Liongirl – Die Herrin des Zitterns 1
I
Einstmals
Ein leises Seufzen kam aus Alexandras Mund, während sie sich um Bett herumdrehte. Noch immer war die Verletzung, die sie sich im letzten Skiurlaub zugezogen hatte, nicht völlig verheilt.
Zwar konnte sie inzwischen ohne Krücken gehen, die Wunde war verheilt und die Schmerzmittel reduziert worden.
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Elfnapping
Auf der Waldlichtung bildeten sechs Großwölfe einen Halbkreis und fletschten gierig ihre Reißzähne. Speichel tropfte auf trockenes Laub und das gesträubte Fell der Kreaturen ließ eines deutlich erkennen: Sie würden jeden Augenblick zum Angriff übergehen.
Tuurg versuchte, sich seine Nervosität nicht anmerken zu lassen. Nur mit einem Jagdmesser bewaffnet wusste er einfach nicht, wie diese Bestien zu bezwingen waren. Er gehörte zu den Kriegern, die im Clan recht hohes Ansehen genossen, die sich schon in etlichen Kämpfen bewährt hatten, trotz ihrer Jugend. Doch hier stand er einer Übermacht entgegen. Mit üblichen Schlachten hatte diese Situation nichts gemein.
Die Martinsgans
I
Bessi war eine wunderschöne junge Frau. Sie verdrehte überall, wohin sie kam, den Männern den Kopf, obwohl sie dies gar nicht wollte, denn sie liebte ihren Mann, den jungen und hübschen Dorflehrer Monon, über alles und war ihm treu.
Eines Tages, es war um die Zeit, als sich die ersten Blätter an den Bäumen verfärbten, kam ein älterer Mann in Bessis Dorf an und nahm dort Quartier. Bessi und ihre Freundinnen hielten sich just zur selben Zeit, als der Mann den Wirt um ein gutes Abendbrot und ein Bett für die Nacht bat, in der Schankstube auf. Sie waren mit der Wirtin befreundet und wollten besprechen, wie und wann sie am nächsten Tag im Backhaus das Brot für die nächsten Tage backen würden.
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Tee und Gebäck
Irgendwo in einer Kleinstadt mit Namen New Erlingten.
Die Kleinstadt atmete nach der Last des Winters langsam auf. Die warmen Sonnenstrahlen waren Balsam für die Seele und alles erwachte zu neuem Leben. Eine junge Frau, lassen wir sie 25 Jahre sein, näherte sich einem alten Haus. Das Haus von Emma Rightwitch, einer alten Frau mit einer faszinierenden Geschichte. Sie ist die Berühmtheit in diesem Landstrich. Ah, die junge Frau klingelt und da macht auch Emma Rightwitch die Türe auf. Doch lassen Sie uns dem Gespräch lauschen …
»Hallo, Miss Rightwitch. Wir hatten telefoniert … das Interview.«
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Des Totengräbers Töchterlein
Allmählich begab sich der Tag zur Ruhe. Hinter den Hügeln verabschiedeten sich die letzten Strahlen der Sonne und bald legte sich samtene Nacht gleich einem Trauerschleier über Felder und Wiesen. In der Stadt verfinsterten sich die Straßen und Gassen. Länger werdende Schatten liebkosten jedes Haus, bis sie finster genug waren, den zwielichtigen Gestalten Schutz zu bieten.
Um diese Zeit verabschiedete sich mein Vater von mir, da er seine Arbeit während der Nacht ausübte. Tagsüber würde er nur die Leute stören, die den ewigen Garten aufsuchten. Sie wollten in Ruhe um ihre Verstorbenen trauern und nicht einem Totengräber beim Ausheben Weiterlesen


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