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Zehn Geschichten aus Meister Hämmerlings Leben und Denkwürdigkeiten – Teil 4

Zehn Geschichten aus Meister Hämmerlings Leben und Denkwürdigkeiten

Memoiren eines Scharfrichters aus den Zeiten des Mittelalters
Herausgegeben von Wilhelm von Chézy

Dudel-Gunz

Wo der Schlossberg steil zum Ufer des Stroms abfällt, steht im Schatten uralter Nussbäume unterhalb der Brücke ein dunkles Häuschen, das sich rückwärts an das starke Gemäuer eines ehemaligen Wachtturms lehnt. Dessen Gewölbe und Räume dienen als Keller, Vorratskammern und Speicher. Das Häuschen trägt als Zeichen eine Distel, ist dem Grafen zinsbar, obwohl es im Burgrecht der Stadt liegt, und eine von den Scholaren vielfach besuchte Schenkwirtschaft. An hellen Sommerabenden sitzen sie dort in Schwärmen unter den Bäumen, lagern im Gras, zechen und singen ihre fröhlichen Lieder, bis sie sich schließlich, wie es später geschah, nach dem Läuten der Lumpenglocke auf den Heimweg machen. Zuvor wurde die Brücke gesperrt und neben der großen Hauptpforte auch das Schiffertörlein geschlossen. Letzteres ließ bis zu den Tagen des großen Scholarauflaufs, von Weiterlesen

Der hinkende Teufel – Kapitel 3

Alain-René Lesage
Der hinkende Teufel
Pforzheim 1840

Drittes Kapitel
Wohin der hinkende Teufel den Studenten führt und was er ihm zuerst zeigt

Asmodi hatte seine Schnelligkeit nicht umsonst gerühmt. Er durchflog die Luft wie ein von starker Hand abgeschossener Pfeil und ließ sich schließlich auf dem Turm der San-Salvador-Kirche nieder. Nachdem er wieder festen Fuß gefasst hatte, sagte er zu seinem Gefährten:

»Nun, Señor Leandro, ist es nicht eine falsche Redensart, wenn man einen holprigen Wagen ein Teufelsfuhrwerk nennt?«

»Allerdings«, antwortete Zambullo höflich, »denn dieses Fuhrwerk ist lieblicher als eine Sänfte und dabei so förderlich, dass man keine Zeit hat, sich auf der Reise zu langweilen.«

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TSB John Sinclair – Lebendig begraben

Geisterjäger John Sinclair
Lebendig begraben

Nach dem Roman von Jason Dark
Tonstudio Braun, MC JS 012, 1987, ca. 56:52 Minuten
Buch: Max Braun, Regie: Erwin Scherschel, Musik: Peter Seidel, Illustration: Vicenç Badalona Ballestar

Sprecher: Erzählerin: Marianne Mosa, John Sinclair, Erzähler: Helmut Winkelmann, Suko: Peter Niemeyer, Jane Collins: Margit Wolff, Bill Conolly: Aart Veder, Schwarzer Tod, Diener des Schwarzen Tods: Erwin Scherschel, Monja Dunhill: Charlotte Acklin, Totengräber: Peter Hackenberger, Mr. Dunhill: Michael Autenrieth, Frank Scott: Rüdiger Lichti, Ula, Geisterstimme: Jutta Popp, Ghoul, Geisterstimme: Pit Krüger u.a.

Synopsis:
Ich wehrte mich verzweifelt, aber gegen eine solche Übermacht hatte ich keine Chance. Sie hielten mich an Armen und Beinen Weiterlesen

WEEKLY GHOST STORY – Die weiße Katze von Drumgunniol

Die weiße Katze von Drumgunniol

Es gibt eine berühmte Geschichte über eine weiße Katze, die wir alle aus unserer Kindheit kennen. Ich werde eine Geschichte über eine weiße Katze erzählen, die sich sehr von der liebenswürdigen und verzauberten Prinzessin unterscheidet, die diese Verkleidung für eine Saison annahm. Die weiße Katze, von der ich spreche, war ein unheimlicheres Tier.

Wer von Limerick nach Dublin reist und die Hügel von Killaloe auf der linken Seite passiert, sieht den Keeper Mountain hoch vor sich aufragen. Nach und nach findet man sich auf der rechten Seite von einer Reihe niedrigerer Hügel umgeben. Dazwischen liegt eine wellige Ebene, die allmählich auf ein niedrigeres Niveau als die Straße abfällt. Einige verstreute Hecken mildern ihren etwas wilden und melancholischen Charakter.

Eine der wenigen menschlichen Behausungen, von der aus Torfrauchwolken über diese einsame Ebene aufsteigen, ist das locker mit Stroh gedeckte Lehmhaus eines starken Bauern, wie die wohlhabenderen Pächter in Munster genannt werden. Es steht in einer Baumgruppe am Rande eines mäandernden Baches, etwa auf halbem Weg zwischen den Bergen und der Straße nach Weiterlesen

Nick Carter – Band 19 – Ein schauerlicher Fund – Kapitel 5

Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Ein schauerlicher Fund
Ein Detektivroman
Kapitel 5

Nick Carter und Mr. Stone

»Jeremy«, begann der Detektiv, als er dem Museumsbesitzer schließlich in dessen Privatbüro gegenübersaß, »um welche Uhrzeit glaubst du, wird die Car hier eintreffen?«

»Oh, etwa um zwei oder drei Uhr nachmittags. Ich denke, das Ding um vier Uhr zu öffnen.«

»Nein, Stone, ich wünsche nicht, dass Sie dies tun!«

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