Die Virginier Erster Band – 10. Kapitel
William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
10. Kapitel
Ein heißer Nachmittag
Nachdem General Braddock und die anderen Gäste auf Castlewood geziemend in ihre Nachtquartiere geleitet waren, zogen sich die Jungen in ihr eigenes Zimmer zurück und schütteten einander ihr Herz aus über das große Ereignis des Tages. Sie würden eine solche Heirat nicht dulden – nein! Durfte die Nachfahrin der Marquis von Esmond den jüngsten Sohn aus einer Kolonistenfamilie heiraten, der zum Landvermesser ausgebildet war? Castlewood und die neunzehn Jahre alten Brüder sollten der gnädigen Willkür eines Stiefvaters von dreiundzwanzig ausgeliefert werden?
Deutsche Märchen und Sagen 195
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
267. Muschelfang mit Abgaben belegt
Im Jahre 1441 hat sich zu Sluys das Folgende begeben. Da ernährte sich eine Menge armer Leute von dem Muschelfang und die zogen davon ihren Lebensunterhalt. Die Regierung belegte den Muschelfang aber plötzlich mit einer Abgabe, sodass all die armen Leute sozusagen ihr Brot verloren. Seit der Zeit fand man an der Stelle keine Muscheln mehr und erst, als die Abgabe wieder abgeschafft wurde, zeigten sich die Muscheln wieder.
268. Noch vom Mummelsee
Es wird viel Wunderbares von dem Mummelsee erzählt; so soll er keine Fische in sich leiden und die man hineinsetzt, alsbald auswerfen. Es wohnen nur Tiere darin, die in etwas dem Salamander gleichen und Brüste und andere Glieder gleich den Frauen haben. Weiterlesen
Der Märkische Eulenspiegel 19
Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe
Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin
Wie Clauerts Pferde gefüttert worden und wie sie gesprungen sind
Einstmals, als Clauert in Jüterbog zu Markte war und seine Pferde bei sich hatte, ritt er dieselben zu Wasser. Als sie aber nicht saufen wollten, sagte er zu ihnen: »Fressen wollt ihr wohl, aber saufen mögt ihr nicht!«, während er sie doch dort noch in keinen Stall gebracht und ihnen auch weder Heu noch Hafer gegeben hatte. Des anderen Tages begegnete ihm dort ein guter Freund auf dem Markt, der es mit angesehen hatte, wie Clauert am vorigen Tag seinen Pferden hatte zu saufen und nichts zu fressen geben wollen.
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Der Welt-Detektiv – Band 12 – 1. Kapitel
Der Welt-Detektiv Nr. 12
Das Grab im Moor
Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst GmbH Berlin
1. Kapitel
Das Verbrechen in der Morgue
Das war eine aufsehenerregende Woche in London! Mit dem großen Warenhausbrand hatte die Flut der sensationellen Ereignisse ihren Anfang genommen. Dann war es binnen dreier Tage Schlag auf Schlag gegangen: der dreiste Raubüberfall der von vier maskierten Männern auf die Gäste eines Tanzlokals verübt wurde, das Attentat auf den Minister vom Auswärtigen Amt, der Mord, den ein Unbekannter an dem Juwelier Take beging, der sensationelle Raub dreier Leichen aus der Morgue, das Rätselhafteste, was London bisher erlebt hatte, und gestern, sozusagen als Abschluss der aufsehenerregenden Ereignisse, die bei der Bank von England aufgedeckten Wechselfälschungen. Scotland Yard hatte wahrhaftig nichts zu lachen.
Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 56

Der Schmied im Mond
Eine Ruppinsche Sage
Viele sagen, im Mond sei ein Mann mit einem Reisigbündel, das ist aber nicht wahr, sondern es ist ein Schmied. Davon hat man auch noch eine ordentliche Geschichte im Ruppinschen. Es war einmal ein Schuhmacher, der bekam an einem Montag von seiner Frau Geld, um Leder einzukaufen. Wie er nun beim Wirtshaus vorbeikommt, sieht er seine Kollegen darinnen, die lassen ihn nicht vorbei, er muss hineinkommen. Des Montags arbeiten nämlich die Schuhmacher, heißt es, nicht, da trifft man sie im Wirtshaus. Als er nun ohne Leder und ohne Geld nach Hause kommt, da ist die Frau natürlich sehr Weiterlesen
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