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Storys & Lyrik

WEEKLY GHOST STORY – The Last House in C-Street

The Last House in C-Street von Dinah Mulock Craik ist eine kurze Geistergeschichte, die aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Sie handelt von einem Erzähler, der von einer Freundin, Mrs. MacArthur, eine Geistergeschichte hört, in der sie von einer übernatürlichen Begegnung in ihrer Jugend berichtet. Mrs. MacArthurs Geschichte spielt hauptsächlich in London, England, wobei auch kurz Bath erwähnt wird. Mrs. MacArthur, oder Dorothy, wie sie in ihrer Jugend genannt wurde, verliebte sich in einen jungen Mann namens Mr. Everest und wollte ihn heiraten. Nachdem ihre schwangere Mutter jedoch aufgrund ihrer Besorgnis beschlossen hatte, vorzeitig nach Hause zurückzukehren, hörten Dorothy und ihre Zofe nachts ein gespenstisches Klopfen am Fenster. Am nächsten Tag erfahren Dorothy und ihr Vater vom Tod ihrer Mutter, der sich nur wenige Augenblicke vor dem Klopfen ereignet hatte. Als Dorothy und ihr Vater London verließen, trennten sie sich von Mr. Everest und die jungen Liebenden gingen getrennte Wege. Beide heirateten andere Menschen und Dorothy wurde zu Mrs. MacArthur.

Ich glaube generell nicht an Geister, denn ich sehe nichts Gutes in ihnen. Sie erscheinen – oder es wird zumindest berichtet, dass sie erscheinen – so irrelevant, so sinnlos, kurz gesagt, so lächerlich, dass sowohl der gesunde Menschenverstand in Bezug auf diese Welt als auch das übernatürliche Gespür für die andere Welt gleichermaßen empört sind. Neun von zehn spannenden Geistergeschichten lassen sich so leicht erklären. In der zehnten Geschichte, wenn alle natürlichen Erklärungen versagen, neigt Weiterlesen

Ein Klondike-Claim – Kapitel 8

Nicholas Carter
Ein Klondike-Claim
Eine Detektivgeschichte
Street & Smith, New York, 1897

Kapitel 8
Fowler versucht, den Lotsen zu spielen

Der Schuss des Wachmanns weckte alle auf der COLONIA und innerhalb einer halben Minute herrschte große Aufregung auf dem Deck.

Es waren zwar nur drei oder vier Männer anwesend, doch sie waren sichtlich aufgewühlt. Sie spähten über die Reling, in der Hoffnung, den Fremden zu entdecken, der beim Ruf des Wachmanns über Bord gesprungen war.

»Er muss gerade erst an Bord gekommen sein«, rief der Wachmann. »Ich machte meine Runde, als ich ihn neben der Reling Weiterlesen

Felsenherz der Trapper – Teil 01.3

Felsenherz, der Trapper
Selbst Erlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922
Überarbeiteter Text
Band 1
Die Felsenfarm

Drittes Kapitel
Die Mescalero-Apachen

Birth kam zu sich. Inzwischen hatte Helene den alten Felsen und ihren Bruder Arnold herbeigerufen. Sie hatten nach Norden zu am Flussufer eine Tonschicht ausgebeutet, um daraus Ziegel zu brennen.

Birth war nun vollkommen nüchtern. Harry, der befürchtet hatte, der Alte würde erneut Streit anfangen, war freudig überrascht, als Birth ihm versöhnlich die Hand hinstreckte und beschämt sagte: »Ich gebe zu, ich habe mich wie ein trunkener Narr Weiterlesen

Eine Reise ins Jahr 2000 – Kapitel 13

William Wallace Cook
Eine Reise ins Jahr 2000
Kapitel 13

Zwei überraschende Übermittlungen

Die Dämmerung brach an, als Lumley das Service-Flugzeug auf dem Dach von Tibilus’ Haus verließ. Er drückte einen Knopf an der Tür und hörte, wie seine Ankündigung durch das Haus hallte.

Durch einen Gedankenübermittler neben dem Knopf erklang eine Stimme, die seinen Namen und sein Anliegen wissen wollte. Lumley gab die erforderlichen Informationen, die Tür flog auf und eine Stimme lud ihn ein, einzutreten.

Ein Muglug traf ihn direkt hinter der Schwelle und führte ihn eine Treppe hinunter in einen Raum, in dem Tibilus wartete. Tibilus, so erkannte Lumley auf einen Blick, war anders als alle anderen Menschen, die er bisher getroffen hatte.

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Das Verbrechen von Bedford

Das Verbrechen von Bedford

James Bartlett, einer der reichsten Finanziers der Kleinstadt Bedford im Bundesstaat New York, wurde ermordet in seinem Arbeitszimmer aufgefunden. Das Motiv war offenbar Raub, denn der Raum war völlig durchwühlt und eine große Summe Geld sowie zahlreiche Wertsachen waren verschwunden.

Die Polizei wurde sofort nach Entdeckung des Mordes informiert, konnte jedoch keine Hinweise finden. Am Abend des Verbrechens befand sich Mr. Bartlett in seinem Arbeitszimmer im Erdgeschoss auf der Rückseite seines Hauses, dessen Fenster auf einen riesigen Park hinausgingen.

Er war gerade dabei, seinem Privatsekretär Harry Reed Anweisungen zu einer dringenden Angelegenheit zu geben.

Da Bartlett noch mehrere Briefe zu schreiben hatte, entließ er seinen Sekretär gegen zehn Uhr. Eine halbe Stunde später kam Harry Reed ins Arbeitszimmer. Er hatte einige Unterlagen vergessen, die er noch am selben Abend einsehen musste. Er war entsetzt, als er Bartlett mit einem Messer in der Brust auf dem Boden liegend vorfand. Er war tot. Das Zimmer war in Unordnung Weiterlesen