Der Teufel auf Reisen 6
Carl von Kessel
Der Teufel auf Reisen
Erster Band
Ein humoristisch-satirischer Roman aus dem Jahr 1870
Drittes Kapitel – Teil 4
Faust und Gretchen
Wirklich riss in diesem Augenblick auch der lange Bedienstete die Flügeltür auf und rief in zwerchfellerschütternder Weise: »Herr Krauthuber, wohlgeboren, in eigener Person!«
Die Wirkung, welche diese Mitteilung auf die Anwesenden hervorbrachte, war eine sehr verschiedene.
Frau Pilz stieß einen leisen Schrei aus und lispelte: »Dieser Mensch wird mir mit seinem Gebrüll noch den Tod bringen … meine Weiterlesen
Danach kommt nichts
Man hört es von vielen Menschen und eigentlich sind sich doch alle sicher: Der Tod bedeutet keinesfalls das Ende. Es gibt Nahtoderfahrungen und Rückführungen, die dafür sprechen. Bestimmte Menschen nennen sich Medium und behaupten, sie sehen von Zeit zu Zeit tote Menschen, – Geister, Gespenster, wie auch immer – die Aufschluss über ihr zu Tode kommen geben. Das Medium weiß dann plötzlich Dinge über die Person, die ein Fremder nicht wissen kann, und somit haben wir den vermeintlichen Beweis. Beispielsweise gab es einen Fall, in dem ein Mordopfer einem Medium schilderte, wo die Leiche des Opfers versteckt wurde, um den Mord zu vertuschen, und die Polizei fand die Leiche dort dann tatsächlich. Es konnte eindeutig ausgeschlossen werden, dass besagtes Medium in den Mordfall involviert war und somit davon wusste.
Dann gibt es Fälle, in denen sich Menschen unter Hypnose an Orte und Dinge erinnern, die nie und nimmer in ihr eigenes Leben Weiterlesen
John Tanner – Das Leben eines Jägers 8
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Achtes Kapitel
Es war Schnee gefallen und das Wetter so kalt geworden, dass wir keine Biber mehr jagen konnten. Es stellte sich daher bald Hunger ein. Wa-me-gon-a-biew war unsere einzige Stütze und arbeitete aus allen Kräften, um uns den nötigen Lebensunterhalt zu verschaffen. Während einer seiner weiten Jagdausflüge traf er auf eine Hütte der Chippewa, die viel Fleisch hatten, ihm aber nur für eine Nacht, welche er bei ihnen zu-brachte, zu essen gaben, obschon er Weiterlesen
Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 7
Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 7
Eine Erzählung von Fr. Daum
Um 1925 erschienen im Verlag von A. Anton & Co. in Leipzig
Schreiend und schießend rannten die Assiniboine hinter den Piegan und ihren Mustangs drein. Rifle Ben und seine Gefährten waren zu der Felsspalte geeilt. Da die ungeteilte Aufmerksamkeit der Assiniboine sich auf die Abwehr der Pferdediebe am anderen Ende des Dorfes richtete, hatten sie zunächst keine Störung bei der Befreiung zu befürchten. Als sie vor der dunkel gähnenden Öffnung der schmalen Schlucht ankamen, befahl Rifle Ben: »Baptist, Ihr bleibt hier am Eingang stehen und beobachtet die nächste Umgebung. Sobald sich etwas Verdächtiges zeigt, habt Ihr es zu melden.«
Die anderen waren schon in die Felsenge eingedrungen und suchten nach dem Gefängnis des Deutschen. Die Weißen liefen Weiterlesen
Der Freibeuter – Der dänische Rekrut
Der Freibeuter
Erster Teil
Kapitel 3
Der dänische Rekrut
Der in die Schlingen des Werbers gefallene junge Mann folgte mit entschlossenem Schritt der dänischen Fahne, die ihn nach Altona führte. In seinen Zügen hatte die frühere Verzweiflung über den Verlust seines Geldes dem Trotz Platz gemacht, der ein widriges Verhängnis herausfordert.
Die neuen Kameraden versuchten vergeblich, ihm ihre Herzstärkung aufzudringen, er wies die funkelnden Flaschen zurück und schien zur Erlangung eines festen Mutes nicht solcher Mittel zu bedürfen. Auch ließ er sich nicht auf ihre zudringlichen Fragen ein, sondern ging still vor sich hin, nur dann und wann, von den anderen unbemerkt, das große Auge Weiterlesen

Neueste Kommentare