Unser Lese-Tipp

Vincent Voss – Im Eis

Archive
Folgt uns auch auf

Perry Rhodan Band 2918 – Die Psi-Verheißung

Oliver Fröhlich
Perry Rhodan Band 2918
Die Psi-Verheißung

Der Haluter Icho Tolot, den wir auf dem Titelbild sehen können, ist dreieinhalb Meter groß, vierarmig und kann seinen Körper molekular verhärten. In diesem Zustand kann er Stahlwände durchschlagen und sich lange im Vakuum aufhalten. Vor allem aber ist er friedlich und weise sein ganzes Jahrtausende währendes Leben hindurch. Darüber hinaus hat das zweigeschlechtliche Wesen sehr starke Beschützerinstinkte, wegen der er auf die Terraner im Allgemeinen und auf Shinae im Besonderen aufpasst.

Shinae, das ist die siebenjährige Tochter des unterblichen Terraners Reginald Bull und seiner tefrodischen Frau Toio, ehemals Todfeindin und in den Mord an seinem Freund Ronald Tekener verstrickt. In der Stadt Allerorten rauften sich die beiden zusammen, lebten unter falschen Namen im Herrschaftsbereich der Tefroder. Dann wurde Shinae in den Finger gestochen, fand das Miniaturraumschiff, und mittlerweile ist der Spross SHINAE auf stattliche viereinhalb Kilometer Länge herangewachsen.

Der Riese und die dreiköpfige Familie verstecken sich im Hanem-Kloster, weil auf Befehl des tefrodischen Diktators Vetris-Molaud wegen der Gemeni der gesamte Planet evakuiert wird. Sie müssen fort, ohne dass ihre Tarnung auffliegt, und Icho Tolot darf schon gar nicht entdeckt werden. Das Pflanzenschiff bietet die einzige Möglichkeit, zu fliehen. Aber da wollen sie nicht hin, weil die Gemeni ihre Shinae suchen, und das ist ihnen verdächtig.

Der Kontakt kommt schließlich ohne ihr Zutun zustande: Ein Gemen besucht sie und bittet sie an Bord. Toio und Reginald erbitten Bedenkzeit. Dann verschwindet das Kind im Wald, kommt mit wunderbaren Spielzeugen wieder, die ihr angeblich ein Zauberer gab: eine Art Schneekugel namens Vanudhe, mit Landschaft und Tieren darin, und eine Thedhele, die einer Pfeife mit zwei Röhrchen ähnelt. Bläst man in das eine Röhrchen, kommt aus dem anderen Rauch. Man kann kunstvolle Figuren damit formen. Nun nehmen Toio und Reginald die Einladung an. Sie sind gespannt, wissen sie doch, dass die Gemeni die Unsterblichkeit anbieten. Aber an Bord erfahren sie, dass dieses Mal das Angebot der Gemeni aus etwas anderem besteht, das Toio nun sehr interessiert. Etwas, das sie hat und ihre Tochter nicht erbte. Jetzt könnte sie es bekommen … Die weitere Handlung ist turbulent, die Schauplätze wechseln. Schließlich kommen sie auf terranisches Territorium.

Der handlungsreiche Roman ist zügig und gründlich geschrieben, mit jener Präzision, die Oliver Fröhlichs Markenzeichen ist. Bulls Charakter weist andere Facetten auf als im Vorroman, er ist hektisch und misstrauisch. Auch um den Zusammenhalt der Familie ist es schlechter bestellt als in PR 2917. Mutter und Tochter klüngeln und verbünden sich gegen den Papa, der kein Tefroder ist. Toios Loyalitätskonflikt flammt auf, als der tefrodischen Diktator Vetris-Molaud so nahe ist. Obwohl sie bei ihm um ihr Leben fürchten muss, war sie ihm lange Zeit treu ergeben. Diese Konflikte sind viel heftiger und schroffer als in PR 2917 und prägen das Klima des Romans.

(at)