Elbsagen 21
Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig
21. Das Sensenduell im tiefen Grund
Wo im tiefen Grund bei Hohnstein das Waizdorfer Bächlein in den Grundbach fällt, ist eine Sense und ein Kreuz mit der Zahl 1699 in den Felsen gehauen, und zwar zur Erinnerung an folgende Begebenheit:
Zwei Burschen aus Waizdorf, beide reich, hübsch und munter, warben um ein Mädchen, das beiden gleich gewogen war. Ihr Vater war ein alter preußischer Husar und durch seine Erzählungen aus dem Kriegsleben musste sie wohl Weiterlesen
Schinderhannes – Vierzehntes Kapitel
Leben und Taten des berüchtigten Johann Bückler, genannt Schinderhannes
Für Jung und Alt zur Lehre und Warnung aufs Neue geschrieben von W. Fr. Wüst, Reutlingen 1870
Druck und Verlag von Fleischhauer & Spohn
Vierzehntes Kapitel
Einige Anekdoten von Schinderhannes
In den bisherigen Abschnitten haben wir den Schinderhannes als Verbrecher kennen gelernt, als einen Mann, der dem Gesetz und der bürgerlichen Ordnung Hohn sprach und das Recht mit Füßen trat. Es ist billig, dass wir auch einiges anführen, was ihn uns von einer guten Seite zeigt.
Elbsagen 20
Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig
20. Das Pagenbett auf dem Königstein
Auf der weltberühmten Bergfeste Königstein befindet sich hinter der sogenannten Friedrichsburg auf einem schmalen, kaum eine Elle breiten Gesims der äußeren Festungsmauern das sogenannte Pagenbett. Es hat seinen Namen von folgendem Vorfall:
Am 12. August 1675 weilte der Kurfürst Johann Georg II. auf der Friedrichsburg, die damals Christiansburg hieß, Weiterlesen
Aus dem Wigwam – Vom Donnerkeil
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Vom Donnerkeil
in Krieger vom Konsastamm wurde einst auf einer Prärie von einem starken Gewitter überrascht, gegen das er sich nicht zu schützen wusste. Er fiel ohnmächtig nieder und blieb eine Zeit lang besinnungslos liegen. Als er wieder zu sich kam, sah er einen Donnerkeil neben sich liegen. Nicht weit davon stand ein Pferd. Er hob den Keil auf und schwang sich auf das Pferd. In der Eile hatte er sich jedoch verkehrt darauf gesetzt. Im Augenblick durchflog er Ebenen, Wälder, Wüsten, Berge und wurde zuletzt am Fuß des Felsengebirges abgeworfen. Er hatte mehrere Monate zu reisen, bis er wieder bei seinem Stamm eintraf.
Ein anderer Indianer fand einst einen Donnerkeil mit zwei wunderschönen Mokassins dabei. Er glaubte wunder, was er Weiterlesen
Oberhessisches Sagenbuch Teil 27
Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
Das Schlossfrauchen auf Ulrichstein
In den Trümmern des Mulsteiner Schlosses spukt es seit vielen Jahren. Auch heute noch kann man sich in Acht nehmen. Man soll dort mittags eine lange weiße Gestalt auf- und abgehen sehen. Das ist das Schlossfrauchen. Viele wollen auch sein Gewimmer gehört haben. Wenn in der Stadt die Kinder nicht gehorchen wollen, macht man ihnen Angst und sagt: »Seid still oder das Schlossfrauchen kommt!«
Der schlafende Schäfer vor dem Merlauer Schloss
In der heiligen Adventszeit ging einer der alten Schäfer von Merlau vor dem Schloss her und konnte es sich gar nicht deuten, Weiterlesen
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