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Geisterwelten

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten – Teil 12

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten, vorzüglich neuester Zeit
Erzählt und erklärt von Gottfried Immanuel Wenzel
Prag und Leipzig 1793

Die Toten stehen auf.

Frau Bärbel: »Wie gesagt, keinen Tropfen mehr! Der Wächter hat schon elf gerufen. Ihr wisst, morgen ist Allerseelentag. Meine Leute müssen früh zur Kirche, und es ist schon spät in die Nacht.«

Ein Bauer: »Ei, was schert uns das? Ihr seid Wirtin, und hiermit holla! Eine Kanne noch.«

Ein Fischer: »Und eine Bohle Branntwein, hört Ihr’s!«
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Die Gespenster – Zweiter Teil – Vierunddreißigste Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Zweiter Teil

Vierunddreißigste Erzählung

Die Erscheinung des Großvaters

Als der noch lebende Bürgermeister zu Eger, Herr von L., zu Wien studierte, träumte ihm einst, dass er mit seinem Großvater, welcher zu Eger lebte, die Stephanskirche besuche. Als sie in die Mitte derselben kamen, ergriff Weiterlesen

Allerhand Geister – Die harte Kur – Kapitel II

Allerhand Geister
Geschichten von Edmund Hoefer
Stuttgart. Verlag der I. G. Cotta’schen Buchhandlung. 1876

Die harte Kur

II.

Er öffnete vorsichtig die Tür und schaute, in der Nische stehen bleibend, durch das Gemach und gegen das Fenster. Es war alles genau wie immer. Die große Stube lag in ihrer steten Ruhe und Sauberkeit vor ihm, die Möbel standen an ihren Plätzen, im zweiten Fenster hing ein blanker Vogelkäsig, aber es war bezeichnend ohne Bewohner. Am ersten ruhte in ihrem kleinen Lehnstuhl Agnes’ Gestalt, die Hände lässig im Schoß, das Haupt leicht Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 24

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Jeder Gewinner schafft sich ein neues Kleid und ein Paar große Steifstiefel an.

Im Oktober des Jahres 1788 kam ein schlecht gekleideter Mann mit seiner Frau nach N. im Nassauischen, mietete sich in einem Bauernhaus ein und gab vor, er hätte von der Herrschaft die Erlaubnis, sich niederzulassen und sein Geld zu verzehren, in welchem Ort er wolle. Seine Heimat gab er nie recht an, sondern sagte nur, dass er wegen verübter Wilddieberei habe flüchten müssen. Er gab sich nun für einen Kollektor zum Wiesbadener Lotto aus. Die Bauern, die zum Teil schon lange ihr sauer erworbenes Geld in dieses Lotto getragen hatten, brachten also ihr Weiterlesen

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten – Teil 11

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten, vorzüglich neuester Zeit
Erzählt und erklärt von Gottfried Immanuel Wenzel
Prag und Leipzig 1793

Der Hexenmeister

Der Glaube, dass gewisse Menschen, vorzüglich alte Weiber, die man auf dem Brocken oder Blocksberg zu Hexen graduiert, durch die Gewalt des Teufels Donnerwetter, Regengüsse, und tausend andere Wunderdinge hervorbringen können, herrscht ungeachtet unseres philosophischen und aufgeklärten Jahrhunderts noch so ziemlich unter uns Adamssöhnen und besonders unter den Töchtern Evas. Ich kenne Amtleute und Ökonomen, die sich recht ordentlich bekreuzigen, wenn ihnen von ungefähr ein Mütterlein begegnet, das so ein dreiviertel Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 23

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Einige Unteroffiziere zitieren die Gespenster aus dem Brunnen herauf.

Gegen Weihnachten 1791 starb in Halle der Böttchermeister Hildebrant ein stiller und arbeitsamer Bürger und guter Vater von sieben ihm ähnlichen Kindern. Die beiden Jüngsten, ein Sohn von dreizehn und eine Tochter von siebzehn Jahren, welche diesen Verlust aufs Schmerzlichste fühlten, blieben bis auf ein paar Mietsleute nur allein in ihrem väterlichen Haus. Nach einiger Zeit erhoben sich in der Nacht ein fürchterliches Poltern auf dem Boden und Werfen und Stoßen an den Türen. Nahe Blutsfreunde beteuerten, dies sei der Vater, er habe keine Ruhe usw.

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