Der Konstanzer Hans Teil 29
W. Fr. Wüst
Der Konstanzer Hans
Merkwürdige Geschichte eines schwäbischen Gauners
Reutlingen, 1852
Neunundzwanzigstes Kapitel
Hans bekommt ein besseres Los.
Die vielen Verdienste, welche sich Hans um die Verminderung der Gaunerei erworben hatte, bestimmten den Oberamtmann in Sulz, darauf hinzuwirken, dass die Lage desselben erleichtert und verbessert würde. Die Stelle eines Hatschiers aber, die jener ihm verschaffen wollte, vermochte Hans wegen seiner geschwächten Gesundheit Weiterlesen
Elbsagen 54
Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig
54. Der Knabe mit dem Brettspiel
Einst ging ein Seiler aus Torgau über Land. Es war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Als er auf dem Heimweg war, da sah er einen fremden schönen Knaben am Weg sitzen, der ein Brettspiel mit schwarzen und weißen Steinen auf dem Schoß hielt und emsig an den Steinen schob und ordnete. Als der Seiler vorbeiging, stieß er aus Versehen an des Knaben Knie, sodass die Steine auf dem Brett sich verschoben und durcheinanderrollten. Weiterlesen
Aus dem Wigwam – Die sechs Nantikoken
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor
Die sechs Nantikoken
in wunderschöner Tag lachte in dem Monat, wo der Maifisch das Salzwasser verlässt und in die Süßwasserflüsse steigt, auf das Ufer des Großen Sees. Auf dem großen, weiten Ozean regte sich keine Welle und der Gott der Stürme hielt die Winde in seiner tiefen Felswohnung eingeschlossen. Vögel, Käfer und Schlangen freuten sich im heiteren Sonnenschein; Menschen aber gab es damals noch nicht. Doch ehe das Auge des Tages sich schloss, sah es plötzlich sechs Indianer vom Stamm der Nantikoken am Ufer des Ozeans sitzen. Woher sie kamen, ob sie aus dem Wasser oder aus dem Schlamm gekrochen oder ob sie aus der Luft gefallen waren, konnten sie selbst nicht sagen. Sie wussten nur, dass sie da waren und dass sie sich Kleider und Nahrung nur durch Jagen und Fischen verschaffen konnten.
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 53
Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
Der dreibeinige Hase
In Busenborn war ein junges Mädchen von auswärts glücklich verheiratet, aber dieses Glück vergönnten ihr viele aus dem Dorf, die ihren Mann Von Herzen gern auch genommen hätten, wenn er sie nur gemocht hätte. Einmal war die junge Frau allein daheim und halte ihr hübsches Kind auf dem Arm. Da kam, sie wusste nicht woher, am helllichten Tag ein dreibeiniger Hase daher, lief stracks auf ihr Haus zu, sprang erst vor der Haustür, dann vor den Gläsern (Fenstern) umher, ging darauf bolzengerade die Wand hinauf und schaute sie ganz giftig mit seinen Weiterlesen
Leben, Taten und Schicksale der merkwürdigsten englischen Räuber und Piraten … Teil 2
Leben, Taten und Schicksale der merkwürdigsten englischen Räuber und Piraten der frühesten bis auf die neueste Zeit
Nach amtlichen Urkunden und anderen glaubwürdigen Quellen von C. Whitehead
Aus dem Englischen von J. Sparschil
Leipzig. 1834
Robin Hood
Der Name Robin Hood wird, so lange eine Drossel im lustigen Sherwood singt und die Sonne die Turmspitzen von Nottingham vergoldet, im englischen Volksmund leben. Dieser berühmte Räuber oder Geächtete war zu Locksley, einem Ort in der Nähe von Nottingham, der nicht mehr vorhanden ist, im Jahre 1160 unter der Regierung Weiterlesen
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