Der Wolfsbenjamin Teil 4
Friedrich Gerstäcker
Der Wolfsbenjamin
Aus den Backwoods Amerikas
Teil 4
Weiter und weiter ging er. Immer verworrener wurde das Gestrüpp, immer wilder der Wald, und nun, nun versank die Sonne dort drüben in ihrem Blätterbett. Noch immer hatte er den Wasserstreifen nicht erreicht, der ihm als Wegweiser dienen sollte, um wieder auf den Weg zu kommen. So konnte es nicht weitergehen. Wenn er jetzt genau nach Norden ging, musste er den Weg wieder finden, und jetzt konnte er noch mit seinem Kompass die Richtung genau halten, aber wenn es erst dunkel wurde, dann half ihm auch der nicht mehr, und die Sterne waren in dem Dickicht nicht zu sehen. Da aber ging der Mond auf, und mit seinem Bewusstsein schlug er ohne weiteres Zögern die nördliche Richtung ein.
Und die Sonne ging unter, aber wie schnell! So schnell hatte er sie in seinem ganzen Leben noch nicht verschwinden sehen und Weiterlesen
Jim Buffalo – 30. Abenteuer – Kapitel 3
Jim Buffalo,
der Mann mit der Teufelsmaschine
Veröffentlichungen aus den Geheimakten des größten Abenteurers aller Zeiten
Moderner Volksbücher-Verlag, Leipzig, 1922
Das 30. Abenteuer Jim Buffalos
Jim Buffalos Teufelsfahrt
3. Kapitel
In den Händen der Goldräuber
Jim Buffalo hatte das verbrecherische Komplott auf den Zug vollständig erlauscht. Sein ganzes Innere glühte vor Zorn und Entrüstung. Am liebsten hätte er sich auf die drei Verbrecher geworfen, und es wäre ihm ein Leichtes gewesen, sie einfach über den Haufen zu schießen.
Adventskalender 2024 – 24. Türchen – Slaterman’s Westernkurier – Christmas special
Auf ein Wort, Stranger, wie war das eigentlich im Wilden Westen mit Weihnachten?
Grußkarten, Strümpfe am Kamin, das Schmücken des Weihnachtsbaums oder kirchliche Aktivitäten und Familientage voller Harmonie sind Bestandteile der amerikanischer Weihnachtstradition. Sie reichen zurück bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts, jedenfalls im Osten. Im sogenannten Wilden Westen jedoch, weit weg von den zivilisierten Gründerstaaten, war Weihnachten anders.
Dort war für viele Weihnachten eine schwierige Zeit. Die Präriebewohner wurden von schrecklichen Schneestürmen heimgesucht, die Miner in den Bergen hatten sich vor der eisigen Dezemberkälte schon lange vor den Feiertagen in ihre Behausungen zurückgezogen und Cowboys und Soldaten verbrachten an diesen Tagen so manch einsamen Abend ohne Festlichkeiten. Weihnachten war für sie eine dürftige Zeit, aber dennoch eine Gelegenheit, ihren harten Alltag für einige Momente zu vergessen.
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Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 1 – Der letzte Höhlenmensch – 7. Kapitel
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 1
Der letzte Höhlenmensch
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Der Kampf mit den Farken
Ruhig ließ Richard die Farken herankommen, bis sie nur noch zwanzig Meter von dem Wasserbau entfernt waren. Dann trat er kurz entschlossen auf die Galerie und rief mit schallender Stimme: »Halt!«
Augenblicklich hielten die Boote, und auf den Gesichtern der Herannahenden konnte Richard lesen, von welcher Bestürzung sie ergriffen wurden, als sie aus der Wohnung der Toten solch eine fremdartige, unbekannte Erscheinung treten sahen.
»Maka – es ist die entflohene Maka!«, erklang da eine Stimme.
Femegerichte und Hexenprozesse in Deutschland – Teil 1
Oskar Wächter
Femegerichte und Hexenprozesse in Deutschland
Stuttgart, Verlag von W. Spemann, 1882
Vorwort
Femegerichte und Hexenprozesse gehören einer längst entschwundenen Zeit an. Aber, von weittragender Bedeutung für ganz Deutschland, werfen sie Licht und Schatten über vier Jahrhunderte unserer Geschichte. Und sind sie nicht heute noch von allgemeinem Interesse? Wer hätte nicht schon von Feme und von Hexen gehört und gelesen? In Romanen und Dramen, in allerlei Erzählungen der Fremdenführer, in Sagen und Beschreibungen tauchen sie immer wieder auf. Und in der Tat haben diese mittelalterlichen Erscheinungen etwas ungemein Fesselndes bei aller unheimlichen Macht, welche sie auf das Gemüt des Hörers üben. Aber die Wenigsten wissen, wie es damit wirklich sich verhielt. Unkenntnis und Mangel an historischem Sinn ließen ein Gestrüpp irriger Vorstellungen aufwuchern, durch welche der wahre Sachverhalt vielfach entstellt und getrübt wurde.
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