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Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 32

Am 11. Oktober brach die Rocky Mountain Fur Company ihr Lager ab und brach flussaufwärts gen Süden auf. Ihr Ziel war es, die Quellen des Flusses zu ergründen und dort zu jagen, bevor sie sich in ihre Winterquartiere zurückzogen. Auch wir verspürten den Drang, ihrem Beispiel zu folgen und uns in Bewegung zu setzen. Doch waren wir gezwungen, in Untätigkeit zu verharren, da einige unserer abwesenden Trapper noch nicht zurückgekehrt waren.

12. Oktober. Heute Morgen brachen auch wir auf, legten etwa fünfzehn Meilen am Fluss entlang zurück und errichteten erneut am Ufer unser Lager auf. Der Fluss schlängelt sich hier durch ein enges Tal, das auf beiden Seiten von steilen Uferböschungen flankiert wird, die fünfzig bis sechzig Fuß hoch aufragen. Doch von den Kuppen dieser Hügel aus eröffnet sich der Blick auf eine leicht hügelige Ebene, die sich etwa fünfzehn bis zwanzig Meilen in nordöstlicher Richtung erstreckt und fast zehn Meilen breit ist. Diese Ebene wird zu beiden Seiten von hohen, schneebedeckten Bergen begrenzt. In dieser Landschaft windet sich der Fluss wie ein tiefer Kanal mit steilen, felsigen Wänden. In der Nähe unseres Lagers entdeckten wir eine Büffelherde und erlegten fünf Tiere. Am nächsten Tag durchquerten wir die Ebene bis zu den Bergen, die wir an einer niedrigen Stelle überquerten. Wir rasteten an einem kleinen Seitenarm, der durch eine Kette karger Hügel fließt und seine Wasser in den Fluss Philanthropy ergießt. Unser Kurs führte nordwestlich, und wir legten etwa achtzehn Meilen zurück.

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Varney, der Vampir – Kapitel 37

Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest

Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.

Kapitel 37

Sir Francis Varneys getreuer Gegenpart – Floras Eingreifen

Der alte Admiral, dessen Großzügigkeit und offenkundige Einfalt das Bannerworth-Haus tief beeindruckt hatten, hatte so sehr die Herzen der Familie gewonnen, dass, obwohl nur Flora seine Art, sich gegenüber Mr. Marchdale zu verhalten, billigte, sie dennoch nicht umhinkonnten, ihn zu mögen. Hätten sie wählen müssen, ob der Admiral oder Marchdale bei ihnen bleiben sollte, so wäre ohne Frage der Admiral gewählt worden.
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Der lustige Kirmesbruder – Teil 1

Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Der lustige Kirmesbruder
welcher durch listige Ränke auf den Kirmessen die Bauern und andere Personen unterhalten und vergnügt gemacht hat

Vorläufige Nachricht von dem Herkommen und der Lebensart des lustigen Kirmesbruders

Mein eigentlicher Name war Hans Schneemann; der Beiname der lustige Kirmesbruder wurde mir deswegen gegeben, weil ich mich vornehmlich bei den Kirchmessen durch lustige Streiche bekanntgemacht hatte.

Meine Eltern habe ich nicht gekannt und auch niemals etwas von ihnen erfahren können. Ich bin nur damit zufrieden gewesen, dass sie mich zur Welt gebracht haben. Vermutlich ist mein Vater in dem heißen Frühling um sein Leben gekommen und meine Mutter mag sich nach seinem Absterben zu Tode gehärmt haben.

Was meine Kindheit anbelangt, so habe ich dieselbe zugebracht, ohne etwas zu lernen; denn ich sah nicht ein, warum ich mir den Kopf zerbrechen und das Leben sauer machen sollte.

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Sagen der mittleren Werra 90

Von der alten Kapelle bei Gumpelstadt, das Körfig1 genannt

Das Kirchlein von Alt-Gumpelstadt lag auf einem klei­nen Hügel in moorigen Wiesen links von der Straße nach Waldfisch. Zu dieser Straße sind leider die letzten Mauerreste der Kapelle verwendet worden. Bei Ausgrabung der­selben fand man dort noch viele halb vermoderte Skelette strah­lenförmig um die Kapelle herum und zwar so, dass jedes Mal das Haupt wie in einer Nische im Fundament ruhte.

Die Sage erzählt Folgendes über die Kapelle:

Es zog einst ein Edler aus Franken
zum Moorgrund in blutige Schlacht,
dort hat er die Heiden geschlagen
und weit aus dem Lande gejagt.

Und wo er den Kampf wohl bestanden,
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Das Geisterschiff – Kapitel 15

John C. Hutcheson
Das Geisterschiff
Kapitel 15

Die Jagd auf das Schiff beginnt

Die Wirkung dieser Nachricht war elektrisierend, nicht nur auf den Kapitän, sondern auf alle, die um ihn herumstanden.

»Großer Gott, Mann!«, rief der Kapitän und starrte den anderen mit wildem Erstaunen an. »Was meinen Sie? Ich verstehe Sie nicht, Sir. Ihr Schiff, sagen Sie …«

»Meine Worte sind klar genug, Kapitän«, unterbrach der Fremde den Kapitän. »Unser Schiff, die SAINT PIERRE, befindet sich in der Gewalt einer Bande haitianischer Schwarzer, die sich auf hoher See gegen uns erhoben haben und die meisten Offiziere und Besatzungsmitglieder ermordeten. Dann warfen sie den armen Kapitän Alphonse, der das Kommando hatte, über Bord, nachdem sie ihn halb totgeschlagen hatten. Die übrigen unglücklichen Seeleute und Passagiere, darunter meine kleine Tochter, sind jetzt den Weiterlesen