Archiv

Das Geisterreich – Erscheinungen guter Geister – Teil 4

Das Geisterreich
im Zusammenhang mit dem diesseitigen Erdenleben
Enthält eine Sammlung der interessantesten Geistererscheinungen, Ahnungen und Mahnungen von Sterbenden und Verstorbenen und dergleichen
Nach wahren Begebenheiten
Verlag J. Lutzenberger, Burghausen
Erster Teil
Erscheinungen guter Geister

Die Erscheinung seiner selbst

Als in Rostock der Professor der Mathematik, Becker, in Gesellschaft verschiedener junger Freunde in einen theologischen Streit geriet, entfernte er sich und ging in seine Bibliothek, um ein Buch zu holen. Hier eintretend, sah er sich selbst auf dem Stuhl am Tisch, auf dem er gewöhnlich zu sitzen pflegte. Er ging näher hinzu, sah dem Sitzenden über die rechte Schulter und bemerkte, dass sein anderes Selbst mit dem Finger auf eine Stelle der aufgeschlagenen Bibel zeigte.

»Bestelle dein Haus, denn du musst sterben.«

Voll Erstaunen und Unruhe kehrte er zur Gesellschaft zurück und erzählte den Vorfall. Man versuchte ihm die Sache auszureden, er aber blieb bei der Meinung, die Erscheinung bedeute seinen Tod. Er nahm Abschied von seinen Freunden. Des anderen Tages nachmittags um sechs Uhr endete das Leben des Greises.

Der Sarg

Ein gewisser Pfarrer Zeller, der als pragmatischen Mann bekannt war, besuchte eines Tages einen entfernt wohnenden Freund. Dieser äußerte die Besorgnis, dass ihm an einer verrufenen Stelle des Weges etwas Unangenehmes zustoßen möchte. Zeller achtete jedoch nicht darauf.

Schon hatte er die bezeichnete Stelle beinahe passiert, als er auf einmal an der rechten Seite des Weges ganz deutlich einen Sarg erblickte, der neben ihm und mit ihm ging wie auf Füßen.

Nachdem er diese Erscheinung lange betrachtet hatte, sprach er endlich laut: »Was du auch seist, hebe dich weg von mir!«

Aber die Erscheinung begleitete ihn weiter, sodass er noch einmal ausrief: »Sage mir in Jesu Namen! Was willst du?«

Nach diesen Worten richtete sich der Sarg senkrecht vor ihm in die Höhe. Nun erst erschrak er, wollte weiter sprechen, aber der Sarg war verschwunden. Er kam nach Hause, legte sich ermattet zu Bett und starb nach wenigen Tagen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert