Die Dämonomanie verbreitet sich im ganzen Labourd …
Die Dämonomanie verbreitet sich im ganzen Labourd (Departement des Basses-Pyrénées). Alle Gefängnisse werden vollgestopft; eine Menge von Kranken wird verbrannt; selbst Geistliche werden verurteilt. (1609)
1609 wurde die Regierung unterrichtet, dass das ganze Labourd, die Gegend, die nun ungefähr das Departement des Basses-Pyrénées einnimmt, von Teufelsanbetern wimmele. Siebenundzwanzig Kirchspiele waren von der Seuche ergriffen; am ärgsten war der Spuk in Siboure, St. Jean de Luz, Andaye, in der Umgegend von Bayonne. Die Geschichte dieser Epidemie ist ein glänzender Beitrag zur Geschichte des Wahnsinns als einer sozialen Krankheit.
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Aus dem Wigwam – Der Berg der kleinen Geister
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor
Der Berg der kleinen Geister
n der Mitte einer großen Ebene im Land der Sioux steht ein großer Erdhügel, der von unbekannten Händen erbaut ist und von den umwohnenden Stämmen gewöhnlich Hügel der kleinen Leute oder Berg der kleinen Geister genannt wird. Nichts kann den Indianer bewegen, ihn zu besteigen, denn es würde ihm und seinen Kindern sicheren Untergang bereiten.
Über die Bewohner dieses Berges erzählt man sich folgende Geschichte:
Vor vielen, vielen Jahren lebte unter den Maha ein Häuptling mit Namen Mahtori oder der Weiße Kranich, der weit und Weiterlesen
Oberhessisches Sagenbuch Teil 80
Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
Im Floswiger Kirchenstumpf
Nicht weit von dem Städtlein Wenings stand ehedem ein Pfarrdorf, das hieß Mosbach und existiert nicht mehr. Man nennt den Ort, wo seine Kirche gestanden hatte, und sich noch Mauerreste zeigen, den Floswiger Kirchenstumpf. In der Gegend des Chores sollen allerlei Kostbarkeiten unter der Erde liegen. Allemal aber, wenn in Wenings die Kinder konfirmiert werden, jedes siebente Jahr am helllichten Tag, sieht man dort ein Kind in weißem Gewand mit goldgelbem, lockigen Haar sitzen und hört es gar jämmerlich schreien. Das ist vor Zeiten von seiner grausamen Weiterlesen
Elbsagen 87
Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig
89. Die tapferen Brauerknechte
Um das Jahr 1300, als das Fleet im Rödingsmarkt noch Stadtgraben war und das Millerntor noch daneben stand, hatte es sich einst zugetragen, dass die Stadt Hamburg von einer großen Menge feindlicher Bauern aus der Umgegend plötzlich überfallen worden war. Da gerade die meisten wehrhaften Bürger unter Anführung der rüstigsten Ratsherrn auf eine Heerfahrt ausgezogen waren, so befand sich die Stadt bei dem Angriff der Bauern in Weiterlesen
Aus dem Wigwam – Die Expedition der Lenni Lenape
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor
Die Expedition der Lenni Lenape
angewaha oder Hartherz war der berühmteste Chef der Lenni Lenape und konnte sich der meisten Skalpe, die auf den Köpfen seiner Feinde gewachsen waren, und der zahlreichsten Pferde, die er den Flachköpfen abgenommen hatte, mit Recht rühmen, denn an Mut und Klugheit hatte er nicht seinesgleichen.
Diesem träumte einst im Monat des grünen Kornes, dass seine Leute die Gebeine ihrer Voreltern ausgegraben und ihre Zelte und alle sonstigen Gerätschaften aufgepackt hätten und zum Land der Sonne abgereist wären. Er sah hohe Berge, welche Feuer sprühten, und andere, auf denen die Schneegeister hausten, und hörte das Hissen der Großen Schlange in unermesslich tiefen Abgründen. Er reiste mit seinem Stamm weiter und kam an Weiterlesen

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