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Das Buch vom Rübezahl – Teil 26

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

27. Wie Rübezahl Perücken verkauft

Als Rübezahl hörte, dass aus fremden Landen in Deutschland eine neue Haartracht aufkomme und so viele Leute in Hirschberg begierig seien, dies selbe zu tragen, begab er sich dorthin auf den Jahr­markt und hatte Perücken feil.

Die waren alle ganz nach der neuesten Mode, so hoch, lang und kostbar, als man nur immer finden konnte.

Da konnte es nicht fehlen, dass Rübezahl seinen ganzen Kram in kurzer Zeit los wurde. Als aber die Käufer am anderen Tag in den neuen Perücken über die Straße gingen, gab es ein großes Ge­schrei und die Buben liefen hinter ihnen her, denn es fand sich, dass jene statt einer Perücke ein wunderliches Genist von Moos, Heu und Werk auf dem Kopf trugen. Aber der schelmische Han­delsmann, den sie dieses Streiches wegen zur Rede stellen wollten, war längst zum Tor hinaus.