Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 50

Zur Schlacht von Fehrbellin
Die Schlacht von Fehrbellin gehört der Geschichte an, und wie sie geschlagen sei, das erzählt man im Ländchen Fehrbellin ebenso wie überall, wo der märkischen Jugend die Geschichte ihrer Väter überliefert wird. Nur wird natürlich die Erinnerung durch die ganze Umgebung wie durch das Denkmal, welches auf dem Schlachtfeld errichtet worden war, und durch manche Einzelheit noch mehr angefrischt. Noch weiß man, wenn er auch nun abgetragen, wo der Grusberg (Kiesberg) oder Kurfürstenberg lag, um den hauptsächlich der Kampf tobte, noch werden im Luch gelegentlich Kugeln und andere Weiterlesen
Besuch des OBSCURUM Thale – Eine Reise in düstere Mythen und Legenden
Besuch des OBSCURUM Thale – Eine Reise in düstere Mythen und Legenden
Der Besuch im OBSCURUM Thale, einem außergewöhnlichen Museum der dunklen Geschichte und Legenden, ist eine unvergessliche Erfahrung für alle, die sich für Horror, Grusel, Hexen, Hexenverfolgung und die Sagenwelt der mystischen Harzregion interessieren. Das Museum bietet einen spannenden Einblick in das Unheimliche und entführt die Besucher in eine Welt voll schauriger Märchen, tragischer Geschichte und düsterer Mythen.
Das OBSCURUM Thale befindet sich in Thale, einer Stadt am Fuße des sagenumwobenen Hexentanzplatzes, einem der mystischsten Orte Deutschlands. Schon der Weg dorthin ist von der düsteren Atmosphäre des Harzes geprägt: Die dichten Wälder, steilen Felsen und die oft nebelverhangene Landschaft schaffen eine perfekte Kulisse für Schauergeschichten, die das Museum behandelt.
Das Museum selbst ist im historischen Gebäude des Hauptbahnhofes untergebracht, dessen düsteres Interieur und atmosphärische Beleuchtung den perfekten Rahmen für die unheimlichen Exponate und Erzählungen bilden. Schon beim Weiterlesen
Sagen der mittleren Werra 90
Von der alten Kapelle bei Gumpelstadt, das Körfig1 genannt
Das Kirchlein von Alt-Gumpelstadt lag auf einem kleinen Hügel in moorigen Wiesen links von der Straße nach Waldfisch. Zu dieser Straße sind leider die letzten Mauerreste der Kapelle verwendet worden. Bei Ausgrabung derselben fand man dort noch viele halb vermoderte Skelette strahlenförmig um die Kapelle herum und zwar so, dass jedes Mal das Haupt wie in einer Nische im Fundament ruhte.
Die Sage erzählt Folgendes über die Kapelle:
Es zog einst ein Edler aus Franken
zum Moorgrund in blutige Schlacht,
dort hat er die Heiden geschlagen
und weit aus dem Lande gejagt.
Und wo er den Kampf wohl bestanden,
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Sagen der mittleren Werra 89
In der Nähe von Steinbach hinter dem alten Liebenstein liegt die Wüstung Atterode.
Das Dorf wurde angeblich im Bauernkrieg1 gänzlich zerstört, weil dessen Einwohner, fleißige und verständige Bergleute, nicht mit den wildgewordenen Bauern in ihr tolles Horn blasen wollten.
Man zeigt dort noch Reste von der Grundmauer der Kapelle auf dem Körficht, ebenso deuten noch kleine Hügel die Brandstätten an. Die Glocke der Kapelle aber ruft nun in Schweina die Gemeinde zur Andacht, und dies soll so gekommen sein: Als die an jenem Unglückstag geflüchteten Bergleute von Atterode sich an dem Schutt ihrer Wohnungen wieder gesammelt hatten, beschlossen sie, diese nicht wieder aufzubauen, sich dagegen in Schweina und Steinbach anzusiedeln. Und da sie über das Einzige und Beste, was ihnen der wilde Haufen gelassen hatte, die Glocke der Kapelle, nicht einig werden konnten, welchem der beiden Orte sie dieselbe zuführen sollten, so kamen sie nach langem Beraten endlich auf den Gedanken, die Sache dem Himmel anheim zu stellen; indem sie die Glocke auf einen Karren luden, einen blinden Schimmel davor spannten und diesen bis in die Nähe jener Stelle führten, wo sich der Weiterlesen
Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 49

Der arme Schulze von Berlin und der reiche Saldern von der Plattenburg am Fehrbelliner Damm
Das Städtchen Fehrbellin, welches durch die nach ihm benannte Schlacht so berühmt geworden ist, führt diesen Namen erst seit dem 17. Jahrhundert, früher hieß es schlechtweg Bellin. Weil aber dort die Fähre über den Rhin ging, nannte man es Fährbellin. Die Straße von Berlin nach Hamburg ging früher hier vorüber, und so hing auch noch in der alten Kirche zu Fehrbellin eine Denktafel von einem Postmeister Schneider daselbst aus der Zeit des Großen Kurfürsten.
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