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Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 24

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 24

Mrs. Cox war hocherfreut, als Madame Imbert zurückkehrte. Sie ging nach oben, um die Kinder ins Bett zu bringen. Es gab keinen Moment zu verlieren. Sobald sie den Raum verlassen hatten, eilte Madame Imbert zur Außentür und lauschte. Sie war zufrieden. Niemand kam, also griff sie sich eine Lampe und ging in den Keller hinunter. Ihr scharfes Auge nahm alles auf einen Blick wahr, doch sie konnte nichts Ungewöhnliches entdecken. Der Boden war ein gewöhnlicher Lehmboden und es waren keine Anzeichen für kürzlich erfolgte Grabungen zu sehen. Sie machte sich an die Arbeit, schuftete einige Augenblicke lang wie eine Wilde, entfernte und ersetzte alle Fässer, Töpfe, Geschirrteile und alles, unter dem Gegenstände versteckt sein könnten, fand aber nichts. Beim erneuten, sorgfältigen Abtasten des Bodens entdeckte sie in der Mitte des Kellers leichte Anzeichen dafür, dass der Boden kürzlich umgegraben Weiterlesen

John Strobbins – Eine sensationelle Heirat

José Moselli
John Strobbins Buch 1
Eine sensationelle Heirat

Seit John Strobbins vor zwei Monaten aus dem Gefängnis von Sacramento geflohen war, lebte James Mollescott, der Chef der Sicherheitsbehörde von San Francisco, in ständiger Angst, von diesem gerissenen Mann zum Opfer gewählt zu werden. Der Detektiv Peter Craingsby, den Mollescott auf die Suche nach Strobbins geschickt hatte, war nicht wieder aufgetaucht, und alle Ermittlungen waren erfolglos geblieben – sowohl was Craingsbys Verbleib betraf als auch die Entdeckung von Strobbins’ geheimem Versteck.

Das Leben wurde wirklich schwierig für den unglücklichen James Mollescott, der von einigen Zeitungen der Unfähigkeit und von anderen der Komplizenschaft bezichtigt wurde.

An diesem Tag saß James Mollescott in seinem Büro und überlegte erneut, wie er John Strobbins zu fassen bekommen könnte, als Weiterlesen

Frank Allan Band 1.6

Frank Allan
Rächer der Enterbten
Band 1
Die Zuchthausrevolte
6. Kapitel

Wuchtig und breit lag das Staatszuchthaus Sing Sing, wie es im Volksmund genannt wurde, zwischen hohen Mauern, tiefen Gräben und scharf bewachten Wällen. Unaufhörlich hallten die Schritte der Wachtposten wider – wahrlich, ein Entkommen schien unmöglich!

Und doch gelang schon manchem das Wagnis! Die meisten mussten diese Verzweiflungstat jedoch mit noch schärferer Haft oder gar mit ihrem Leben bezahlen; eine der zahllosen Kugeln hatte ihr Ziel erreicht.

Der Dienst der Wärter war anstrengend und aufreibend, ihr Charakter musste hart und unbestechlich sein.

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Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 10 – 4. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 10
Der Mann mit den sieben Frauen
4. Kapitel
Ein Einbruch und ein Mord

Es war eine ziemlich lange Fahrt, die Sherlock Holmes zurücklegen musste, denn die Great Northern Railway, die die Hauptverbindung Londons mit Schottland darstellte, befand sich weit im Norden der Stadt.

Endlich hielt der Wagen vor einem stattlichen Gebäude, an das sich endlos scheinende Güterschuppen anschlossen. Dort stieg der Detektiv aus und begab sich sogleich in das Büro der Eisenbahn.

»Verzeihen Sie, mein Herr«, wandte er sich an einen Beamten, der an einem Schreibtisch saß. »Ich heiße Sherlock Holmes.«

»Ah, der berühmte Detektiv? Außerordentlich erfreut.«

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Felsenherz der Trapper – Teil 01.6

Felsenherz, der Trapper
Selbst Erlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922
Überarbeiteter Text
Band 1
Die Felsenfarm

Sechstes Kapitel
Im Lager der Comanchen

In dem nördlichen Präriewinkel zwischen dem felsigen Höhenzug, der sich bis ans Ende der Halbinsel erstreckte, und dem bewaldeten Ufer des Mazapil war an diesem Morgen ein großes Indianerlager mit sechzig Lederzelten entstanden.

Als Felsenherz nun zum Beratungsplatz in der Mitte des Lagers gebracht wurde, staunte er über die große Anzahl von Comanchen, die sich hier versammelt hatten. Er hatte die Zahl der Reiter aus der Fährte also sehr unrichtig abgelesen. Er schätzte die Weiterlesen