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Max Pechmann

Symbol

Das moderne japanische Kino ist vor allem eines: schräg. So als wollte der japanische Comedian Hitoshi Matsumoto dies nochmals unterstreichen, schuf er einen Film, der dies zu bestätigen scheint.
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Robotropolis

Es gibt Filme, bei denen der Regisseur in der Regel behauptet: »Wäre mehr Geld da gewesen, so hätte ich das alles ganz anders gemacht.« Chris Hatton hat seinen Film selbst produziert. Er hat zwar kein Zitat wie das obige Weiterlesen

Joeys Geständnis

Joeys Geständnis

Mein Name ist Joey Fletscher. Eigentlich bin ich ein ganz friedlicher Kerl. Gewisse Umstände aber haben mich dazu gebracht, einen etwas anderen Weg einzuschlagen. Gemeinsam mit meinem Kumpel Speedy Jones. Mein Gott, Speedy. Der war alles andere als schnell. Eigentlich war er ne absolute Schnecke. Das sollte ihm auch zum Verhängnis werden. Das Ergebnis seiner »Schnelligkeit« kennen Sie ja bereits. Das zermatschte Etwas spricht für sich.

Ich lernte Speedy unter einer Brücke kennen. Nieselregen. Trübe Wolkendecke. Novemberwetter eben. Ich denke, es hatte gerade mal drei Grad über null. Speedy hockte da wie ein Sack voller Lumpen, mit dem Rücken gegen den Pfeiler gelehnt. Er hatte so etwas Ähnliches wie ein Feuer zustande gebracht. Die Wärme von innen kam jedoch eher von zwei Flaschen billigen Fusel, die leer neben ihm lagen. Eine Dritte stand bereits in Habachtstellung.
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Major Gripps letzter Bericht

Ok­to­ber 1865. Mein Name ist Ma­jor Ben­ja­min Gribb. Ich weiß, dass ich bald ster­ben wer­de. Aus die­sem Grun­de hal­te ich es für mei­ne letz­te Pflicht, ei­nen Be­richt über die Er­eig­nis­se ab­zu­fas­sen, die dazu ge­führt ha­ben, dass Mr. Quint und ich an die­sen son­der­ba­ren, ja un­er­klär­li­chen Ort ge­lang­ten. Ich glau­be nicht, dass es uns je ge­lin­gen wird, von hier wie­der weg­zu­kom­men. Viel­leicht fin­det je­doch ei­nes Ta­ges je­mand ei­nen Weg hier­her. Dem­je­ni­gen mö­gen die­se Auf­zeich­nun­gen ge­wid­met sein.

Wir be­fan­den uns auf dem Rück­marsch. Der Krieg, der Bru­der ge­gen Bru­der auf­ei­nan­der hetz­te, war end­lich vor­bei. Am frü­hen Mor­gen je­nes son­ni­gen, doch kal­ten Ta­ges sat­tel­ten mei­ne Män­ner und ich die Pfer­de, um uns in un­se­re Hei­mat zu­rück zu be­ge­ben. Die Zeit des Kämp­fens war vo­rü­ber. Den­noch la­gen auf den Schlacht­fel­dern noch im­mer die Lei­chen un­zäh­li­ger Weiterlesen