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Im Original Friedrich Wilhelm Bruckbraeu

Der bayerische Hiesel – Teil 22

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Der Ball

Hiesel ging auf dem Heimweg von Therese noch eine Stunde Weges seitwärts, um mit einem Bauer für die folgende Woche einige Fuhren Wild zu verabreden. Er fand die freundlichste Aufnahme. Gutes Bier, Nudeln und Schnaps wurden ihm aufgetischt. Die ganze Familie setzte sich im Kreis um ihn herum und bat ihn, von seinen Abenteuern zu erzählen, wobei sie ihn mit Lob über seinen Mut und seine Geschicklichkeit im Schießen überhäuften, was er außerordentlich gerne hörte.

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Der bayerische Hiesel – Teil 21

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Das Schätzchen in der Mühle

Auf seinen einsamen Streifzügen in den Wäldern hatte Hiesel einst in der Nähe einer Mühle, die an einem rauschenden Wildbach in schauerlicher Öde lag, ein schönes Mädchen, namens Therese, getroffen, die eben beschäftigt war, Haselnüsse zu sammeln.

Er fand Gefallen an dem schönen Mädchen, erfuhr, dass sie die einzige Tochter des Müllers sei, und erst 17 Jahre zähle.

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Der bayerische Hiesel – Teil 20

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Die Nürnberger hängen keinen, außer sie haben ihn

Hiesel war kaum wieder bewaffnet, als er es fast nicht über sich gewinnen konnte, ruhig davon zu gehen. Nur die dringenden Bitten Afras, deren Leben sonst nach den Gesetzen der Bande auf dem Spiel stand, wenn sie der Befreiung des Hiesel wäre überwiesen worden, konnten ihn bewegen, seine glühende Rache zu verschieben.

Auch wie es nun dem Trüffelhund ergehen werde, lag ihm sehr am Herzen. Er konnte nicht undankbar gegen Leute sein, die ihm Wohltaten erwiesen.
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Der bayerische Hiesel – Teil 19

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Hiesel in Todesgefahr

In einer ihm völlig fremden Waldung hatte Hiesel bis tief in die Nacht viel edles Wild erlegt und sich, mit Ungestüm einen angeschossenen Hirsch verfolgend, gänzlich verirrt.

Sein treuer Tiras, in solchen Fällen sein sicherer Wegweiser, war dieses Mal nicht bei ihm. Lange Zeit versuchte er es, sich mit dem Hirschfänger durch das dichte Gebüsch einen Weg zu bahnen. Allein anstatt einen gangbaren Pfad zu finden, geriet er immer tiefer hinein.
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Der bayerische Hiesel – Teil 18

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Neue Grausamkeiten

Einige Tage nach der Brautwerbung begegnete dem Hiesel und zehn seiner Kameraden der Hochfürstlich-Augsburg’sche Forstmeister zu Frankenhofen, Johann Conrad Hasel mit seinem Knecht Johann Unsorg im Wald, die gerade ihre Reviere begangen hatten.

Hasel war auch bei jener großen Streife gewesen, die den Hiesel gezwungen hatte, durch Erstürmung der Brücke von Schlingen sich Luft zu machen. Natürlich war hier an keine Schonung zu denken, denn sobald Hiesel seine Weiterlesen