Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 69
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796
Sechzig Gulden werden bebrütet.
Eine listige Landstreicherin kam in das Dorf Opfell bei Schlackenwalde in Böhmen und sah auf einem Bauernhof ein schwarzes Huhn mit einem weißen Ringel um den Hals und einem weißen Kreuz auf dem Rücken. Auf einmal schien sie vor Erstaunen ganz außer sich gesetzt zu sein und schrie den Bauer an: »Ach lieber Alter, lieber Alter! Verkauft mir das Huhn oder wenigstens ein Ei davon. Ich gebe Euch einen Gulden für das Ei. Ich habe schon viele Jahre lang nach einem solchen Fund getrachtet.«
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Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 68
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796
Fischer weigern sich, einen Ertrunkenen zu begraben.
Bei Glogau in Schlesien ertrank der vierzehnjährige Sohn eines dortigen Schiffers, da er einen irgendwo abgespülten Baum, der in der Oder fest lag, herausholen wollte. Erst vierzehn Tage nachher wurde er wieder gefunden. Der Gewohnheit nach sollte die Leiche von den Fischern, welche mit den Schiffern ihres Gewerbes wegen verwandt sind, zu Grabe getragen werden. Sie schlugen es aber mit der lächerlichen Erklärung ab, dass sie es nicht könnten, weil er sich freiwillig und ohne Not in Gefahr begeben hatte, und sich wohl gar mit Vorsatz Weiterlesen
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 67
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796
Durch Gerichtsbarkeitspflege kommen Menschen um.
In B. ertrank in der Mitte August 1786 ein siebenjähriger Knabe, als er seinen vom Wind in den Fluss gewehten Hut auffangen wollte. Einige Leute, die ihn hineinfallen sahen, eilten ihm zu Hilfe, erreichten ihn aber, weil der Fluss angestiegen war, erst in dem eine halbe Stunde von dem Ort entfernten Dorf M. Hier zogen sie ihn aus dem Wasser und wollten sogleich versuchen, ihre durch die bekannten, von der Landesobrigkeit vorgeschriebenen Mittel wieder zum Leben zu bringen. Die Dorfrichter und die Schöppen erlaubten aber nicht, dieses ohne Weiterlesen
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 66
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796
Der Eisenmeister heilt mit Fliegengift.
Zwei Kinder eines Bürgers in Günzburg – zwischen sieben und neun Jahren alt, wurden 1786 mit einem starken Ausschlag am Kopf befallen. Die Mutter kam zum Eisenmeister (sonst Kerkermeister), welcher, so wie andernorts die Schinder oder Abdecker, in die Arzneikunde pfuschte, und nun eben eine Salbe aus sogenanntem Fliegengift und frischer Butter bereitete. Die Frau klagte den Zustand ihrer Kinder. Der Quacksalber versicherte, dass eben die Salbe, die er nun verfertige, das unfehlbarste Mittel gegen die Ausschläge am Kopf sei. Die getröstete Mutter Weiterlesen
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 65
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796
Ein Kruzifix aus Messing für 300 Taler
Der Pächter eines adligen Guts hatte durch unordentliche Wirtschaft schon den größten Teil seines Vermögens zugesetzt, als ein herumziehender Betrüger zu ihm kam, Bekanntschaft errichtete und vorgab, er wisse etliche Meilen weit von dessen Wohnung einen großen Schatz, den er heben wolle. Er hätte den Geist beschworen, ihm zu sagen, womit er versetzt wäre. Dieser habe geantwortet: »Mit einem goldenen Kruzifix.« Er wisse in Erfurt eins zu bekommen, es koste aber 300 Taler.
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