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Kolumnen

Kriminalakte 16 – Das Monster von Meran

Das Monster von Meran

Meran liegt in Südtirol im Etschtal, am Ufer der Passer. Die Stadt gilt seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Kurort und ist bekannt als Touristenhochburg. Anfang des Jahres 1996 jedoch erlangte sie durch einen Serienkiller, dessen Leben und Wirken sich bis heute in die Köpfe der Einwohnerschaft und in die Annalen der Südtiroler Kriminalgeschichte eingebrannt hat, eine zusätzliche, wenn auch traurige Berühmtheit.

In den nachfolgenden Zeilen wird das Protokoll über das Monster von Meran wiedergegeben.

Ferdinand Gamper wurde am 12. September 1957 geboren. Er wuchs in Kuens, am Eingang ins Passeiertal in unmittelbarer Nähe der Kurstadt, auf. Er arbeitete als Hirte in der Schweiz und als Vertreter für Bettwäsche. Bevor Gamper zum ersten Mal mordete, lebte er beinahe fünf Jahre lang in einer hergerichteten Scheune am Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 11/2022

Auf ein Wort, Stranger, wusstest du eigentlich, dass im Wilden Westen einmal ein blutiger Indianerkrieg tobte, nur weil jemand ein Wort falsch geschrieben hatte?

Eigentlich unfassbar, aber das ist 1878 wirklich in Idaho passiert. Im Sommer jenes Jahres kämpften zehn US-Regimenter gegen die Bannock, einen Indianerstamm, der eigentlich einmal als einer der wichtigsten Verbündeten der US-Army im Krieg gegen die feindlichen Sioux und Nez Percé galt. Der Grund war tatsächlich der Schreibfehler eines Regierungsbeamten, der zwischen Juni und September 1878 in einen mehr als vier Monate andauernden Indianerkrieg mündete, an dessen Ende Hunderte von Opfern zu beklagen waren. Ein Krieg, der zu vermeiden gewesen wäre, hätte man in Washington diesen Irrtum eingestanden. Aber dank Weiterlesen

Vergessene Helden 4

Rin Tin Tin
Der Hund, der niemals starb

Er war ein wirklicher Held, Beschützer eines Waisenjungen, Kämpfer für die US-Kavallerie, Schrecken aller weißen und roten Schurken im Apachenland und das alles fast ein ganzes Jahrhundert lang. Rinty, besser bekannt als Rin Tin Tin war der Liebling von Groß und Klein, in Amerika, in Europa, beinahe in der halben Welt, bis auch er nicht mehr als zeitgemäß angesehen wurde und so, bis auf ein kurzes Auftauchen im Jahr 2007, endgültig im Dunkel der Vergessenheit versank.

Eigentlich schade.

Rin Tin Tins Erfolgsgeschichte begann gegen Ende des Ersten Weltkriegs, als der US-amerikanische Soldat Lee Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 10/2022

Auf ein Wort, Stranger, kannst du dich noch entsinnen, wie das damals mit den Siksika war?

Ihr Name stammt aus dem Blackfoot und bedeutet Schwarzfuß, was sich von den Worten Sik = schwarz und ka = Fuß ableitet. Der Plural lautet Siksikáwa, also Schwarzfüße. Manche Historiker sagen, dass der Name wahrscheinlich von der Schwarzfärbung der Mokassins durch die Asche der Präriefeuer herrührt, andere wiederum behaupten, dass sie möglicherweise ihre Mokassins mit Absicht schwarz gefärbt hatten.

Sie waren eine der drei First Nation der Blackfoot (Nitsitapil), und da sie der nördlichste Stamm waren, wurden sie auch oftmals Northern Blackfoot genannt. Sie selbst bezeichneten sich als Sao-kitapiiksi, was in ihrer Sprache so viel wie Volk der Ebenen bedeutete.

Kulturell, historisch und sprachlich gehören sie, wie schon erwähnt, zu den drei First Nations der Nitsitapil, die zusammen mit ihnen aus den Stämmen der Káinawa, auch als Blood bekannt, und den Piegan bestand, Weiterlesen

Kriminalakte 15 – Wenn der Gaskassierer kommt

Wenn der Gaskassierer kommt

Harald Sassak wurde am 28. Juni 1947 in der burgenländischen Bezirkshauptstadt Oberwart als Sohn eines Maurers und einer Kellnerin geboren. Er erlernte den Beruf eines Installateurs und arbeitete nach seinem Grundwehrdienst beim österreichischen Bundesheer von 1966 bis 1969 im Krankenhaus Lainz als Hilfspfleger. Da er nach einer Gelbsuchterkrankung seinem Arbeitgeber keine weiteren ärztlichen Atteste einreichte und auch nicht zur Arbeit erschien, wurde er schließlich entlassen. Er fand anschließend wieder Arbeit als Zuckerbäcker, gab diese Stelle jedoch schnell wieder auf, nachdem ihm ein Zufall aufgezeigt hatte, wie man schnell an Geld kommen konnte, ohne dafür arbeiten zu müssen.

Es muss so um 1970 gewesen sein, als Harald Sassak, der, wie man im Volksmund sagt, die Arbeit nicht gerade erfunden hatte, durch glückliche Umstände vor Augen geführt bekam, wie man relativ einfach relativ schnell an Geld kam. Da er als umgänglicher, freundlicher Weiterlesen