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Im Original Hans Dominik

Die Macht der Drei – Teil 36

Die-Macht-der-Drei

In der Nacht vom 19. auf den Juli war die große amerikanische Transradiostation in Sayville im vollen Betrieb. Um die dritte Morgenstunde liefen alle Maschinen. Sie erzeugten die hochfrequente Sendeenergie und schickten sie über die Maschinengeber in die sechzehn Antennen der Station.

Im Telegrafistensaal standen die automatischen Schreibapparate und verwandelten die aus allen Teilen Amerikas ankommenden Drahtdepeschen in gelochte Papierstreifen.

Die Telegrafisten nahmen die gelochten Streifen aus den Stanzapparaten, ersahen aus den Adressen, nach welcher Himmelsrichtung sie bestimmt waren, und verteilten sie danach auf die Maschinengeber der verschieden gerichteten Antennen.

Der Chefelektriker saß in seinem Glaskasten, von dem aus er einen Überblick über die ganze Station hatte. Vor Weiterlesen

Die Macht der Drei – Teil 35

Die-Macht-der-Drei

»Lord Maitland wünschen Eure Herrlichkeit zu sprechen.«

Der Diener meldete es, und gleich danach trat Lord Horace in das Kabinett des englischen Premierministers. Die Stimmung war ernst. Vor zwei Stunden war die offizielle Nachricht von dem Gefecht vor Sydney in London eingetroffen. Noch hielt die englische Regierung sie zurück. Doch schon liefen unkontrollierbare Gerüchte durch die Straßen der englischen Metropole. Erzählungen von einer unerhörten Schmach, die der Flagge Englands durch amerikanische Streitkräfte zugefügt sein sollte.

Trotz aller Gesetze und Postregale gab es Dutzende geheimer Empfangsstationen für die Funkmeldungen der ganzen Welt in London. Stationen, die auf einem Schreibtisch bequem Platz hatten und Funknachrichten aus Australien und Südafrika ebenso sicher auffingen wie aus Schottland oder Frankreich.
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Die Macht der Drei – Teil 34

Die-Macht-der-Drei

Die gespannte politische Lage nötigte auch den Vierten Lord der Admiralität, seinen Landaufenthalt für unbestimmte Zeit zu unterbrechen. Lord Horace Maitland war mit Familie und Dienerschaft in sein Stadthaus übergesiedelt, ein einfaches, aber geräumiges Palais aus der Zeit des dritten Georg. Kaum zehn Minuten von der Admiralität entfernt.

Eine kleine Gesellschaft der nächsten Bekannten saß dort um den Teetisch versammelt. Lord Horace kam aus einer Sitzung. In diesem Kreis durfte er sich ziemlich frei äußern.

»Die Ansichten im Kabinett waren geteilt. Einige meiner Kollegen hoffen immer noch, dass sich ein Krieg … der Krieg, der um Englands Schicksal geht … vermeiden lässt. Die Entscheidung liegt beim Parlament, das morgen zusammentritt.«

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Die Macht der Drei – Teil 33

Die-Macht-der-Drei

Das war die Stellung der beiden Flotten. Vor der Broken Bay auf der Reede von Port Jackson lagen die sechs großen australischen Schlachtschiffe. Die Tasmania, Viktoria, Kaledonia usw. Mit den leichteren Streitkräften insgesamt fünfzehn Fahrzeuge. Etwa sechzehn Kilometer nördlich nach Rielmond hin ankerte das englische Geschwader. Es hatte alles in allem rund die doppelte Schiffszahl der australischen Flotte und auch die doppelte Kampfstärke.

Nur Commodore Blain und die Herren von der Admiralität in London wussten, warum ein englisches Geschwader von solcher Stärke plötzlich in der Nähe von Sydney auftauchte. Vielleicht geschah es, um den Vorstellungen des englischen Sondergesandten MacNeill ein besonderes Gewicht zu verleihen. Vielleicht war es auch wirklich nur ein Zufall.

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Die Macht der Drei – Teil 32

Die-Macht-der-Drei

Unter den Passagieren des Flugschiffes Stockholm – Köln befand sich Dr. Glossin. Während seine Mannschaft nach dem Abenteuer in Linnais im eigenen Schiff in die Staaten zurückkehrte, fuhr er nach Deutschland.

Das Flugschiff war ein gutes, ziemlich schnelles Fahrzeug der mitteleuropäischen Verkehrsgesellschaft. Für zweihundert Passagiere eingerichtet, legte es bei einer Stundengeschwindigkeit von etwas über vierhundert Kilometer die Strecke Stockholm – Köln in rund vier Stunden zurück. Dr. Glossin war um acht Uhr morgens von Stockholm fortgeflogen. Fahrplanmäßig musste das Schiff den Kölner Flughafen zwölf Uhr mittags erreichen. Jetzt stand es zwischen Malmö und Kiel über der Ostsee.

Der Doktor hatte es sich in einer Fensterecke bequem gemacht und zog für sich die Bilanz des Geschehenen. Die Sachen waren nicht schlecht gegangen. Erik Truwor und die seinen waren vernichtet. Es war bereits schwarz auf Weiterlesen