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Cowboywelten

Verschollen in den Smokies

Die Smoky Mountains, ein Reich ätherischer Schönheit und uralter Magie, erheben sich wie Hüter eines verborgenen Wissens. In deren Nebelschleiern verbergen sich nicht nur die Gipfel, sondern auch die Erzählungen längst vergangener Zeitalter. Wenn die Dämmerung hereinbricht und die Schatten sich ausdehnen, erwachen die Melodien des Waldes und das Flüstern der Vergangenheit scheint sanft durch die Baumkronen zu schweben.

Hier, wo die Cherokee ihren Ursprung haben, spinnen Geschichten von Geistern und übernatürlichen Wesen ein dichtes Netz aus Mysterien. Besonders die Legende der Nunnehi entfaltet sich wie ein Märchen aus einer anderen Welt: ein geheimnisvolles Volk, das als Geister oder unsichtbare Bewohner bekannt ist und den Cherokee in Zeiten der Dunkelheit beistand, indem es Krieger schützte oder geheime Pfade durch die Wälder offenbarte. Diese Wesen sollen in besonderen Felsen oder Hügeln wohnen, die als Tore zu ihrer verborgenen Sphäre dienen.

Der allgegenwärtige Nebel, der diesen Bergen ihren Namen verlieh, birgt mehr als nur kondensierte Feuchtigkeit. Er wird als Geflecht aus Träumen und Erinnerungen all jener gesehen, die einst über diese Wälder wanderten und dort ihre letzte Ruhe fanden. In der tiefen Stille könnte man schwören, schattenhafte Gestalten zu erspähen, die lautlos durch die alten Baumriesen Weiterlesen

Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 3

Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 3
Cattymount – Ein Streit und seine Folgen

Eine Woche nach den zuletzt geschilderten Ereignissen war der Saloon Metropolitan in Deadwood Schauplatz einer größeren Jamboree als seit vielen Wochen zuvor.

Es war Samstagabend und aus den Minen von Gold Run, Bobtail, Poor Man’s Pocket und Spearfish sowie aus dem kleinen Deadwood und Crook City strömten raue, grimmige Goldgräber, erschöpft aussehende Pilger und die unvermeidlichen, stets auf der Suche nach neuen Opfern befindlichen Gauner.

Das Metropolitan war damals wie heute das Hauptquartier der Metropole Black Hills für ankommende Züge und Postkutschen und Weiterlesen

Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 2

Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 2
Deadwood Dick, der Straßenräuber

500 Dollar Belohnung: Für die Festnahme und Verhaftung eines berüchtigten jungen Desperados, der sich Deadwood Dick nennt. Sein derzeitiger Aufenthaltsort liegt in der Nähe der Black Hills. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte umgehend an

Hugh Vansevere
im Metropolitan Saloon, Deadwood City.

So lautete eine Bekanntmachung, die an einer großen Kiefer drei Meilen oberhalb von Custer City am Ufer des French Creek angebracht war. Es handelte sich um ein großes Plakat, das gut sichtbar für alle Passanten angebracht war, die die Route nach Weiterlesen

Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 1

Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 1
Der furchtlose Frank kommt zur Rettung

Auf den Plains, etwa auf halber Strecke zwischen Cheyenne und den Black Hills, hatte ein Zug für die Mittagspause angehalten. Es handelte sich dabei allerdings nicht um einen Eisenbahnzug, sondern um eine Reihe weißer, von kräftigen Maultieren gezogener Wagen, die man am treffendsten als Prairie Schooners bezeichnet.

Es waren vier dieser Wagen, die im Kreis um ein Lagerfeuer herum aufgestellt waren. Über dem Feuer wurde ein leckeres Stück Wildbret gebraten. Um das Lagerfeuer herum standen etwa ein Dutzend Männer, alle rau, bärtig und grauhaarig – mit einer Ausnahme. Dieser war ein junger Mann, dessen Alter man getrost auf zwanzig schätzen konnte, so perfekt entwickelt war sein Körperbau und so intelligent sein Gesichtsausdruck. Es gab etwas an ihm, das nicht schön war, und doch hätte man sich Weiterlesen

Die Sage des Billy the Kid Kapitel 9

Die Sage des Billy the Kid
Kapitel 9

Morgendlicher Spaziergang des Sheriffs

Sheriff Brady war verärgert. Seine Pläne für einen schnellen und entscheidenden Sieg über Murphy waren gescheitert. Der wilde Kampfgeist von Murphys Feinden hatte ihn überrascht. Die McSween-Fraktion fegte alles vor sich hinweg und schien auf dem besten Weg zu sein, Murphys Macht zu stürzen und selbst die Vorherrschaft zu erlangen.

Sheriff Brady steckte bis zum Hals in der Fehde. Mit Offenheit und Begeisterung hatte er die Macht seines Amtes auf Murphys Seite geworfen. Warum auch nicht? Murphy war sein Freund. Er verdankte ihm nicht nur sein persönliches Vermögen, sondern auch sein Amt. So ehrlich wie die meisten Menschen glaubte er aufrichtig, dass Murphy für Recht und Gerechtigkeit in dieser Fehde stand. Eine Niederlage für Murphy bedeutete den Ruin für ihn selbst. Indem er für Murphy kämpfte, kämpfte er für seine eigenen Interessen. Zwar war seine Haltung unvereinbar mit der unparteiischen Ausübung seiner Pflichten als Sheriff, aber zumindest war sie grundlegend Weiterlesen