Archiv

Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 2 – Die Totenstadt – 3. Teil

Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 2
Die Totenstadt
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901

Die Herren der Erde

Es war ein noch junges Ehepaar ohne Kinder, der Mann war Schuster.

Schließlich begriffen sie, dass sie allein am Leben geblieben waren.

»Herrjeh, Marie«, rief der Mann, »wenn niemand mehr lebt, dann gehört doch alles uns!«

Vorsichtig nahm er einen schönen Spazierstock auf, dabei ängstlich nach einem toten Schutzmann blickend, dann warf er ihn Weiterlesen

Varney, der Vampir – Kapitel 46

Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest

Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.

Anmerkung: Die Kapitel 41 bis 43 sind nicht vorhanden!

Kapitel 46

Die Vorbereitungen zum Verlassen von Bannerworth Hall und das geheimnisvolle Verhalten des Admirals und Mr. Chillingworth

Es schien nun, dass Bannerworth Hall mit dem Einverständnis aller Parteien aufgegeben werden sollte. Obwohl Henry, wie er von Weiterlesen

Der lustige Kirmesbruder – Teil 6

Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Der lustige Kirmesbruder
welcher durch listige Ränke auf den Kirmessen die Bauern und andere Personen unterhalten und vergnügt gemacht hat

Fünfte Kirmes

Wie der lustige Kirmesbruder mit einem Dichter bekannt wird und Verse machen lernt

In Hammeldorf wurde ich von ungefähr mit einem reichen Pächter bekannt, und dieser lud mich dann zu seiner Kirmes ein. Wie ich nun überhaupt nicht gern eine Gelegenheit versäumte, wo es etwas zu essen und zu trinken setzte, sintemal der Mensch von diesen Dingen lebt, so ging ich denn auch zu diesem Pächter. Er hatte viele Gäste aus der Stadt eingeladen, unter welchen sich auch ein Dichter befand, der sehr aufgeheitert war und auf alle möglichen Dinge sofort Verse machen konnte. Da die Gesell­schaft durch seine sehr lustigen Reime sehr aufgeräumt wurde, so wünschte ich auch diese Kunst zu verstehen und hörte ihm deswe­gen mit großer Aufmerksamkeit zu. Vor allen Dingen nun machte er Verse auf die Speisen und Getränke, welche aufgetragen wur­den. Weiterlesen

Slatermans Westernkurier Ausgabe 02-2025

Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch Cherokee Bill, den tollwütigen Hund von Oklahoma?

Crawford Goldspy, besser bekannt als Cherokee Bill, wurde am 8. Februar 1876 in Fort Concho, Texas, als Sohn von George und Ellen Beck Goldspy geboren. Sein Vater war Sergeant des zehnten US-Kavallerieregiments, ein sogenannter Bufallo Soldier und seine Mutter eine Cherokee mit afrikanischen, indianischen und weißen Vorfahren.

Als Crawford sieben Jahre alt wurde, trennten sich seine Eltern und seine Mutter zog mit ihm nach Fort Gibson ins Indianergebiet, wo sie ihren Sohn bald danach auf eine Indianerschule schickte, die er aber nur drei Jahre lang besuchte. Danach brachte Ellen den Jungen in Carlisle, Pennsylvania, in einer Ausbildungsschule für Indianer unter, die er jedoch schon nach zwei Jahren auch verließ. Laut mehreren Quellen konnte er trotz seiner insgesamt fünfjährigen Schulzeit kaum lesen und schreiben.

Als er die Schule in Carlisle verließ und nach Fort Gibson zurückkehrte war er gerade einmal 12 Jahre alt, trotzdem soll er, wenn man den Aufzeichnungen Glauben schenken darf, zu dieser Zeit seinen ersten Menschen erschossen haben. Sein Schwager Weiterlesen

Die Kreuzfahrer – Erster Band – 6. Kapitel

Felix Dahn
Die Kreuzfahrer
Erzählung aus dem 13. Jahrhundert
Verlag Otto Janke, Berlin, 1884
Erster Band, Erstes Buch
Am Saum der Wüste
Sechstes Kapitel

»Heil euch tapferen Männern mit dem schwarzen Kreuz auf dem weißen Mantel!«, rief Friedmuth begeistert. »Groß ist euer Ruhm bei Christen und Heiden. Oft habe ich euch bei der Arbeit gesehen: am Bett der Pestkranken in eurem Haus zu Akkon oder auf glühenden Wüstenwegen als Begleiter der Pilger, im Kampf mit zehnfacher Übermacht!«

»Doch erst seit Herr Hermann sie führt, kommen die deutschen Herren zu dem längst verdienten Ansehen: Der Papst hat sie neuerdings den Templern und Hospitalitern gleichgestellt.«

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