Das Astoria-Abenteuer – Teil 5
Max Felde
Das Astoria-Abenteuer
Nach den zeitgenössischen Aufzeichnungen von Washington Irving erzählt
Illustriert von L. Berwald
Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig. Stuttgart, Berlin, Leipzig. 1912
Widerwärtigkeiten – Besorgnisse – Der Beginn einer großen Leidensgeschichte
Mr. Hunt war herzlich froh, als sich die Arikara endlich verabschiedeten. Er trieb dann aus Vorsicht so sehr zur Eile, dass manche der Jäger, die sich nicht zum Besten beritten fühlten, gar sehr brummten; aber man legte so an diesem Tage noch zwanzig Meilen zurück. Der Weg führte über mehrere Nebenflüsse des Missouri und über unermessliche, von Bäumen gänzlich entblößte Prärien. Diese großen Grassteppen hatten inzwischen von ihrem frischgrünen Anblick wieder erheblich eingebüßt, denn man befand sich jetzt so ziemlich im Scheitel des Sommers. Die Reisenden hätten bei diesen oft ganz nackten Ebenen unfehlbar erliegen müssen, wenn nicht den Tag über ein stetig wehender Wind, der von den fernen Gebirgen herüberzog, ihre Stirnen gekühlt und sie so einigermaßen erfrischt hätte.
Gleichwohl wurde Ramsay Crooks schon in den ersten Tagen derart von Unwohlsein befallen, dass er nicht mehr zu Pferde Weiterlesen
Catherine Parr – Band 2 – Kapitel 3
Luise Mühlbach
Catherine Parr
Band 2
Drittes Buch
Die Schleife der Königin
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851
3. Prinzessin Elisabeth
Sie schritt gerade die Stufen der großen Freitreppe hinauf und begrüßte John Heywood mit einem freundlichen Lächeln.
»Mylady«, sagte er laut, »ich habe Euch im Namen Seiner Majestät Geheimes mitzuteilen!«
»Geheimnisse?«, wiederholte Katharina und hielt auf dem Plateau inne. »Nun denn, tretet zurück, meine Damen und Herren. Wir wollen den geheimnisvollen Boten des Königs empfangen.«
Kapitän Luzifer Erster Teil – 3. Kapitel
Gaston Choquet
Kapitän Luzifer
Erster Teil
3. Kapitel
An Bord der ÉRÈBE
Zusammenfassung der bisherigen Kapitel: Nach einer einmonatigen Reise begegnet der Dreimaster PAULINE, der im April 1715 La Rochelle verlassen hat, dem Piratenschoner ÉRÈBE. Dieser wird von einem gefürchteten und grausamen Seeräuber namens Kapitän Lucifer befehligt.
Nach einem erbitterten Kampf wurde der Dreimaster durch einen Enterangriff eingenommen. Die Seele des Widerstands war einer der Passagiere: der junge Graf Jean de Keryado-Plabennec, der gemeinsam mit seiner Schwester Blanche nach Brasilien unterwegs war. Im entscheidenden Moment, als er Kapitän Lucifer töten wollte, wurde der Graf verwundet und gefangen genommen.
Kapitän Luzifer Erster Teil – 2. Kapitel
Gaston Choquet
Kapitän Luzifer
Erster Teil
2. Kapitel
Der Kampf
Während das junge Mädchen sich auf das Zwischendeck begab, wo Frauen und Kinder zusammengepfercht waren, eilte ihr Bruder zu Kapitän Bastide. Er unterdrückte mit aller Willenskraft die quälende Erregung und die Verzweiflung, die ihn überkamen, je näher der alles entscheidende Augenblick rückte.
Die PAULINE und die ÉRÈBE befanden sich nun in guter Kanonenschussweite. Anstatt seinen Kurs fortzusetzen, war der Dreimaster beigedreht und hielt nun direkt auf den Schoner zu. Denjenigen, die über die Kühnheit dieses Manövers erstaunt waren, hatte der alte Seemann geantwortet: »Da wir ohnehin verloren sind, ist es sinnlos, zu versuchen, ein paar Minuten zu gewinnen. Bringen wir es so schnell wie möglich hinter uns und versuchen wir dabei, unseren Gegnern so viel Schaden wie Weiterlesen
Buffalo Bill Der letzte große Kundschafter – 20. Kapitel
Buffalo Bill
Der letzte große Kundschafter
Ein Lebensbild des Obersten William F. Cody, erzählt von seiner Schwester Helen Cody Wetmore
Meidingers Jugendschriften Verlag, Berlin 1902
Zwanzigstes Kapitel
Pa-has-ka, der langhaarige Häuptling
Obwohl der Ruhm, den Büffel bei unserer Jagd erlegt zu haben, Schwester May zugeschrieben worden war, so erwies sich jenes Ereignis in der Folge für mich doch von noch größerer Bedeutung. Im Frühling 1871 verheiratete ich mich mit Herrn Jester, jenem Junggesellen, auf dessen Farm wir bei unserer eiligen Rückkehr nach dem Fort halt gemacht hatten. So rau und unwirtlich sein Haus von außen aussah, so hübsch und behaglich war es im Innern, und ehe ich als junge Frau dort einzog, erfuhr es eine erneute und fast luxuriöse Verschönerung. Ich kehrte nun nach Leawenworth zurück, um die Vorbereitungen zur Hochzeit zu treffen, die im Hause eines Weiterlesen
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