Mörder und Gespenster – Band 1 – 26. Teil
August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Das geschossene Täubchen
Kapitel 2
Es hatte gerade elf Uhr geschlagen – elf Uhr desselben Abends, an dem sich die einfache Begebenheit zugetragen hatte, von der wir soeben erzählten. Der Wind pfiff durch die Zweige, deren Blätter schon halb abgestreift waren. Herr von S. stand starr und unbeweglich in einer künstlichen Grotte, die von einer Akaziengruppe verdeckt war, in jeder Hand eine Pistole. Ein unumstößlicher Entschluss herrschte in seinem Inneren. Auf seiner Stirn lag schmerzlicher Gram, doch sein Haupt war nicht gebeugt. Nachdem er eine Stunde gewartet hatte, waren Schritte vom Feld her zu vernehmen, und die Gartentür wurde mit Vorsicht geöffnet. Ein Mann in einem Mantel erschien, der mit berechnender Sorgfalt die am Boden liegenden trockenen Blätter mied, um nicht gehört zu werden. Als er an der Grotte vorbeiging, die Herrn von S. verbarg, fühlte dieser seine Brust wie von einer eisernen Kette zusammengeschnürt.
Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 30
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Kapitel 30
Am 15. August suchte White Maroney im Gefängnis in der Eldridge Street auf. Er schilderte im Detail, was in Jenkintown vorgefallen war, und erklärte Maroney, dass er das Geld an einem sicheren Ort in Philadelphia versteckt habe. Das entsprach zweifellos der Wahrheit, denn das Geld lag sicher in den Tresorräumen der Adams Express. Ich hielt es für das Beste, die Ausgaben so rasch wie möglich zu drosseln, und wies White an, Maroney davon zu überzeugen, dass Jenkintown kein sicherer Ort für seine Frau sei und sie besser von dort verschwinden sollte. Er sollte versuchen, Maroney dazu zu bewegen, sie in den Westen zu schicken – wenn möglich nach Chicago. Er erzählte Maroney, er fürchte, dass einige der Express-Leute seine Frau beobachteten, und dass sie, wenn er nicht aufpasse, dazu verleitet werden könnte, ihn zu verraten und alles auszuplaudern. Er betonte seine Abneigung, in die Angelegenheiten Weiterlesen
Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 2 – Episode 8 – Kapitel 7
Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
Band 2
Achte Episode
Das Geisterauto
Siebtes Kapitel
Ein Missgeschick des Barons Fesse-Mathieu
An diesem Morgen waren Slugh und Sam Porter in einem der Wälder des Anwesens Brennholz sammeln gewesen und waren gerade dabei, es abzuladen, um es im Hof des Schlosses zu stapeln, als ein schwarz gekleideter Jugendlicher – niemand anderes als der kleine Gehilfe von Herrn Denis Pasquier – am Eingang des Hofes erschien. Er legte einen großen gelben Umschlag in Slughs Hände und verschwand daraufhin so schnell er konnte.
»Was ist denn das schon wieder?«, murrte der Baron, während er seine Hasenfellmütze hob, um eine ehrwürdige Hornbrille, die Weiterlesen
Das Geheimnis zweier Ozeane – Erster Teil – Kapitel 11
Grigori B. Adamow
Das Geheimnis zweier Ozeane
Ein wissenschaftlich-phantastischer Roman
Originaltitel: Тайна двух океанов
Erster Teil
Ein außergewöhnliches Schiff
Kapitel 11
Die spanische Karavelle
Das eigenartige Summen des Summers – der Anruf des Funktelefons – lenkte den Zoologen von seinem Vorhaben ab. Kaum hatten er und Pawlik ihre Geräte auf die erforderliche Frequenz eingestellt, als auch schon Marats aufgeregte Stimme erklang:
»Arsen Dawidowitsch, Arsen Dawidowitsch! Genosse Lord, antworten Sie! Werden Sie nun endlich antworten oder nicht?«
Der Detektiv – Band 32 – Zwei Zigarettenstummel – Kapitel 5
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 32
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Zwei Zigarettenstummel
Kapitel 5
Der zweite Zigarettenstummel
So geschah es auch. Inspektor Chatarsan blieb bei uns. Wir setzten uns in die Nische, in der sich die Falltür zum zweiten Kellergeschoss befand. Es war jetzt 3 Uhr morgens.
»Schlafen wir abwechselnd«, meinte Harst. »Vielleicht können wir hier bis zum Abend warten. Ich werde zuerst wachen. Um 7 Uhr wecke ich euch beide. Streckt euch nur lang hin und nehmt diese Götzengewänder als Decken, damit ihr euch nicht die Knochen wund drückt.«
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