Pamfilius Frohmund Eulenspiegel 17
Des Erzkalfakters, Quadratschlankels und durchtriebenen Leutvexierers, Pamfilius Frohmut Eulenspiegel, des allbekannten, berüchtigten und weltverrufenen Till Eulenspiegel einzigen Sohnes pfiffigen Streiche, Ränke, Schwänke und lustige Possen als: Hendlschnipfer, Brotschwindler, Rahmkripfer, Fischdieb, Entenangler, Zigeuner-, Schneider- und Schusterlehrbua, Herzogslebensretter, Herold, Schatzgräber, magistratischer Bademeister, Hofnarr, Feldherr, frommer Pilger, glücklich dem Galgen entgangener Spieler usw.
In die weite Welt
wollte ich nun wandern, da ich bereits 18 Jahre alt war, und zum Erlernen eines anderen Handwerkes durchaus keine Lust mehr hatte. Der Herr Prälat war damit einverstanden, da ich bei meinem aufgeweckten Kopf doch irgendwo noch unverhofft mein Glück würde machen können. Er schenkte mir 4 Taler Reisegeld und gab mir mehr Weiterlesen
Der Freibeuter – Verrat und Treue
Der Freibeuter
Zweiter Teil
Kapitel 16
Christine, starr vor Verwunderung und Angst über das, was sie vernommen hatte, schlich auf ihr Zimmer und brachte eine schlaflose Nacht zu. Wenn sie die Augen schloss, sah sie einen grässlich blickenden Mann – sie wusste es, es war Kapitän Norcroß – mit blutigem Schwert vor der Leiche des Kronprinzen stehen oder mit gezucktem Schwert auf ihn eindringen oder ihren Geliebten, Lord Palmerston, von einer Kugel getroffen, sich verbluten. Gequält von den Schreckbildern ihrer aufgeregten Fantasie, ersehnte sie den Morgen, er brachte ihr keine Ruhe. Zwar wurde sie nicht mehr von Schreckbildern gemartert, wohl aber von der Überzeugung geängstigt, dem Kronprinzen und ihrem Geliebten drohe ein großes Unglück. Von Jugend auf gewohnt, die Glieder des Weiterlesen
Der bayerische Hiesel – Teil 30
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Hiesel – überwunden!
In dieser Stimmung begegnete er mit seiner noch vom Kampf erbitterten Bande auf offener Landstraße dem Georg Deufler, Amtsknecht von Blauhofen, den er sogleich umringen ließ und unter gottlästernden Worten und Drohungen auf eine grausame Weise mit Kolbenstößen und Hirschfängerhieben misshandelte. Deufler sah wohl ein, dass gute Worte und Bitten nichts helfen, sondern ihn vielmehr, eine natürliche Folge seiner Grausamkeit, nur noch rasender machen würden. Und da er sich allem Anschein nach ohnehin schon für verloren hielt, so wollte er Weiterlesen
Der Schlossbarbier
Christoph Wilhelm Meißner
Die Geister
Zweiter Band
Berlin 1805, bei Oehmigke jun., überarbeitet 2016
Der Schlossbarbier
Schon in seinem zwanzigsten Jahr wurde Fritz durch den Tod seines Vaters, der eines der ersten Handelshäuser in C… hatte, der Erbe eines sehr großen Vermögens, nach welchem er schon lange im Stillen geseufzt hatte. Weit entfernt, gleich seinem Vater, Tag und Nacht mit Entwürfen zur Vergrößerung seiner Reichtümer sich zu beschäftigen, beschloss er vielmehr, die schon erworbenen, soviel wie nur immer möglich sei, zu genießen. Sein Weiterlesen
Der goldene Fels Kapitel 3
Robert Kohlrausch
Der goldene Fels
Kriminalroman, Alster-Verlag, Hamburg, 1915
Drittes Kapitel
Es war zwölf Uhr geworden, bis die letzten Gäste das Haus verlassen hatten. Martha war dann gleich zu ihrem Mann getreten, und sie waren zusammen in ihre Wohnung hinausgegangen, die das zweite Stockwerk des großen Hauses einnahm. Karl Georg hatte daneben noch ein Arbeitszimmer im Erdgeschoss bei dem des Kommerzienrates, der ihn damit unter Aufsicht halten konnte.
Vom Trinken war ein warmes Rot auf des jungen Mannes Gesicht, in seinen Bewegungen aber volle, sichere Weiterlesen
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