Das Buch vom Rübezahl – Teil 21
Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852
22. Wie Rübezahl den Wirt macht
Bisweilen fiel es Rübezahl ein, auf dem Gebirge in irgendeinem Haus, welches gerade unbewohnt war, seine Wohnung zu nehmen. Als er sich einst in einem solchen aufhielt, kamen etliche vornehme Leute vorbeigereist, die der Meinung waren, dies Haus sei eine Herberge, darin zu Nacht bleiben wollten. Rübezahl, welcher in guter Laune war, benahm ihnen diese Meinung nicht, sondern lud sie freundlich ein, bei ihm abzutreten. Als die Gäste in die Stube traten und alles leer fanden, glaubten sie, jede Hoffnung auf eine gute Mahlzeit aufgeben zu müssen. Der Weiterlesen
Carrier, der Erzteufel – Teil 7
Carrier, der Erzteufel, in eine Menschenhaut eingenäht, der in wenigen Monaten in der französischen Stadt Nantes mehr als fünfzehntausend Menschen von jedem Alter und Geschlecht erwürgen, ersäufen, erschießen, martern und guillotinieren ließ, ein blutdürstiges Ungeheuer und höllischer Mordbrenner
Zur Warnung vor blutigen Revolutionen
Von Dr. F. W. Pikant (Friedrich Wilhelm Bruckbräu)
Verlag der J. Lutzenbergerschen Buchhandlung, Altötting, 1860
Ein Unbekannter
»Still! Horcht! Hört ihr nichts? Dort in der finsteren Ecke, beim Flaschenzug der Versenkung?«
»Ich höre nichts!«
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Casparino – 4. Kapitel
Casparino
genannt der Bluthund, der furchtbare Räuberhauptmann, und seine verruchten Mordgesellen, der Schrecken zwischen Rom und Neapel
Ein Schauerblick in das italienische Banditenleben
Verlag von J. Lutzenberger in Burghausen
IV.
Nach nicht langer Zeit hatte sich Casparino mit Gusto und Juras in Pisa eingefunden und im Gasthaus Zum römischen Kaiser das Absteigquartier genommen. Ersterer erschien in der Gesellschaft als Graf Maroni und gab Juras für seinen Leibarzt, den Doktor Camillus aus. Gusto wurde als Marchese de la Alferi vorgestellt. Sie hatten Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 150
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
195. Sankt Gudulas Grab bestohlen
Die heilige Gudula wurde mit vielem köstlichen Schmuck und Edelsteinen geziert begraben. Das hatte ein Dieb gesehen. Der ging bei nächtlicher Weile zu dem Grab und nahm all das reiche Gut von dem heiligen Leichnam bis zu den Armbändern ab. Das blieb aber nicht ungestraft. Wenige Tage danach, als die Mädchen Hand in Hand auf der Straße tanzten, kam auch des Grabschänders Tochter. Die trug Gudulas Armbänder und mengte sich unter die Tanzenden.
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Das Buch vom Rübezahl – Teil 20
Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852
21. Wie Rübezahl Buttermilch verkauft
Zwei Messerschmiedegesellen, die auch einmal über das Gebirge reisten, setzten sich, da sie unterwegs Hunger empfanden, auf einem Felsstück nieder, langten aus ihrem Säckel hervor, was sie Gutes mitgenommen hatten, und wünschten sich dazu recht sehnlich einen frischen Trunk. Diesen Wunsch hatten sie kaum ausgesprochen, als sie einen Mann gewahr wurden, der mit zwei Krügen in der Hand auf sie zukam.
Auf die Frage, was er Gutes darin habe, war die Antwort: Buttermilch; worüber die durstigen Wanderer sehr Weiterlesen
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