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Bunte Jugendbücher – Schelmenstreiche – Teil 1

Bunte Jugendbücher
Schelmenstreiche
Aus alten Schwankbüchern von Jörg Wickram, Michael Lindener, Desiderius Erasmus, Ludwig Aurbacher, Johann Peter Hebel und Karl Simrock
Teil 1

Gut gegeben

Von Jörg Wickram

Gen Wasen im Oberland kam gegen Abend ein Reiter ins Wirtshaus. Den ganzen Tag hatte er bei schlechtem Wetter durch den Schmutz reiten müssen, und sein großer zottiger Hühnerhund, der ihn begleitete, war sehr be­schmutzt. Als der Reiter nun zu Nacht aß, warf er seinem

Hund hin und wieder ein Stück Brot oder einen Knochen zu. Das er­zürnte jedoch den Wirt und er dachte bei sich selbst: Warte, Weiterlesen

Green Lantern (2011)

Hal Jordan, gespielt von Ryan Reynolds, bekannt aus X-Men Origins: Wolverine, ist ein übermütiger und sorgloser Top-Testpilot bei Ferris Aircraft. In einer Art Top Gun-Manier kämpft er im Luftkampf gegen Roboterdrohnen und zeigt dabei eine unkonventionelle Seite, indem er sich über die Einsatzregeln hinwegsetzt, um die Drohnen zu besiegen. Dies führt letzten Endes dazu, dass das Unternehmen einen milliardenschweren Verteidigungsauftrag verliert. Hinter seiner unbeschwerten Art lauert die Erinnerung an seinen Vater, der ebenfalls Testpilot war und vor seinen Augen starb, als er noch ein kleiner Junge war. Diese Erfahrung hat ihn geprägt und lässt ihn bis heute nicht los. Er hat immer Angst, dass ihm dasselbe Schicksal widerfahren könnte.

Blake Lively spielt Carol Ferris, eine Pilotenkollegin, Vizepräsidentin der Firma seines Vaters, Kindheitsfreundin und Ex-Freundin.

In einer weit entfernten Galaxie sehen sich die Green Lantern Corps, Beschützer der Ordnung des Universums, mit einer wachsenden monströsen Bedrohung konfrontiert. Hierbei handelt es sich um Parallax, der droht, alles zu zerstören. In der Folge einer tödlichen Verwundung durch einen Gegner stürzt der Krieger Abin Sur mit seinem Raumschiff auf die Erde. Jeder Green Lantern trägt einen Ring, dessen Steuerung durch Willenskraft erfolgt. Der Ring Abins fliegt heraus und wählt Hal, den ersten Weiterlesen

Die Virginier Erster Band – 8. Kapitel

William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
8. Kapitel

In welchem George an einer sehr verbreiteten Krankheit leidet

An dem Tag, der für den Empfang des Generals bestimmt war, wurde Haus Castlewood zu höchstem Glanz hergerichtet, und Madame Esmond selbst kleidete sich in ein weit prunkvolleres Gewand, als sie gewöhnlich zu tragen pflegte. Wahrhaftig, sie wünschte ihrem Gast jede Ehre zu erweisen und dieses Fest, das in Wirklichkeit doch traurig für sie war, ihrer Gesellschaft so angenehm wie möglich zu machen. Des Generals neuer Adjutant erschien als erster Gast. Die Witwe empfing ihn in der gedeckten Galerie vor dem Haus. Er stieg an den Stufen aus dem Sattel, und seine Diener führten die Pferde in die wohlbekannten Ställe. Kein junger Herr der Kolonie war besser beritten oder gewandter zu Pferde als Mr. Washington.
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Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 7 – 1. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 7
Die Spürnase des Oberkellners
1. Kapitel

Zu Hilfe, Sherlock Holmes!

»So, Harry«, sagte Sherlock Holmes zu seinem Freund und Gehilfen Taxon, indem er sich behaglich vor seinen Kamin niederließ, »nun wollen wir noch eine Pfeife rauchen und dann haben wir hoffentlich bis morgen früh Ruhe. In der letzten Zeit ist es etwas gar zu wild bei uns zugegangen – eine Nacht ungestörten Schlafes wird uns beiden guttun.«

Harry Taxon hatte kaum die Pfeifen gebracht und sich neben seinem Herrn niedergelassen, als dieser aufhorchte.

»Weiß der Teufel«, murmelte er, »ich glaube, das Telefon hat geläutet.«

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Der Märkische Eulenspiegel 11

Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe

Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin

Wie Clauerts Hühner Eier legen ohne Schalen

Zu Trebbin wohnte ein Gastgeber, mit Namen Valentin Schneider, dessen Stallung an Clauerts Hof stieß. In diesem Stall hing an einem Wandloch ein Hühnernest, in welches Clauert aus seinem Hof durch die Wand greifen konnte, und aus welchem er auch gewöhnlich die Eier nahm. Als Valentin Schneider dies merkte, nahm er die guten Eier aus dem Nest heraus und legte dasselbe bis oben an voll weiche Eier. Nun hatte Clauert einen Stiefsohn, Gregor Michel genannt, der wusste jenen Ort auch, wo man die Eier fand, und ging deshalb Weiterlesen