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Mythen & Wirklichkeiten

Das Buch vom Rübezahl – Teil 26

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

27. Wie Rübezahl Perücken verkauft

Als Rübezahl hörte, dass aus fremden Landen in Deutschland eine neue Haartracht aufkomme und so viele Leute in Hirschberg begierig seien, dies selbe zu tragen, begab er sich dorthin auf den Jahr­markt und hatte Perücken feil.

Die waren alle ganz nach der neuesten Mode, so hoch, lang und kostbar, als man nur immer finden konnte.

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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 8

Ein paar Tiergeschichten

Man sagt immer, in alten Zeiten haben die Tiere reden können. Sie sprechen aber noch immer, nur versteht ihre Sprache nicht jeder.

So sagte ein Frosch zum anderen: »Vaddersch (Vater), Vaddersch! Wennehr back Jich? Wennehr back Jich?«

Der andere antwortete: »Morgen! Morgen!«

Da sagte wieder der Erste: »Dann back ick ick ick okh! Dann back ick ick ick okh!« Der Bock meckerte (im Bass): »Gras werd wohl wären!«

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Sagen der mittleren Werra 35

Sagen-der-mittleren-Werra

Der feurige Mann bei Fambach

Bei dem alten Asmus Heller in Fambach saß eines Abends wohl ein Dutzend älterer Männer, rauchten ihr Pfeifchen und schwatzten von dem feurigen Mann, der sich dort herumtreibe. Da sagte einer der Alten, wenn sie sich nicht fürchteten, so wollte er denselben unter das Stubenfenster zitieren.
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Das Buch vom Rübezahl – Teil 25

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

26. Wie Rübezahl Holz fahren hilft

Ein armer Bauersmann hatte sich ein wenig Holz im Gebirge zusammengelesen, in der Hoffnung, solches bei guter Schneebahn bequem herunterzubringen. Da der Winter aber streng war und dabei wenig Schnee fiel, musste er mit Frau und Kindern große Kälte ausstehen. In solcher Not ging er in den Busch, um viel oder wenig Holz, so gut es ihm möglich sei, nach Hause zu schaffen. Wie er so recht in Gedanken dastand und keinen Rat wusste, das Holz den Berg hinunterzubringen, kam unverhofft ein Mann mit einem Schlitten auf ihn zu und fragte, was ihm fehle. Der Bauer klagte seine Not.

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Sagen der mittleren Werra 34

Sagen-der-mittleren-Werra

Von dem fröhlichen Fräulein auf der Todenwarth

Auf der Todenwarth hat einmal ein gar leutseliges und sittsames Fräulein gewohnt, das wegen seines heiteren Gemütes nur das fröhliche Fräulein genannt wurde. Auch wusste es mehr als andere Leute.

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