Westernkurier 10/2009
Knie nieder, wenn die Himmelslotsen kommen
Auf ein Wort Stranger,
knie nieder, wenn die Himmelslotsen kommen.
Wieder einmal behandeln wir in unserer Westerkolumne ein nicht gerade alltägliches Thema. Diesmal geht es um eine Gruppe von Männern, die im Genre dieser Art von Unterhaltungsliteratur kaum erwähnt werden, die aber dennoch im wirklichen Wilden Westen sehr präsent waren und eine nicht unerhebliche Rolle spielten.
Die Rede ist hier von einer besonderen Sorte der Diener Gottes.
Sky Pilot, übersetzt Himmelslotse, war der Cowboyausdruck für diese sogenannten Satteltaschenpriester oder Prediger, die von Ranch zu Ranch und von Town zu Town über Land ritten oder mit ihrem Kirchenwagen umherfuhren und den Weiterlesen
Westernkurier 09/2009
Das kurze Leben des Herrn Short
Auf ein Wort Stranger,
denn jetzt geht es weiter mit dem kurzen Leben des Herrn Short.
Nachdem Luke Short Teilhaber am Long Branch Saloon war, wurde dieser das mit Abstand geschäftlich erfolgreichste Lokal in ganz Dodge City und Umgebung. Das aber war einem gewissen A. B. Webster mehr als nur ein Dorn im Auge. Dieser Mann hatte nach Ablauf seiner zweiten Amtszeit als Bürgermeister der Stadt den Alamo Saloon übernommen, der auf der anderen Straßenseite direkt dem Long Branch gegenüberlag. Nachdem er ständig hinter einer leeren Theke stand, während es gegenüber hoch herging, besann er sich auf seine immer noch vorhandene Macht und seinen Einfluss und griff zu einer Art Selbsthilfe, wie sie heute noch allgemein in politischen Kreisen üblich sein soll. Da sein Nachfolger auf dem Stuhl des Bürgermeisters, der ehemalige Marshal Larry Deger, auch nur eine Weiterlesen
Westernkurier 08/2009
Auf ein Wort, Stranger,
denn heute heißt es Nomen est omen.
Sein Name war Programm, denn er hieß nicht nur Short, sondern er war es auch, und das in jeder Minute seines kurzen aber gewalttätigen Lebens.
Er war knapp 1,60 groß, wog nur etwas über 120 Pfund und zog seinen kurzläufigen Navy-Colt so schnell, dass mindestens ein Dutzend Gegner relativ kurz (wie es schon der Titel der Kolumne andeutet) und schmerzlos ihr Ende fanden, weil sie es wagten, sich ihm in den Weg zu stellen.
Die Rede ist hier von Luke Short, einem Mann, der zwar neben einem Buffalo Bill oder einem Billy the Kid beinahe unscheinbar wirkte, der aber nichtsdestotrotz einer der gefährlichsten Revolverhelden des Wilden Westens war.
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Westernkurier – 07/2009
Auf ein Wort, Stranger,
heute will ich mich einmal dem Thema Einwanderer zuwenden.
Ein sehr interessantes Thema übrigens, weil nämlich über gewisse Volksgruppen in der Geschichte Amerikas leider nur spärlich berichtet wird. Hierzu zählen zum Beispiel die Dänen, die zwar nur einen minimalen Teil unter den Einwanderern in Amerika bildeten, aber dennoch waren diese wenigen eine höchst explosive Spezies der Sorte Mensch.
Willard Erastus Christiansen zum Beispiel, der Sohn eines aus Dänemark konvertierten Mormonen. Seine Schwester war mit dem Anführer der berüchtigten Blue Mountain Viehdiebesbande verheiratet, und als Willard mit 13 von zu Hause ausriss, wurde er deshalb schon bald für sie bei Späh- und Kurierdiensten eingesetzt. Er war einer der wenigen Outlaws, die über siebzig Jahre alt wurden und eines Weiterlesen
Westernkurier 06/2009 – Jubiläumsausgabe
Print Olive, der »Menschenbrenner« von Nebraska
Es sind nicht nur die abenteuerlichen Ereignisse, die die Faszination der Pionierzeit Amerikas bis heute ausmachen, es sind vor allem die Menschen, die diese Zeit prägten. Unabhängige Charaktere, die von der Freiheit und Weite des Landes beeinflusst wurden und die Grenzen gesellschaftlicher Konventionen abstreiften.
In einer Zeit und in einem Land, in dem die tägliche Realität für lange Zeit nicht von staatlichen Verordnungen diktiert wurde, weil Behörden unerreichbar weit entfernt waren, bestimmten sie die Maßstäbe des Zusammenlebens.
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