American Indian Weekly Nr. 2 – Aufgespürt in seinem Versteck – Kapitel 6
American Indian Weekly
Nummer 2, 1910
Aufgespürt in seinem Versteck
oder Die Verfolgung des Mitternachtsräubers
von Colonel Spencer Dair
Kapitel 6
Die Rächer werden aufgehalten
Nach einem einstündigen, harten Ritt stießen die Rächer auf den Kadaver eines Ochsen, der mitten auf dem Pfad lag.
Der Anblick des verendeten Tieres schien den Besitzer der Double Cross-Ranch schier um den Verstand zu bringen.
»Seht euch diesen Ochsen an!«, brüllte er. »Nie hat besseres Vieh auf den Ebenen gegrast! Und hier liegt es nun, zu Tode gehetzt! Verflucht seien diese Teufel! Ich werde sie dafür büßen lassen, dass sie meine Rinder geraubt und sie dann so mörderisch Weiterlesen
Die Sage des Billy the Kid – Kapitel 12 Teil 2
Die Sage des Billy the Kid
Kapitel 12 Teil 2
Ein Frieden auf Haaresbreite
Zwei Jahre später erinnerte sich Billy im Schatten des Galgens an das Begnadigungsversprechen des Gouverneurs. Doch die Begnadigung blieb aus, und seine Freundschaft schlug in Hass um.
»Die Schreckensherrschaft in Lincoln County ist noch nicht vorbei«, schrieb Susan E. Wallace, die Frau des Gouverneurs, in einem Brief aus Fort Stanton, »und unser Leben liegt in der Gnade von Desperados und Gesetzlosen, allen voran Billy the Kid, dessen Stolz es ist, für jedes Jahr seines Lebens einen Mann getötet zu haben. Einmal wurde er gefangen genommen und entkam, und nun schwört er, dass er sich ergeben und hängen lassen wird, sobald er den Sheriff, den Richter, der das Urteil über ihn gefällt hat, und Gouverneur Wallace getötet hat.«
»Ich habe vor, auf die Plaza von Santa Fe zu reiten, mein Pferd vor dem Palast anzubinden und Lew Wallace eine Kugel zu Weiterlesen
American Indian Weekly Nr. 2 – Aufgespürt in seinem Versteck – Kapitel 5
American Indian Weekly
Nummer 2, 1910
Aufgespürt in seinem Versteck
oder Die Verfolgung des Mitternachtsräubers
von Colonel Spencer Dair
Kapitel 5
Auf der Fährte
Nachdem Bowser und seine Männer beim Zusammentreiben des durchgegangenen Viehs erfahren hatten, dass sich die Öffnungen im Umzäunungszaun auf der Südseite befanden, ritten sie in diese Richtung. Dabei breiteten sie sich in einem weiten Halbkreis aus, um so viel Gebiet wie möglich abzudecken und dadurch die Fährte der fünfzig noch nicht gefundenen Rinder schneller ausfindig zu machen.
Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 13
Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 13
Bei der Hütte
Was mochte dies bedeuten? War der alte, bucklige und krummbeinige Schürfer dem Wahnsinn anheimgefallen, oder beabsichtigte er im Mutwillen, die schöne Maid zu kränken? Fearless Frank stand reglos abseits, scheinbar ohne jeden Einwand gegen diese ungestüme Umarmung, und die Indianer taten es ihm gleich. Alice Terry selbst unternahm keinerlei ernsthaften Versuch, sich aus den bärenhaften Armen des Generals zu befreien.
Mit wenigen Sätzen eilte Redburn herbei – atemlos, keuchend und von Schweiß überströmt.
»Was hat diese schändliche Szene zu bedeuten?«, herrschte er sie zornig an.
Die Sage des Billy the Kid – Kapitel 12 Teil 1
Die Sage des Billy the Kid
Kapitel 12 Teil 1
Ein Frieden auf Haaresbreite
Hass stirbt nur langsam, und der Friede kehrte nur zögerlich ein. Die Ruhe, die sich versuchsweise über Lincoln legte, glich einem hochempfindlichen Abzug – an sich harmlos, doch der kleinste Fingerzeig genügte, um ihn tödlich werden zu lassen.
Murphy war nicht mehr am Leben, um den Triumph seiner Fraktion zu genießen. Er starb in Santa Fe kurz vor jener Schlacht, die mit einem Schlag sowohl McSweens Leben als auch dessen Hoffnung auf Macht beendete. Vielleicht war es besser so. Der Krieg hatte Murphy ruiniert. Sein Besitz war verpfändet worden, um seine Kämpfer zu bezahlen. Seine Gläubiger pfändeten seine Rinderfarm, sein Handelsunternehmen sowie sein Hotel; der Big Store wurde schließlich zum Gerichtsgebäude. Einst der Herr der Berge, reich und von immenser Macht, starb er praktisch mittellos.
Doch der Krieg hatte auch das finanzielle Glück von McSween zunichtegemacht. Er hinterließ seiner Witwe kaum mehr als ein Erbe aus Weiterlesen
Neueste Kommentare