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Der Gewinner

Der Gewinner
oder: Die Liebe in den Prärien
Eine Erzählung von Percy B. St. John

Tief in der Mitte eines Platanenhains – wo die Peccan- und die Schildkrötenbeere in offenen Lichtungen gedeihen, wo die Hirsche am Abend zum Wasser kommen und wo die Truthähne zur rechten Zeit kauen – liegt die Peccan Spring, ein Ort, der bei den Jägern und Trappern, die die Grenzen des Red River frequentieren, weithin bekannt ist, dicht bewachsen mit wilden Weinreben und anderen Schlingpflanzen. Es ist ein lieblicher und zurückgezogener Ort, ein sehr waldiger Rückzugsort, an dem man vermuten könnte, dass Feen und Kobolde wohnen und im blauen Licht des Sommermondes tanzen und Spuren und Zeichen auf dem üppigen Präriegras hinterlassen; der aber im Land der Angloamerikaner keine anderen Assoziationen kennt als die, die mit den kupferfarbenen Ureinwohnern verbunden sind, die ihn manchmal aufsuchen, um frisches Wasser zu trinken und sich nach der Jagd auszuruhen. So manches wilde Fest und so manches Wehklagen von Kriegsopfern hat man dort zu seiner Zeit gehört, und so manche wilde Geschichte und blutige Begebenheit war mit ihm verbunden.

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TSB John Sinclair – Turm der weißen Vampire

Geisterjäger John Sinclair
Turm der weißen Vampire

Nach dem Roman von Jason Dark
Tonstudio Braun, MC JS 280, 1986, 59:58 Minuten
Buch: Max Braun, Regie: Erwin Scherschel, Musik: Peter Seidel, Illustration: Vicenç Badalona Ballestar

Sprecher: Erzählerin: Marianne Mosa, John Sinclair, Erzähler: Helmut Winkelmann, Suko: Peter Niemeyer, Craig Thompson: Anfried Krämer, Kapitän: Michael Autenrieth, Pater Ignatius: Hagen Marks, Pater Robanus: Erwin Scherschel, Vampir, Stimme: Winfried Labmeier, Vampir: Dinu Ianculescu, Vampir: Michael Autenrieth, Vampir: Christoph Gaugler

Synopsis:
Pater Robanus war Tod. Der Fluch aus dem Turm des Schreckens hatte ihn getötet. »Jetzt müssen wir die Insel verlassen, oder wir gehen den gleichen Weg.« Nach diesen Worten brach eine Panik aus. Die Einwohner ergriffen die Flucht. Fast menschenleer blieb Weiterlesen

Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 2 – Die Totenstadt – 4. Teil

Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 2
Die Totenstadt
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901

Richards Annahme

Die Landstraße war von der hochstehenden Sonne schon getrocknet. Von den Feldern war der Schnee weggeschmolzen, die frischen, grünen Spitzen der Wintersaat zeigten sich bereits und bildeten mit den unbestellten Äckern und den blätterlosen Bäumen einen merkwürdigen Gegensatz. Auch ein auf der Landstraße stehender Schlitten nahm sich seltsam aus, der Kutscher war tot vom Bock gefallen, davor lag das Pferd. Ferner sah Richard viele tote Mäuse, Hasen und Vögel, alles hatte die Giftwelle vernichtet, doch wurde die Luft noch immer von Vögeln belebt. Aber ein vierfüßiges Tier schien nicht mehr zu leben.

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Nick Carter – Band 17 – Das Gefängnis auf dem Meeresgrund – Kapitel 1

Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Das Gefängnis auf dem Meeresgrund
Ein Detektivroman

Der verschwundene Millionär

Nick Carter und Chick, sein getreuer Hauptgehilfe und Cousin, hatten erst zu früher Morgenstunde im Auditoriumhotel in Chicago ihre Zimmer aufgesucht.

Hinter ihnen lag eine der anstrengendsten und gefährlich­sten Nächte, welche sie je in Ausübung ihres schweren Be­rufs zu verbringen sich gezwungen gesehen hatten. Ein be­rüchtigter New Yorker Verbrecher, Haken-Max genannt, hatte in der windigen Stadt eine Gastrolle gegeben, sich mit verschiedenen einheimischen Verbrechern verbündet und am hell­lichten Tag einen unerhört kühnen Bankraub in der Michigan Avenue verübt. Da die Polizeibehörde von Chicago nach wochenlanger Bemühung sich unfähig Weiterlesen

Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 42

Am 30. Oktober passierten wir die nordöstliche Seite der Sandberge, die sich inmitten einer weiten Ebene von fast hundert Meilen Durchmesser in gigantischer Gestalt erheben; eine Ebene der tödlichsten Art, die in ihrer düsteren Einsamkeit den vegetativen Bemühungen der Natur Hohn zu sprechen scheint. Mit den Sanddünen, die seine Basis bilden, bedeckt der Berg ein Gebiet von etwa dreißig Meilen im Umfang und besteht aus feinem weißen Sand, der so leicht ist, dass unsere Pferde beim Überqueren bis zu den Knien einsinken. Wenn der Wind darüber weht und den Sand an der Oberfläche bewegt, hat er ein schönes wellenförmiges Aussehen. Die Partikel sind so klein und haben ein so geringes scheinbares spezifisches Gewicht, dass oft große Mengen durch die gelegentlich auftretenden sanften Wirbelwinde weggeweht und über die angrenzenden Wiesen verstreut werden.

Auf dem Hauptmassiv des Berges wachsen gelegentlich einige Zwergsträucher, aber die Hügel sind völlig kahl. Keine Muscheln oder andere organische Überreste aus dem Meer, nicht einmal Fremdstoffe, finden sich auf den Hügeln oder Bergen zwischen den reinen Kristallen, die diese einzigartige Struktur bilden, die aus der Ferne betrachtet zu jeder Jahreszeit wie ein riesiger Schneeberg aussieht. Obwohl wir viele karge Prärien und unfruchtbare Gegenden durchquert haben, haben wir noch nie Sand von ähnlicher Beschaffenheit und ähnlichem Aussehen gesehen, der daher einzigartig bleibt, und diese seltsame Erhebung der Erde, ein isoliertes Rätsel, denn die Spekulation muss immer über ihren Ursprung schweigen. Sie steht allein in einem weiten Gebiet von Erhebungen, von denen keine Weiterlesen