Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 69
Der Untergang des Mundua-Stammes
Der Mundua-Stamm war der Schrecken aller in seiner Nähe wohnenden Stämme, und er hätte diese sicherlich ganz vernichtet, wenn sich nicht noch beizeiten die Anishinabe gesammelt und ihm den Kriegsbelt zugeschickt hätten. Aber die Mundua waren durch ihr langjähriges Kriegsglück so verwöhnt, dass sie sich gegen ihre neuen Gegner gar nicht rüsteten und ihnen am ersten Tag nur halb erwachsene Knaben entgegenstellten, die, wie sie glaubten, die Fehde schon allein ausfechten könnten. Jene wurden jedoch alle erschlagen und skalpiert, und die Anishinabe rückten siegreich gegen das große Mundua-Dorf vor.
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Interessante Abenteuer unter den Indianern 58
John Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas
Tscha-hu-Tlack erzählt die Geschichte der Erschaffung der Menschen.
Der bereits erwähnte Neger und Indianerhäuptling Tscha-hu-Tlack, erzählte unter allen Traditionen, die unter den Indianern noch im Schwung sind, keine besser als die von der Erschaffung der Menschen. Einst, als ich ihn in Begleitung einer Dame, die sehr viel Anteil an ihm nahm, besuchte, fragten wir ihn über die Religion der Indianer förmlich aus.
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – Vorwort
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871
Vorwort
ill Eulenspiegel ist glaubhaften Nachrichten zufolge am Ende des 13. oder im Anfang des 14. Jahrhunderts in dem Dorf Kneitlingen im Amt Schöppenstädt im Braunschweigischen geboren. Seine Eltern waren arme Bauersleute. Über seiner Wiege und seinen Jugendjahren liegt aber, soweit er ihn nicht selbst in seinen Schwänken lüftet, ein mythischer Schleier. Dass er wirklich gelebt habe, ist sonach außer Zweifel gestellt, ebenso, dass er schon frühzeitig ein Wanderleben geführt hat, sogar nach Paris und Rom gekommen ist und als »fahrender Scholast« eine Menge Schwänke und Schalksstreiche verübt hat. Sein hauptsächlichster Aufenthalt war in Norddeutschland. Er starb im Jahre 1350 zu Mölln im Lauenburgischen, wo noch heute ein Gedenkstein an der Kirche Sankt Nicolai an Till Weiterlesen
Sammlung bergmännischer Sagen Teil 7
Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen
Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 68
Kosmogonie der Potawatomi oder der Feuermacher
Die Potawatomi sagen, dass die Welt von zwei mächtigen Geistern regiert werde, nämlich von Gitschi Manitu, dem guten, und Matschi Manitu, dem bösen Geist.
Als Gitschi Manitu die Erde geschaffen hatte, füllte er diese mit einer Menge Wesen, die zwar menschlich aussahen, sich aber sehr unmenschlich benahmen. Es waren dies abscheulich gemeine Schlingel, denen es im Traum nicht einfiel, ihrem Schöpfer zur Freude zu leben und ihm für die vielen Wohltaten zu danken, die Weiterlesen
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