух океанов
Erster Teil
Ein außergewöhnliches Schiff
Kapitel 10
Im Dickicht der Algen

Eine gewaltige Schildkröte rollte ihre schwarzen, glänzenden, perlenartigen Augen, drehte den Kopf an ihrem langen, gestreckten Hals hin und her, tauchte in die Tiefe, warf sich von einer Seite zur anderen, spreizte ihre breiten, flachen, ruderähnlichen Flossen und schoss dann wie ein Vogel in die Höhe.

Voller Freude über seine eigene Schnelligkeit und die Gewandtheit seiner Bewegungen jagte Pawlik, glücklich lachend, der Weiterlesen →

Der Detektiv – Band 32 – Zwei Zigarettenstummel – Kapitel 2

Walter Kabel
Der Detektiv
Band 32
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Zwei Zigarettenstummel
Kapitel 2
Das sinkende Frachtboot

Es war dies der Rest einer selbst gedrehten Zigarette, wie man auf den ersten Blick sah. Der Stummel war etwa zweieinhalb Zentimeter lang. Das für die Zigarette benutzte Papier hatte eine gelbliche Färbung. Das Mundende des Stummels war breit gedrückt, und ein paar Tabakfasern ragten ein Stück heraus. Das andere, angekohlte Ende war merkwürdig platt. Als Harst nun mit einer Stecknadel in den schwarzen Aschenteilchen herumstocherte, löste sich ein kleines Etwas ab, das sich nach dem Abspülen als der Unterteil eines winzigen Druckknopfes entpuppte – wie Damen ihn für Blusen und Ähnliches verwenden.

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Der Gefangene der Stadtvogtei – Kapitel 8

Der Gefangene der Stadtvogtei
Eine Berliner Kriminalgeschichte
von Jodocus Donatus Hubertus Temme
G. Behrend (Falkenbergische Verlagsbuchhandlung), Berlin, 1861

Kapitel 8
Ein junger Pole

Der Polizeirat saß an seinem Schreibtisch im Büro, vor sich einen Stapel Unterlagen. Er las in alten Aufzeichnungen und fertigte neue an. Von Zeit zu Zeit blickte er auf und schaute nach der Uhr, die über seinem Arbeitstisch hing. Er schien jemanden zu erwarten.

Da trat sein Gendarm Schmidt ein: eine lange, hagere, aber dennoch kräftige Gestalt mit einem blassen, mageren und melancholischen, aber ruhigen und aufmerksamen Gesicht. Er genoss das Vertrauen jedes ehrlichen Menschen und war der Weiterlesen →