Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 45
Aggodägadä
oder der Mann mit dem aufgebundenen Bein
Die Stämme des Waldes und die der Prärie lagen seit einiger Zeit hartnäckig miteinander in Streit, und Aggodägadä musste mit seinem kleinen Wigwam in eine ganz entlegene Gegend flüchten, um nicht auch einmal seinen Skalp einzubüßen. Dieser Aggodägadä war ein tüchtiger Jäger und Fischer, hatte aber schon in seiner Jugend den Gebrauch des rechten Beins verloren, weshalb er es nun ständig auf seinen Rücken band. Sein Gang bestand daher nur im Hüpfen. Doch hatte er darin im Laufe der Zeit eine solche Fertigkeit Weiterlesen
Schwäbische Sagen 39
Achtes Kapitel
Pflanzen, Kräuter, Bäume
Farnsamen
1.
Eine mündliche Überlieferung aus Wurmlingen
Wer Farnsamen (das Volk spricht: Faarensamen oder Faarsamen) bekommen will, der muss sich an den Teufel wenden und hat schwere Proben zu bestehen. Er darf zunächst vier Wochen vor Weihnachten, während der ganzen Adventszeit kein Gebet Weiterlesen
Interessante Abenteuer unter den Indianern 36
John Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas
Nächtlicher Überfall der Pawnee
Die Begebenheit, die wir nun erzählen wollen, ereignete sich am 10. März 1840. Unter den Händen eines guten Novellisten würde diese Skizze Stoff zu einer höchst interessanten Erzählung liefern.
Eine Jägerabteilung hatte auf einer großen Prärie ihr Lager aufgeschlagen, vor sich einen tiefen Abgrund habend, der, wie sie glaubten, sie gegen die Angriffe eines Feindes von jener Seite schützen würde. Die Nacht war feucht, Weiterlesen
Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 44
Boquena
oder Magier mit dem Buckel
Boquena und sein Bruder wurden von allen benachbarten Indianern für große Magier gehalten, die nur zu ihrem Vergnügen menschliche Gestalt angenommen hätten. Boquena war der Stärkere, doch auch der Hässlichere, da er durch einen fürchterlichen Buckel verunstaltet war. Er ging nie vor die Tür, sondern ließ seinen schöneren Bruder allein in den Wäldern jagen und verrichtete während dieser Zeit die häuslichen Arbeiten.
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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 43
Der indianische Schlafgott heißt in der Odjibwa-Sprache Wing. Er ist unsichtbar; ebenso auch die vielen ihm untergeordneten Geisterchen. Diese sind mit kleinen Kriegskeulen bewaffnet, womit sie den Leuten so lange auf die Stirn klopfen, bis sie sanft einschlafen. Sie halten sich gewöhnlich unter dem Bett auf. Zuweilen setzen sie sich auch auf die Zeltstangen oder kriechen dem Jäger in die Pfeife, und wenn sich dieser dann einmal hinsetzt, um ein bisschen auszuruhen, so fliegen sie leise heraus und klopfen ihn in den Weiterlesen

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