Archiv

Vergessene Werke

Deutsche Märchen und Sagen 24

Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

24. Jack mit seinem Flötchen

Es sind nun schon mehr denn eins, zwei, drei Jahre verflossen, da lebte ein Bauersmann, der hieß Hänschen von Tichelen, der hatte mit seiner Frau einen Sohn, der hieß Jack. Als der Jack ungefähr sechs Jahre alt war, starb Hänschens Frau, seine Mutter. Hänschen gefiel der Witwerstand aber nicht gar sehr und er sah sich bald nach einer anderen Frau um.

Als er nun eines Tages in ein reiches Haus in der Stadt Holz brachte, sah er daselbst eine Magd. Die stand ihm an Weiterlesen →

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 28

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

28. Wie Rübezahl einem Förster einen Zopf macht.

In Nasendrehungssachen sind überhaupt manche Leute gar sehr zu Hause, besonders die Jäger, und ist nur zu loben, dass sie meist einander selbst belügen und jeder das mit Beifall aufnimmt und denkt: Prügelst du meinen, so prügele ich deinen.

Zu solchen Leuten gehörte vor Zeiten auch ein Förster vom Brückenberg und war einer der ersten Dreher seiner Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 23

Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

23. Die dankbaren Tiere

Es war einmal eine Mutter, die hatte nur ein Kind, war aber so arm, dass sie kein Essen für den Jungen herbeischaffen konnte. Eines Morgens gab sie ihm ein Messer und sprach: »Da, du weißt, dass ich dich nicht ernähren kann. Geh in die Welt und sieh, wie du durchkommst. Ich kann dir nichts mitgeben als das Messer. Und nun fahr dahin in Gottes Namen.«

Der Junge nahm das Messer, ging weg, immer weiter und weiter, bis er in einen großen Wald kam. Kaum hatte er Weiterlesen →

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 27

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

27. Wie Rübezahl an einem der besten Menschen ein Exempel statuiert.

Es folgt jetzt eine sehr betrübte Geschichte, nämlich wie Rübezahl mit einem der besten Menschen wieder zusammentrifft, und ist noch obendrein eine Art von Landsmann – das Scherkind. Die Sache aber war so:

»Sagt mir doch nur Vetter, woher sind wir denn eigentlich Vettern?«, sagte beim Heiligen Geist vor Hirschberg einer zum anderen.«
Weiterlesen →

Diane Teil 2 – Kapitel 3

Alexander von Ungern-Sternberg
Diane
Ein Kriminalgemälde der modernen Gesellschaft
Berlin, 1842, Buchhandlung des Berliner Lesekabinetts
Zweiter Teil

Drittes Kapitel

Moderne Ansichten über Freundschaft und Liebe

Vor den Türen des offenen Balkonfensters, durch das man das dunkle Grün der in Form von Fächern ausgebreiteten Piniengipfel in die klaren Morgenlüfte ragen und den Wasserstrahl der großen Fontaine vor dem Weiterlesen →