Die Gespenster – Vierter Teil – 45. Erzählung
Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil
Fünfundvierzigste Erzählung
Die eingetroffene Ahnung zu Westerburg
Im Januar des Jahres 1792 hörten mehrere glaubhafte Bürger in Westerburg – einem dem gräflichen Hause Leiningen gehörigen Ort im Oberrheinischen Reichskreis – einen unheimlichen Totengesang, der vom Begräbnisplatz vor der Stadt herüberklang. Dieser glich vollkommen dem Gesang, den die Schüler anzustimmen pflegten, wenn beispielsweise ein Bürger feierlich beerdigt wurde. Nach Beendigung dieses spukhaften Gesanges sprach das sonderbare, singende Gespenst ein vernehmliches und lautes Amen. Jedermann war davon überzeugt, dass diese schreckensvolle Erscheinung eine Todesahnung sei, die einem Westerburger gelte. Dies war für die Weiterlesen
Die Gespenster – Vierter Teil – 44. Erzählung
Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil
Vierundvierzigste Erzählung
Das spukende graue Männchen
Im Jahre 1786 diente ein hübsches junges Mädchen bei einer bereits verstorbenen Kriegsrätin, deren genauer Name hier nicht zur Sache gehört. Gertrude – so wurde die Schöne im Hause genannt – erkrankte. Sie genoss bei ihrer Gebieterin, einer überaus menschenfreundlichen Dame, die beste Pflege und Versorgung. Früh und spät war die gute Hausfrau zur Stelle, und ein Wundarzt namens P. besuchte die Leidende täglich.
Das Geisterschiff – Kapitel 30
John C. Hutcheson
Das Geisterschiff
Kapitel 30
Ein Echo der Vergangenheit
Nachdem Elsie und ich uns zusammengefügt hatten – um den vertrauten Seemannsjargon meiner Jugend zu benutzen, für den ich immer eine leidenschaftliche Liebe hegen werde, die nur der zu meiner Frau nachsteht –, brachen wir zum Kontinent auf. Wir hatten beschlossen, unsere Flitterwochen im Ausland zu verbringen, ganz wie die feine Gesellschaft. Doch außer dieser Reise haben wir wenig mit der Modewelt gemein; ihre Wege sind nicht die unseren, und ihre Ambitionen oder Hoffnungen unterscheiden sich grundlegend von den unseren.
Zuerst reisten wir die Seine hinauf nach Rouen, wo ich zwei Jahre meiner Schulzeit verbracht hatte. Dort hatte ich einst Französisch gelernt und den jungen Söhnen der Gallier die Vorzüge des Fußballs nach Lancashire-Art sowie die Feinheiten des englischen Boxens beigebracht.
Das Geisterreich – Erscheinungen guter Geister – Teil 3
Das Geisterreich
im Zusammenhang mit dem diesseitigen Erdenleben
Enthält eine Sammlung der interessantesten Geistererscheinungen, Ahnungen und Mahnungen von Sterbenden und Verstorbenen und dergleichen
Nach wahren Begebenheiten
Verlag J. Lutzenberger, Burghausen
Erster Teil
Erscheinungen guter Geister
Der Todesruf
Für die Wahrheit der nachfolgenden Erzählung bürgt uns Gustav Sellen, welcher als Offizier in Griechenland mitgefochten hat und Zeuge der Begebenheit war, die wir mit seinen eigenen Worten wiedergeben wollen.
Das Geisterschiff – Kapitel 29
John C. Hutcheson
Das Geisterschiff
Kapitel 29
Endlich zu Hause!
Wer als Seemann oder Weltenbummler durch die Lande zieht, kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass die Welt weitaus kleiner ist, als Daheimgebliebene vermuten würden. Man kann kaum einen Schritt tun, ohne jemanden zu treffen, den man meilenweit entfernt oder hinter einem Ozean wähnte.
Ich war kaum in den Zug von Southampton nach London gestiegen – auf dem Weg nach Liverpool, nachdem ich erst am selben Morgen vom Postdampfer aus Colon gelandet war –, als mir in der gegenüberliegenden Ecke des Abteils ein Mann auffiel. Er war groß, hatte struppiges Haar und einen dichten braunen Bart. Ich hätte ihn nicht im Geringsten einordnen können, hätte er mich nicht einen Moment lang genau gemustert. Dann erhellte ein breites Grinsen sein Gesicht, und seine Augen funkelten so drollig, dass ich ihn sofort erkannte, noch bevor er seinen unverwechselbaren irischen Akzent hören ließ.
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