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Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 39

Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung

XII. Hohenfriedeberg und Zeiskenschloss

1. Die Kapelle bei Hohenfriedeberg

Bei der Stadt Hohenfriedeberg, die durch Friedrich des Großen glorreichen Sieg über den Herzog Karl von Lothringen am 14. Juni 1745 bekannt ist, liegt auf einem Berge ein Kirchlein, welches von dem Ritter Niclas von Czettriz im Jahre 1634 Gott zu Ehre und Dank erbaut worden sein soll. Der Ritter war nämlich von den Schweden auf seinem festen Bergschloss, dem Czeschhaus, eingeschlossen worden. Die Feinde hungerten Weiterlesen →

Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 14 – 4. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 14
Das Geheimnis der Goldgräberhütte
Kapitel 4
Der neue Herr

Artur Titchburn war keineswegs der Einzige im vornehmen Haus in der Kensington Street, der mit Gewinn und Freude aus Amerika zurückgekehrt war. Allgemein hatte man ihn freudig erwartet und sich – wie es meist der Fall ist – nur das Beste vom neuen Chef erhofft. Das recht ansehnliche Personal der Firma Titchburn & Co. sehnte sich förmlich danach, wieder eine echte Führungspersönlichkeit an der Spitze zu haben.

Zu beklagen hatten sich die Angestellten im letzten Jahr zwar nicht – auch seit dem Tode des alten Titchburn gewiss nicht –, denn die Geschäftsleitung lag in den Händen des alten Kassierers, Mr. Nestor Dickens. Er war ein milder, liebenswürdiger alter Herr gewesen, stets darum bemüht, allen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Aber schließlich kann nur ein wirklicher Chef belohnen Weiterlesen →

Die Pirateninsel – Kapitel 1-1

Harry Collingwood
Die Pirateninsel
Kapitel 1
Das Wrack der Gunfleet

Es war eine verdammt raue Nacht. Während der beiden vorangegangenen Tage sank das Barometer langsam aber beharrlich. Die Dämmerung sah rot und bedrohlich aus, eine starke Brise wehte von Süd-Ost. Obwohl an diesem tristen Novembertag der Wind mal abflaute, mal etwas zunahm, hatte sich diese Brise bis zum Einbruch der Dunkelheit zu einem regelrechten Novembersturm mit pfeilartigem Regen und Graupelschauern entwickelt, welche von wütenden Böen getrieben einer Musketensalve gleich auf das Straßenpflaster schlugen.
Bei solch einem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür. So sagte sich Ned Anger, als er in Brightlingsea den gemütlichen Schankraum des Ankers betrat, einen Stuhl griff und sich in die Nähe des lodernden Wrackholzfeuers setzte, um auf sein Pint zu warten, welches er am Tresen bestellt hatte.
»Und doch gibt es viele arme Seelen«, erwiderte die dralle Wirtin, während sie Ned das bestellte Pint auf einem kleinen Tablett Weiterlesen →

Vampir Horror Roman Nr. 1

Hugh Walker Hubert Straßl)
Vampir Horror Roman Nr. 1
Vampire unter uns
Erschienen am 12.09.1972 im Erich Pabel Verlag Rastatt
Titelbild: Carolus Adrianus Maria Thole

Jeden Abend sieht sie den Schatten am Fenster. Dann weht ein eisiger Hauch ins Zimmer. Der unheimliche Besucher lässt sich nicht abwehren. Bei seinem Anblick erstarrt die Frau vor Entsetzen. In der Totenstille hört sie immer wieder die gleiche Frage. Aber die Angst erstickt ihre Antwort. Denn sie kann nicht begreifen, dass plötzlich der Mann vor ihr steht, den sie vor vielen Jahren begraben hat …

Hugh Walkers Vampire unter uns verbindet klassische Schauerelemente meisterhaft mit den Mitteln des modernen Mystery-Thrillers. Was zunächst wie das rätselhafte Ehedrama einer entfremdeten Ehe beginnt, entfaltet sich rasch zu einer albtraumhaften Parabel über Schuld, Schicksal und die düstere Macht des Verdrängten.

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Der Tyrann von Nottingham – Kapitel 1

Robin Hood
Der Tyrann von Nottingham
Wie Robin Hood den grausamen Normannen Oswald de Burgh gefangen nahm – und warum er ihn wieder freiließ

Kapitel 1: Die Erstürmung von Schloss Nottingham

Im dichten Unterholz des Sherwood Forest, auf dem noch der Tau des frühen Morgens lag, kauerten Robin Hood, Bruder Tuck und Little John. Ganz in der Nähe befanden sich Dutzende Krieger der Freischärler, deren Kleidung sich farblich so sehr dem Laub anpasste, dass sie sich kaum zu verbergen brauchten. Immer mehr Männer trafen ein, und Maid Marian hatte alle Hände voll zu tun, um die tüchtigen Kerle zu verpflegen, die herbeigeströmt waren, um dem Aufruf ihres Anführers zu den Waffen zu folgen.

Denn wie auf den Flügeln eines Pfeils hatte sich die Nachricht vom geplanten kühnen Angriff auf ihren Feind im Schloss Nottingham Meile um Meile durch Lichtungen und Dickicht verbreitet. Aus den tiefsten Winkeln des Waldes strömten die Männer freudig und bereitwillig herbei, sodass Robin Hood bereits am frühen Nachmittag über zweihundert Mann unter seinem Kommando Weiterlesen →