Der Freibeuter – Schiffbruch der Graf Mörner
Der Freibeuter
Dritter Teil
Kapitel 1
Norcroß hatte den Winter in einsamer Unverträglichkeit, fern von seiner Frau und seinen Freunden, siechend und in sein Zimmer gebannt im Marstrander Hafen zugebracht. Er war mit seinem Schicksal zerfallen und hatte sich so in sich hineingedüstert, dass er auf dem Punkt stand, ein Menschenfeind zu werden. Nur eine Hoffnung kettete ihn noch an das Leben, in den ersten Frühlingstagen auf das Meer hinauszufahren. Auf das unbeständige Element trieb ihn sein ödes Herz. Für nichts anderes hatte es mehr Sinn und Leidenschaft.
Und er rüstete sein Schiff und stieß hinaus in die winterlich bewegte Welle, zum Schrecken seiner Leute, zum Weiterlesen
Der bayerische Hiesel – Teil 38
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Zur rechten Zeit
Eines Tages durchstreifte Hiesel mit seinem Hund ganz allein einen großen dichten Wald, um bei einem bekannten Bauer anzufragen, wie viel er von dem geschossenen Wild bereits verkauft habe. Plötzlich hörte er ein durchdringendes Hilfsgeschrei in seiner Nähe, machte sich schussfertig und drang durch einen langen Tannenanflug zu Hilfe. Vor ihm lag eine reicht gar zu breite Blöße, ein freier Platz, und er erblickte am entgegengesetzten Rand des Waldes eine weibliche Gestalt, die soeben von einigen Kerlen an einen Baum Weiterlesen
Ein Höllenjob für Monty Fox – Kapitel 3
C.C. Slaterman
Ein Höllenjob für Monty Fox
Ein Space-Abenteuer der etwas anderen Art
Kapitel 3
Ohne Rücksicht auf Verluste
Es war kurz nach Mitternacht, als sich die Eingangstür zum Seven up öffnete und ein unglaublich dicker Mann auf die Straße trat. Nachdem er die Tür des drittklassigen Puffs hinter sich ins Schloss gezogen hatte, griff er sich in den Schritt und stöhnte genüsslich. Dann gab er ein Geräusch von sich, das an einen brunftigen Eber erinnerte, und hüpfte so leicht und beschwingt davon, als würde er nur 20 Kilo auf die Waage bringen und nicht 200.
Psychroalgia
Marc drückte das Gaspedal des Mercedes Sprinter bis zum Anschlag durch, denn er wollte auf gar keinen Fall später als nötig zu Hause ankommen. Nicht an diesem besonderen Tag. Die lang erwartete Aussprache mit seiner Frau stand heute Abend auf dem Programm. Heute würde er Nägel mit Köpfen machen, sagte er sich. Er hatte ihr Desinteresse ihm gegenüber mehr als satt und das ewige Genörgel über seinen, wie sie es auslegte, dauernden Alkoholgenuss ebenfalls. Sollte sie doch gehen. Andere Mütter haben auch schöne Töchter, dachte er spöttisch und lächelte in sich hinein. Ihre dreizehnjährige Ehe, die eigentlich nur noch einer Wohngemeinschaft glich, sank somit auf den absoluten Nullpunkt. Eine Lösung musste gefunden werden, bevor die Situation völlig aus dem Ruder lief. Das tatsächlich er der treibende Keil war, der die Tür ihrer Beziehung versperrte, kam ihm nicht in den Sinn. Aber das würde sich an diesem Abend klären, schwor er sich.
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Der Teufel auf Reisen 50
Carl von Kessel
Der Teufel auf Reisen
Dritter Band
Ein humoristisch-satirischer Roman aus dem Jahr 1870
Elftes Kapitel – Teil 1
Das verwechselte Bild
»Was fangen wir nun an?«, fragte der Doktor eines Tages den Teufel, als sich beide gegenübersaßen und in einem Anfall von Langeweile einander ziemlich prosaisch angähnten.
»Ja so«, antwortete dieser, »das sehe ich doch, wenn man hier auf Erden keine Sorgen und dabei immer gut zu Weiterlesen

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