Der Freibeuter – Verlegenheit auf der Fregatte
Der Freibeuter
Erster Teil
Kapitel 17
Sie stieg aus der Kajüte auf das Verdeck der Fregatte. Diese ging eben auf den Meerbusen zu, welchen die felsigen Holme im weiten Halbkreis einfassen, jene versteinerten Riesen, die die königliche Hauptstadt des Schwedenreichs auf ihren Häuptern tragen. Die Herbstsonne schien sich ihrer sommerlichen Kraft noch einmal erinnert zu haben und bestrebte sich, die alten Zauber mit dem Aufgebot aller Strahlen, die sie den nordischen Ländern zuzusenden vermochte, zum letzten Mal auszuüben. Die Nebel waren gewichen und zerstreut oder flatterten fliehend dem Bottnischen und dem Finnischen Meerbusen hinauf, ihrem kalten Geburtsland zu, und erlaubten ihrer Besiegerin, der Sonne, einmal wieder in den tiefsten Schoß der Ostsee hinabzublicken und sich die Weiterlesen
Im fernen Westen – Der junge Auswanderer 3
Der junge Auswanderer
Kapitel 3
Alfred Richter hatte, wie alle wissbegierigen Jungen, sehr viel über Amerika gehört und gelesen und war einigermaßen bekannt mit den wunderbaren Fortschritten des Landes, mit der ungeheuren Ausdehnung seines Gebiets, mit der fabelhaft anschwellenden Menge seiner Bevölkerung und mit feinen großen Städten. Trotzdem aber sah seine aufgeregte Fantasie sich doch einigermaßen enttäuscht, weil er gar nichts von den Szenen sah, auf welche ihn Der letzte Mohikaner, die Lederstrumpf-Erzählungen und andere Geschichten Coopers vorbereitet hatten. Als er nach einer Reise von tausend englischen Meilen und mehr in St. Louis einen Tag lang anhielt, war er förmlich überrascht, so fern von der Meeresküste eine solche ungeheure Stadt zu finden, welche ebenso rührig und geordnet, aber um so vieles größer war als irgendeine deutsche Stadt, die er gesehen hatte. Vom Fenster Weiterlesen
Der Teufel auf Reisen 18
Carl von Kessel
Der Teufel auf Reisen
Zweiter Band
Ein humoristisch-satirischer Roman aus dem Jahr 1870
Fünftes Kapitel – Teil 2
Abenteuer auf dem Lande
»So beginnen Sie, wenn ich bitten darf.«
Herr von Schwefelkorn räusperte sich. »Also …«
»Nun?«
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John Tanner – Das Leben eines Jägers 22
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Zweiundzwanzigstes Kapitel
Etwa drei Monate nachher schickten die Cree Tabak an die Chippewa, um sie dadurch zu veranlassen, sich, gleich ihnen selbst, den Mandan anzuschließen, um einige Bwoir-nug , die am Missouri wohnten, anzugreifen. Damals ließ mir Ba-gis-kun-nung sagen, er gäbe mir den Rat, mich ja von diesem Zug fernzuhalten. Er hätte es auf mein Weiterlesen
Der Totenwirt und seine Galgengäste 4
Der Totenwirt und seine Galgengäste
Eine abenteuerliche und höchst wundersame Ritter-, Räuber-, Mörder- und Geistergeschichte aus der grauen Vorzeit, um 1860
Belohnung
Der Graf segnete sie und sprach: »Ich wusste, dass ihr euch liebt, meine Kinder!«, sagte er, »und trug den Gedanken an eure Verbindung schon lange in mir, hab auch öfter schon mit der Mutter darüber gesprochen, die mit mir ganz einverstanden ist. Die Verlobung gerade am heutigen Tag betrachte als eine Belohnung und zugleich als eine Genugtuung, die ich dir schuldig bin, lieber Hildebert. Du verstehst mich schon, ich brauche nicht darüber zu reden.«
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