Archiv

American Indian Weekly Nr. 2 – Aufgespürt in seinem Versteck – Kapitel 3

American Indian Weekly
Nummer 2, 1910
Aufgespürt in seinem Versteck
oder Die Verfolgung des Mitternachtsräubers
von Colonel Spencer Dair
Kapitel 3

Die Erkenntnis des Ranchers

Die Behauptung des Ranchbesitzers, das Gespenst sei eine Erfindung der Menschen, und die Erklärung seines Vorarbeiters, es handele sich lediglich um einen Trick, um den Viehdiebstahl zu vertuschen, lösten bei den Cowboys eine sofortige Reaktion aus.

»Bei allem, was mir heilig ist, du hast recht«, stimmte Deadshot zu. »Das ist das Problem. Jemand versucht, das Vieh zu stehlen. Ich habe schon zu oft erlebt, wie sie eine Stampede auslösen, um die Symptome nicht erkennen zu können. Und wir hatten Angst Weiterlesen

Mörder und Gespenster – Band 1 – 21. Teil

August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Muttermörder

Kapitel 2

Der Tag des Gerichts war angebrochen. Heinrich Walter, die Magd und einige Zeugen waren anwesend. Alle waren gespannt auf die Verhandlungen. Selbst die Richter waren es mehr als gewöhnlich. Als sich nun die Tür öffnete und eine alte, von den Jahren gebeugte Frau hereinschwankte, die sich auf den Arm eines ihr fremden jungen Mädchens stützte, das mitleidsvoll hinzugeeilt war, um diesem verlöschenden Leben den Abschied aus der Welt zu erleichtern,

Beim Anblick seiner Mutter zeigte Heinrich eine empörende Gleichgültigkeit. Als er aber das Kind sah, das ihn führte, zuckte er wild zusammen und konnte seiner inneren Bewegung kaum Meister werden. Die Richter bemerkten dies sogleich, schoben den Weiterlesen

Sagen der mittleren Werra 103

Von der weißen Frau in Möhra

»Mein Urgroßvater, den sie nur Schmied’s Hans nannten«, begann einer aus Möhra, »hier vom Wirtshausfenster aus kann man gerade wieder das Haus sehen, in dem er gewohnt hat. Der hatte eine weiße Frau im Haus, um die sich aber kein Mensch weiter bekümmerte, weil sie noch keinem etwas zuleide getan hatte. Nur ein einziges Mal hat er sie böse gemacht, als er wie gewöhnlich spät aus dem Wirtshaus heimging, in der Küche etwas knistern hörte und glaubte, es sei seine Frau. Da rief er sie dreimal bei ihrem Namen: ›Else! Else!‹ Und da er keine Antwort erhielt, wurde er böse und hieß sie, während er die Treppe hinaufging, ihn im … lecken. Kaum war ihm dieser Schimpf über die Zunge gekommen, stürzte die weiße Frau zornig aus der Küche und ihm nach. Er war jedoch mit ein paar Sätzen an der oberen Stubentür, denn dorthin und in die untere Stube durfte sie nicht gehen. Sie verschwand daher in der Rauchkammer, in die sie sonst aus dem Keller oder der Küche ging.

Neben der Rauchkammer war die Schlafkammer einer Frau aus Ruhla, die dem Alten nach Elses Tod den Haushalt besorgte. Zu der kam die weiße Frau später oft mehrere Nächte hintereinander, wenn die Alte müde war und sie ein verfluchtes Schönglaich (Schindluder) nannte, so seufzte sie und verschwand. Auch nach Schmieds Hansens Tod blieb das Gespenst im Haus. Da fiel Weiterlesen

Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 24

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 24

Mrs. Cox war hocherfreut, als Madame Imbert zurückkehrte. Sie ging nach oben, um die Kinder ins Bett zu bringen. Es gab keinen Moment zu verlieren. Sobald sie den Raum verlassen hatten, eilte Madame Imbert zur Außentür und lauschte. Sie war zufrieden. Niemand kam, also griff sie sich eine Lampe und ging in den Keller hinunter. Ihr scharfes Auge nahm alles auf einen Blick wahr, doch sie konnte nichts Ungewöhnliches entdecken. Der Boden war ein gewöhnlicher Lehmboden und es waren keine Anzeichen für kürzlich erfolgte Grabungen zu sehen. Sie machte sich an die Arbeit, schuftete einige Augenblicke lang wie eine Wilde, entfernte und ersetzte alle Fässer, Töpfe, Geschirrteile und alles, unter dem Gegenstände versteckt sein könnten, fand aber nichts. Beim erneuten, sorgfältigen Abtasten des Bodens entdeckte sie in der Mitte des Kellers leichte Anzeichen dafür, dass der Boden kürzlich umgegraben Weiterlesen

John Strobbins – Eine sensationelle Heirat

José Moselli
John Strobbins Buch 1
Eine sensationelle Heirat

Seit John Strobbins vor zwei Monaten aus dem Gefängnis von Sacramento geflohen war, lebte James Mollescott, der Chef der Sicherheitsbehörde von San Francisco, in ständiger Angst, von diesem gerissenen Mann zum Opfer gewählt zu werden. Der Detektiv Peter Craingsby, den Mollescott auf die Suche nach Strobbins geschickt hatte, war nicht wieder aufgetaucht, und alle Ermittlungen waren erfolglos geblieben – sowohl was Craingsbys Verbleib betraf als auch die Entdeckung von Strobbins’ geheimem Versteck.

Das Leben wurde wirklich schwierig für den unglücklichen James Mollescott, der von einigen Zeitungen der Unfähigkeit und von anderen der Komplizenschaft bezichtigt wurde.

An diesem Tag saß James Mollescott in seinem Büro und überlegte erneut, wie er John Strobbins zu fassen bekommen könnte, als Weiterlesen