Die wundersamen Märlein vom Berggeist Rübezahl – 8. Kapitel
Heinrich Döring
Die wundersamen Märlein vom Berggeist Rübezahl
Verlag C. F. Schmidt, Leipzig, ca. 1840
Achtes Kapitel
Wie Rübezahl auf Peters Rufen nicht erschien und wie Peter sich darüber große Sorgen machte
Als Peter nun mit den seinen den Gipfel der Riesenkoppe erreicht hatte, da hielt er plötzlich an der Stelle an, wo ihm der Berggeist zuerst erschienen war, und sprach: »Es wäre wohl töricht, wenn wir nun ins Tal hinabstiegen und dort in dem Dorf die reichen Vettern begrüßten, die mich so schnöde und kalt von ihrer Tür hinweg gewiesen haben. Keinem unter ihnen habe ich etwas zu danken. Hier aber, wo wir nun stehen, fand ich meinen Retter und Wohltäter. Es ist niemand anders als der Geist dieses Gebirges.«
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Sagen der mittleren Werra 50
Von einem Schatz in Brotterode
In einer Brotteroder Familie soll noch eine kleine Bergmannshaue zu sehen sein, zu der dieselbe, wie die Sage erzählt, auf folgende Weise kam.
Vor vielen, vielen Jahren trat nämlich einmal die Magd eines angesehenen Kaufmanns, der auf der Vordergasse in Brotterode wohnte, aus dem Feld heimkehrend, wohin sie den Arbeitern das Mittagsmahl getragen hatte, ganz aufgeregt in das Zimmer ihres Herrn und machte diesem die bittersten Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 164
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
214. Gespenst erscheint dem Attila
An dem Kloster der Minnen-Brüder zu Augsburg wird an einem Turm ein Gemälde gesehen, welches eine Geschichte vorstellt, die zu Augsburg durch eine mündliche Erzählung von alten Zeiten hergebracht ist. Als nämlich Attila, der Hunnenkönig, mit seiner Armee bei Augsburg über den Lech gehen wollte, ist eine Frau in fürchterlicher Gestalt und auf einem Pferd reitend ihm entgegengestürzt und hat ihm mit grimmiger Stimme dreimal zugerufen: »Zurück Attila! Zurück Attila! Zurück Attila!« Dadurch war er dermaßen erschrocken, dass er auf der Stelle mit seiner Armee umkehrte.
Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 23

Die drei Linden auf dem Heiligen Geist-Kirchhof in Berlin
Auf dem Kirchhof des Hospitals zum Heiligen Geist in Berlin haben vor vielen Jahren, wie das bejahrtere Leute noch immer von ihren Eltern gehört haben, drei gewaltig große Linden gestanden, die mit ihren Ästen den ganzen Raum weithin überdeckten.
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Die wundersamen Märlein vom Berggeist Rübezahl – 7. Kapitel
Heinrich Döring
Die wundersamen Märlein vom Berggeist Rübezahl
Verlag C. F. Schmidt, Leipzig, ca. 1840
Siebentes Kapitel
Wie Peter mit Frau und Kindern sich zu der Riesenkoppe begab, um den Berggeist aufzusuchen
Als nun Peter wieder heimgekehrt zu den seinen war, die unterwegs eingekauften Lebensmittel auf dem kleinen Tisch in seiner Hütte ausbreitete und den vollen Geldbeutel freudig emporhielt, da war seine Frau ganz unerschöpflich in dem Lob der guten Vettern. Peter ließ seine liebe Anna in dem Glauben, dass ihre Verwandten es gewesen waren, die ihm in seiner Not geholfen und ihn außerdem freundlich empfangen und bewirtet hatten. So wohl zumute war es ihm lange nicht gewesen, als in diesem Augenblick, wo er Frau und Kinder Weiterlesen

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