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Vergessene Werke

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 50

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

50. Wie Rübezahl menschenfreundlichen Gesellen wieder aus der Not hilft.

Vor länger als 100 Jahren gingen drei Wandergesellen dem Landshuter Pass zu. Der eine dachte gerade an den alten Tilly von Magdeburg, der andere an die große Bratwurst bei der Kaiserkrönung in Frankfurt und der Dritte an den weisen Salomo – war aber nicht der Kürschner in Greiffenberg, sondern ein anderer – und das ganze Alte Testament.

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Deutsche Märchen und Sagen 49

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

49. Der Teufelspütz zu Aersele

Zur linken Seite des Weges, der von Aersele nach Caneghem führt, liegt ein durch Schlagholz beschatteter Pütz, den man den Teufelspütz nennt, und keiner wagt es, sich demselben zu nähern.

In dem Pütz nämlich liegt eine Glocke, die dahin verwünscht ist. Oft hört man sie läuten und das brummt, als käme es aus der tiefsten Tiefe der Hölle. Einst kam man auf den Gedanken, sie auszugraben. Man war auch so glücklich, bis zu ihr zu dringen. Schnell ließ man alle Pferde aus dem ganzen Dorf holen und der waren mehr als Weiterlesen →

Guido von Scharfenstein – Kapitel III

Guido von Scharfenstein, der mächtige Bezwinger der Zauberer und Hexen, und die wunderbare Rose
Eine Ritter- und Zaubergeschichte aus guter alter Zeit
J. Lutzenberger Verlag Burghausen

III.

Drei Tage bereits war Ritter Guido mit seinen drei Knappen unterwegs. Der Anweisung Leutholds folgend, zog er immer gegen Süden, ohne dass ihm bisher das geringste Abenteuer zugestoßen wäre.

Ein majestätischer Urwald nahm soeben unseren Ritter auf. Die hohen Eichen rauschten vom frischen Frühlingswind angeregt. Die Einsamkeit des Waldes machte Guido nachdenklich. Er ließ das Haupt auf die Brust sinken und dachte an Rosamunde.
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Deutsche Märchen und Sagen 48

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

48. Die versunkene Templerkirche zu Aachen

In der Nacht, welche dem Tag vorherging, an dem die hab- und ränkesüchtigen Papst Clemens und König Philipp von Frankreich die Häupter und viele der Ritter des Templerordens in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließen, versank die Kirche der Tempelherren zu Aachen und Wasser deckte die Stelle, wo sie gestanden hatte. Wenn man an hellen Lenztagen das Ohr an dem Ort auf den Boden legt, dann vernimmt man ein fernes, unterirdisches Läuten von Glocken. Auch sieht man in der Nacht nach dem Tag, an welchem die Templer einst die Weiterlesen →

Guido von Scharfenstein – Kapitel II

Guido von Scharfenstein, der mächtige Bezwinger der Zauberer und Hexen, und die wunderbare Rose
Eine Ritter- und Zaubergeschichte aus guter alter Zeit
J. Lutzenberger Verlag Burghausen

II.

Guido schritt mit klirrenden gewichtigen Schritten in seinem Schlafgemach auf und nieder. Ein Seufzer stahl sich aus seiner Brust. Er sprach leise für sich hin: »Bin ich nicht ein Tor, einem Traumbild nachzuhängen? Mich in Sehnsucht nach einem körperlosen Wesen zu verzehren? Und doch war sie so lieblich, stand mir so klar vor Augen, dass ich meinte, sie müsse zu mir sprechen. Man sagt ja, solche Träume hätten Bedeutung. Wenn ich mich nur dem guten Vater Leuthold anvertraut hätte! Er ist erfahren in solchen Dingen und hätte mir gewiss den Weiterlesen →