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Perry Rhodan Band 2959 – Der Flügelschlag des Schmetterlings

Oliver Fröhlich
Perry Rhodan Band 2959
Der Flügelschlag des Schmetterlings

Science-Fiction, Heftroman, Hörbuch und E-Book, Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt, 03. Mai 2018, 64 Seiten, €2,20, Titelbild: Alfred Kelsner, Innenillustration: Swen Papenbrock
perry-rhodan.net

Ein Orkan beginnt mit dem Flügelschlag eines Schmetterlings, wenn die Umstände stimmen; das sagen die Chaostheoretiker, wenn sie über das Wetter reden. Für diese Sicht der Dinge hat der wortkarge Klimaadapter Dario Bechtil viel Sinn, denn seine Arbeit in der Wetterkontrollstation von Terrania besteht im Beobachten des Marginalen. Er hat das von NATHAN beeinflusste Wetter zu überwachen und bei Unregelmäßigkeiten einzugreifen. Denn trotz der positronischer Steuerung gibt es Situation, die nur ein Mensch wie er lösen kann, der einen besonderen Blick für das Wetter hat. Dario sieht Muster, wo andere nur Chaos erkennen, und wo die Positronik wegen der Irrelevanz der Wahrscheinlichkeit nicht einschreitet. Diese Inselbegabung macht ihn zu einer hochinteressanten Hauptperson, weil er so viel sieht, versteht und wegen seiner Verschlossenheit so viele Gedankengänge hat, aber auch in konsequenter Eigeninitiative sofort handeln kann.

Seine Frau hat einen besonderen Blick für Dario, sie erkennt seine Stimmungen. Mit ihr kann er reden, bei fast allen anderen bekommt er kein Wort heraus. Sein Chef spöttelt darüber – im Jahre 1552 NGZ kann man dergleichen heilen. Auf eine Behandlung lässt Dario sich aber nicht ein, denn sein Gehirn ist so kompliziert, dass jede Veränderung des Kontaktverhaltens seine Sonderbegabung schädigen könnte. Dario weiß um seine Besonderheit. Und er vertraut ihr, als er Beobachtungen macht, bei denen Nathan eigentlich einschreiten müsste. Die keiner sonst bemerkt … bis das Chaos losbricht. Denn die Ausfälle in den Positroniken weisen tatsächlich ein Muster auf. Durch seine Beobachtungsfähigkeit wird Darion einer der Hauptakteure im Katastrophenszenario, das sich in der Folge entfaltet.

Die Umstände, unter denen das Chaos entsteht, werden hervorgerufen von den Xumushan, das sind Außerirdische mit Spinnenköpfen und mit Tentakelbündeln statt der Arme – Außerirdische, wie man sie eher in abgefahrenen B- und C-Movies erwartet. Ihre insektenähnlichen Schiffe wirken abstoßend, es sind nur wenige. Aber sie verursachen eine Menge Ärger. Und in Windeseile greifen sie Terra an.

Nicht nur Dario kämpft sich durch das Inferno, sondern auch Reginald Bull. Beide Männer können sich dabei nur einfachster Technik bedienen, weil alle komplexen Systeme problematisch geworden sind. Ein Szenario, bei dessen Schilderung, die Oliver Fröhlich bei MADDRAX sammeln konnte, sehr positiv zu Buche schlägt. Die Verfassserin dieser Besprechung hatte tatsächlich über weite Strecken den Eindruck, das Geschehen auf einer MADDRAX-Erde zu verfolgen. Das war eine angenehme Abwechslung, handelt es sich doch um eine einfacher gestrickte und im Actionreichtum weniger gehemmte Serie – Eigenschaften, die PERRY RHODAN manchmal doch vermissen lässt und die der größen Secience-Fiction-Serie der Welt in gewissen Dosierungen gut tut.

Die Binnenhandlung ist übersichtlich. Die Rahmenhandlung rund um die Machenschaften des Techno-Mahdi findet in einem sehr besonderen Krankenzimmer statt, und die Zusammenhänge werden einem der Protagonisten dort ständig erklärt. Der Roman müsste für Serienunkundige gut zugänglich sein.

Leseprobe und Informationen sind hier zu finden.

(at)