Der bayerische Hiesel – Teil 9
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Des Müllers Hund
Die Notwendigkeit, einen vollkommen brauchbaren Hund zu bekommen, wurde für Hiesel immer dringender. Da vernahm er, dass ein Müller, eine Stunde von Mähringen, seit einiger Zeit einen äußerst großen, aber sehr wilden Hund abrichte, mit dem Vorsatz, den Hiesel damit zu fangen.
In der Absicht, mit dem Müller einen wohlfeilen Handel zu schließen, besuchte Hiesel als Metzgerknecht angezogen, den Müller, trank gegen Bezahlung eine Flasche Bier und blickte durch das Stubenfenster ganz unbefangen auf Weiterlesen
Die weiße Frau
Christoph Wilhelm Meißner
Die Geister
Erster Band
Berlin 1805, bei Oehmigke jun., überarbeitet 2015
Die weiße Frau
Zu Anfang des 19. Jahrhunderts lag in Böhmen ein altes Schloss auf einem schroffen, dicht mit Holz umwachsenen Felsen, in welchem, der allgemeinen Sage nach, schon seit einigen Jahren Geister ihre Wohnung aufgeschlagen haben sollten. Selbst der ehemalige Besitzer war durch das nächtliche Getöse nicht nur, sondern auch durch mancherlei üble Begegnungen genötigt worden, es zu verlassen. Und verödet stand nun dieser Weiterlesen
Xaver Stielers Tod – Kapitel 6
Robert Kohlrausch
Xaver Stielers Tod
Kriminalroman
Erschienen 1928 im Josef Ginger Verlag Berlin
Sechstes Kapitel
Stefan ging durch den mittäglich stillen Wald rasch auf nächstem Wege dem Bahnhof zu. Nicht nur durch Eile war sein Fuß beflügelt. Er fühlte sich immer so gehoben, des Erdengewichtes entkleidet, von aller Nachlässigkeit und Schlaffheit befreit, wenn er mit Hanna beisammen gewesen war. Der elektrische Strom, der von ihr ausging und Lebens- und Liebeskraft in ihm merkte, wirkte stets noch eine Weile nach. Seine Zufriedenheit mit sich Weiterlesen
Der Teufel auf Reisen 27
Carl von Kessel
Der Teufel auf Reisen
Zweiter Band
Ein humoristisch-satirischer Roman aus dem Jahr 1870
Sechstes Kapitel – Teil 2
Die Familie Purps
Während dieses Gesprächs waren beide in das Wohnzimmer getreten. Therese schien wirklich mehr als schüchtern zu sein, denn sie bebte nicht allein förmlich zusammen, als sie den Fremden erblickte, sondern wurde auch feuerrot und beugte sich tief auf die Arbeit, mit der sie beschäftigt war, herab.
John Tanner – Das Leben eines Jägers 30
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Dreißigstes Kapitel
Der Frühling nahte und wir gingen an den Wälder-See zurück. Als wir an sein Ufer gelangten, fanden wir ihn noch mit Eis bedeckt. Wir standen am Strand, da sah ich in der Ferne eine Otter über das Eis gehen. Die Indianer hatten mir oft gesagt, dass selbst der stärkste Mann keine Otter töten könnte, wenn er dabei nicht eine Waffe zu Weiterlesen
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