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Die drei Musketiere – Zwanzig Jahre danach – 11. – 14. Bändchen – Kapitel XIX

Alexandre Dumas
Zwanzig Jahre danach
Elftes bis vierzehntes Bändchen
Fortsetzung der drei Musketiere
Nach dem Französischen von August Zoller
Verlag der Frankh’schen Buchhandlung. Stuttgart. 1845.

Kapitel XIX. Das Königtum des Herrn von Mazarin

Athos’ Verhaftung hatte kein Aufsehen erregt und war sogar beinahe unbekannt geblieben. Sie hatte also in keiner Beziehung den Gang der Ereignisse gehemmt, und die von der Stadt Paris abgesandte Deputation wurde feierlich benachrichtigt, sie solle vor der Königin erscheinen.

Die Königin empfing sie stumm und stolz wie immer. Sie hörte die Beschwerden und Bitten der Deputierten. Als sie aber ihre Reden Weiterlesen

Die Gespenster – Vierter Teil – 22. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Zweiundzwanzigste Erzählung

Von den am hellen Tag gesehenen Gespenstern eines Gelehrten, dessen Glaubwürdig­keit auch nicht dem kleinsten Zweifel unter­worfen ist

Ein der Welt allgemein bekannter, beachtungswürdiger Gelehrter, der seit einer langen Reihe von Jahren den Wahnglauben und das Vorurteil sowohl kräftig als auch glücklich bestritt und namentlich auch über die zu ihrer Zeit halb Deutschland betörenden Gespenster und Teufeleien Gaßners, das hellste Licht mit verbreiten half – Herr Friedrich Nikolai zu Berlin –, hatte im Februar des Jahres 1791 oft Weiterlesen

Jim Buffalo – 29. Abenteuer – Kapitel 4

Jim Buffalo,
der Mann mit der Teufelsmaschine
Veröffentlichungen aus den Geheimakten des größten Abenteurers aller Zeiten
Moderner Volksbücher-Verlag, Leipzig, 1922
Das 29. Abenteuer Jim Buffalos
Eine Verbrecherjagd im Luftballon
4. Kapitel

Zur Strecke gebracht

Es war eine beschwerliche Verfolgung. Vom schwachen Mondlicht beleuchtet, war der Ballon nur hin und wieder sichtbar, verschwand minuten­lang hinter dichten Wolkenwänden, um dann an einer anderen Stelle wieder zum Vorschein zu kommen.

Dabei musste Jim Buffalo auch auf den Weg achten, und manche Hindernisse stellten sich ihm auf der völlig weglosen Ebene in Weiterlesen

Die Sage des Billy the Kid Kapitel 5

Die Sage des Billy the Kid
Kapitel 5

The Kid

Die Legende von Billy the Kid in New Mexico scheint einer milden und angenehmen Unsterblichkeit entgegenzugehen, ähnlich derjenigen, die die Verfehlungen vergoldet und die Tugenden von Figuren wie Robin Hood, Claude Duval, Dick Turpin und Fra Diavolo übertrieben darstellt. Aus den Geschichten, die man überall über ihn hört, könnte man versucht sein, ihn für den am meisten geliebten Helden der Staatsgeschichte zu halten. Seine Verbrechen sind vergessen oder verziehen, während seine Loyalität, sein mutiger Frohsinn und seine übermenschlichen Abenteuer in liebevoller Erinnerung bewahrt werden. Männer sprechen von ihm mit Bewunderung; Frauen rühmen seine Galanterie und beklagen sein Schicksal. Eine grobe Balladendichtung, sowohl auf Spanisch als auch auf Englisch, ist um ihn entstanden, und auf jedem Platz in New Mexico singen mexikanische Mädchen Lieder über Billy the Kid zu ihren Gitarren. Ein Heiligenschein wurde auf seine ungestüme Stirn gesetzt. Kid, der nie alt wurde, ist zu einer Art Symbol des frontier knighterrantry geworden, einer Figur der ewigen Jugend, die immer durch einen purpurfarbenen Glanz der Romantik reitet.
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Fort Wayne – Band 2 – Schluss

F. Randolph Jones
Fort Wayne
Eine Erzählung aus Tennessee
Zweiter Band
Verlag von Christian Ernst Kollmann. Leipzig. 1854

Schluss

Fast zwei Monate waren verflossen seit den zuletzt er­zählten Ereignissen an den Ufern des Cumberland, als ganz Charleston durch ein von dem Obersten Beaufort, dem reichen Kaufmann und Plantagenbesitzer, gegebenes Fest in Bewegung gesetzt wurde. Sein reizendes Landhaus am Ufer des Edisto River war mit Gästen überfüllt – und liebe, werte Gäste mussten es sein, nach der heiteren und glücklichen Miene des Wirtes zu schließen, der es sich trotz der von allen Seiten angebotenen Hilfe nicht nehmen ließ, alle Ar­rangements selbst zu treffen und sich trotz seiner sech­zig Jahre zwischen einem Heer schwarzer und weißer Köche, hochbeladener Karren und schreiend und schwatzend umherrennender Diener von Tagesanbruch bis zum späten Abend herumzutummeln. Obwohl Weiterlesen