Archiv

Vergessene Werke

Deutsche Märchen und Sagen 27

Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

27. Das Feuerschloss

Es war einmal ein Fischer, der saß am Wasser und fischte und saß drei Tage und hatte noch nichts gefangen. Endlich am Abend des dritten Tages wollte er sein Netz aufziehen und nach Hause gehen, doch das Netz war so schwer, dass er es kaum bewältigen konnte.

Als er es aber endlich aus dem Wasser hatte, da lag ein großer Fisch darin. Der tat den Mund auf und sprach: »Hör, Fischer, lass mich gehen.«
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Der Arzt auf Java – Zweiter Band – Kapitel 2

Alexander Dumas d. Ä.
Der Arzt auf Java
Ein phantastischer Roman, Brünn 1861
Zweiter Band
Kapitel 2

Die weiße Rangun

»Trinken Sie, Ti-Kai«, sagte Herr Maes zu seinem Nachbarn, dem Chinesen. »Ob es Wein ist oder Tsion, das Resultat bleibt stets gut, Herr Thsermai. Hat sich Ihr Herz bei den Vorwürfen Ihres Inneren geöffnet und haben Sie geschworen, die Gesetze Ihres heiligen Propheten nicht mehr zu übertreten? Ich finde, dass Sie heute Abend Weiterlesen →

Diane Teil 2 – Kapitel 5

Alexander von Ungern-Sternberg
Diane
Ein Kriminalgemälde der modernen Gesellschaft
Berlin, 1842, Buchhandlung des Berliner Lesekabinetts
Zweiter Teil

Fünftes Kapitel

Ein Gericht Seefische und Bedenklichkeiten eines Advokaten

Dem Minister, der lediglich in Familienangelegenheiten, wie das vorige Kapitel gezeigt hat, gekommen war, gelang es nicht völlig, die ministerielle Glorie, die sein Haupt umleuchtete, zu verhüllen. Die Blicke des Präsidenten hatten Weiterlesen →

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 32

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

32. Wie Rübezahl einen verruchten Gastwirt bestraft.

Eines Tages kam in Seydorf die Rede darauf, dass, wer in Rübezahls Lustgarten Glücksmännlein pflücken kann, sein Glück in der Welt machen werde, aber das müsse nur in der Johannisnacht geschehen, denn außer dieser Zeit breche Rübezahl einem jeden den Hals.

»Ihr wisst es aber doch nicht recht«, versetzte der Franzel, »denn nur eine Waise kann das und mit anderen ist Weiterlesen →

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 31

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

31. Wie Rübezahl einen lockeren und ungeschliffenen Gastwirt bedient.

Also jeder soll gegen den anderen höflich, freundlich und bescheiden sein. Ich kenne aber viele, besonders junges Volk, die da meinen, man müsse gegen jedermann unhöflich oder gar grob sein, Je gröber man sei, desto mehr gelte man, und denke jeder, man sei was Rechtes, wenn man gleich noch gar nichts ist.

Nun, der letzteren Meinung ist kein guter und verständiger Mensch und höchstens nur ein schwacher Vater und Weiterlesen →