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Spannungswelten

Mörder und Gespenster – Band 1 – 18. Teil

August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Erbe des Teufels

Kapitel 8

In der Zwischenzeit hatte der alte Jüdel große Mühe, seine Leute auf die Beine zu bringen. Zuerst weckte er seine Familie auf: Männer, Frauen und Kinder. Sein Sohn war groß und kräftig gewachsen, hatte einen schwarzen, gekräuselten Bart und ein blasses Gesicht. Er war keiner von denen, die einer Waffentat aus dem Weg gehen oder vor einer Gefahr zurückschrecken. Auf seinen Reisen nach Wilna, Grodno, Warschau oder noch weiter nach Lemberg oder Krakau galt es, viele meilenlange Wälder zu durchziehen, in denen Gefahren aller Art lauerten. Mit diesem nicht geringen Grad eines rühmlichen Mutes verband er die nötige Gegenwart des Geistes, ohne die jener zu nichts nützt. Der scharfe Überblick, die Fertigkeit im Kombinieren, die gewöhnlich den Begabteren seines Volkes innewohnt, hatten bei ihm, dem im Handel und Wandel Geübten, eine bedeutende Ausbildung erfahren.

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Der Detektiv – Band 30 – Die Matsoa-Spinne – Kapitel 5

Walter Kabel
Der Detektiv
Band 30
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Die Matsoa-Spine

5. Kapitel
Harst’s Blättertrick

Am nächsten Vormittag um neun Uhr. Jobster und ich saßen wieder auf unserem Balkon. Harst hatte sich gerade bei dem Inspektor dafür entschuldigt, dass wir verschlafen hatten, und fügte hinzu, dass es für das Experiment nun zu spät sei.

Jobster erzählte uns, dass Stevenpoles drei Chinesen seit gestern Abend verschwunden waren. Barbaley hatte sie bei seiner Rückkehr aus der Kneipe nicht mehr angetroffen.

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Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 1 – Episode 6 – Kapitel 6

Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
La Maison du Livre, Paris, 1912 – 1913
Sechste Episode
Die Ritter des Chloroform

Sechstes Kapitel
Gentlemen des Chloroforms

Seit der Ankunft von Andrée de Maubreuil, Frédérique und den Verlobten der jungen Mädchen in New York war Oscar Tournesols Herz voller Freude. Schon lange hatte sich der Bucklige nicht mehr so glücklich gefühlt. Er war wieder mit denen vereint, die seine wahre Familie darstellten – oder besser: seine einzige –, und er war fest davon überzeugt, dass Monsieur Bondonnat bald gefunden und befreit werden würde.

An diesem Abend hatten sich Andrée und Frédérique früh zurückgezogen, da sie sich noch nicht von den Strapazen der langen Reise Weiterlesen

Tür des Todes – Kapitel 2

John Esteven
Tür des Todes
Kapitel 2
Der Handschuh

An dieser Stelle möchte ich Eleanor Graham meine Hochachtung für ihre Tapferkeit und Selbstbeherrschung aussprechen, die sie bei diesem und anderen Ereignissen des grausamen Abenteuers bewiesen hat, das wir beide durchleben mussten. Was auch immer ihre Fehler waren, sie waren keine Schwäche. Sie gehörte zu den Menschen, die sich Herausforderungen in Notfällen wie Stahl gegen Feuerstein stellen und in Stresssituationen am besten zur Geltung kommen. Nun stand sie blass, aber entschlossen vor der Situation und übernahm teilweise die Verantwortung für die unmittelbar notwendigen Schritte.

Zunächst wurden die Bediensteten geweckt und das Haus durchsucht, einschließlich des separaten Flügels, der für die Sammlungen von Mr. Ballion reserviert war und mit dem die verschlossenen Türen verbunden waren. Doch es gab keine Hinweise auf einen Eindringling. Es schien auch, als hätte keiner der Bediensteten, einschließlich der Hausmädchen, der Köchin und Hasta, Weiterlesen

Die letzte Fahrt der FLYING SCUD – Kapitel 11

Die letzte Fahrt der FLYING SCUD
Eine spannende Geschichte aus alten Freibeuterzeiten
Von einem alten Hasen geschrieben

Kapitel XI.

Über die Planke gehen

Mit schweren Eisenfesseln an beiden Beinen wurde Thad an Bord der RED RAVEN gebracht. Bald kam auch Simon hinzu, der ebenfalls gefangen gehalten und schwer gefesselt war.

An einem Ende der Beinkette war eine kürzere Kette befestigt, an der eine zwölf Pfund schwere Eisenkugel hing. Die Kette war so geschickt am Bein befestigt, dass jeder Versuch, sich zu bewegen, dazu führte, dass die Kugel mit solcher Wucht gegen das Bein rollte, dass der Träger fast umfiel.

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