Aus dem Wigwam – Warum der Bécancour River in Canada auch Stinkfluss genannt wird
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Zwanzig Sagen
Mitgeteilt von Kah-ge-ga-gah-bowh
Warum der Bécancour River in Canada auch Stinkfluss genannt wird
inige Algonkin lagen beständig mit den Irokesen im Streit. Um demselben ein Ende zu machen, nahmen sie Zuflucht zu einer List, die ihnen auch gelang. Sie versteckten sich gutbewaffnet in dem Gebüsch an den Ufern des Bécancour River und ließen einige von ihnen mit ihren Kanus auf dem Wasser herumfahren und fischen.
Die Irokesen, welche, wie sie wussten, in der Nähe waren, bemerkten die Fischer bald und ruderten munter auf sie zu, da sie dachten, mit diesen paar Algonkin seien sie schnell fertig. Sobald aber jene es sahen, ruderten sie an Land und liefen fort. Die Irokesen verfolgten sie, aber kaum waren sie hundert Schritte vom Fluss entfernt, da wurden sie von einem solchen Pfeilregen überschüttet, dass die meisten tot niederstürzten. Die Übrigen flohen zu ihren Kanus Weiterlesen
Sagen der mittleren Werra 24
Von den Asbacher Bergen
In und auf den Asbacher Bergen hinter Schmalkalden steckt großer Reichtum an edlen Erzen und Heilkräutern. Vor allen ist es der Kohlberg, der die meisten Schätze besitzt. Das wussten auch die Italiener, die in früherer Zeit oft in die Gegend kamen. Die aber hielten die Sache gar gewaltig geheim, trieben zum Schein einen Handel mit Tinte, schrien diese in den Straßen von Schmalkalden Weiterlesen
Aus dem Wigwam – Die Geschichte des Morgensterns
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Zwanzig Sagen
Mitgeteilt von Kah-ge-ga-gah-bowh
Die Geschichte des Morgensterns
er Morgenstern war früher, wie die Dakota glauben, eine wunderschöne Jungfrau, die sich nach der Gesellschaft der Sonne sehnte und in das Land reisen wollte, aus dem das Licht des Tages kam.
Ihr Bruder, der ein sehr geachteter Häuptling war und dem viel daran lag, dass ihr Wunsch erfüllt würde, wandte sich im Gebet an den Großen Geist um Hilfe.
Der Große Geist erhörte auch sein Flehen und ließ einen gewaltigen Sturmwind kommen, der das Mädchen in die Nähe der Sonne führte.
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Aus dem Wigwam – Die Vorfahren der Irokesen
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Zwanzig Sagen
Mitgeteilt von Kah-ge-ga-gah-bowh
Die Vorfahren der Irokesen
ie Irokesen wohnten früher unter der Erde, wo es sehr dunkel war, da die Sonne ihre Strahlen nicht dorthin senden konnte. Sie lebten von Mäusen, die sie mit den Händen fingen.
Nun fand einer von ihnen zufällig einst ein Loch, das ihn auf die Oberfläche der Erde leitete, woselbst er einen Hirsch tötete. Er brachte denselben zurück. Da sein Fleisch allen mundete und der Beschreibung des Indianers nach die Oberwelt viel schöner als die Unterwelt sein musste, so wurde beschlossen, den bisherigen Wohnort aufzugeben und auszuwandern.
Oberhessisches Sagenbuch Teil 122
Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
Die Dörfer im Laubacher Wald
Wo jetzt nichts als Wald ist, zwischen Schotten und Laubach, da lagen ehedem sieben Dörfer, die sind verschwunden. Sie wurden vor Zeiten von einem raubgierigen Grafen von Solms in einer einzigen Nacht in Asche gelegt. Auch Freienseen sollte dieses Schicksal haben, doch zum Glück ging es stark auf den Morgen los und ein bellender Hund verscheuchte ihn. Damals stand von Laubach nichts als das Schloss und eine einzige Mühle. Die armen abgebrannten Leute aber wurden gezwungen, sich nun in Laubach anzusiedeln und des Grafen Weiterlesen

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