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Mythen & Wirklichkeiten

Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 29

Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung

13. Der Hedwigsberg

Beim Dorf Röchlitz liegt der Hedwigsberg. Einst soll dort ein heidnischer Tempel gestanden haben. An dessen Stelle ließ Herzog Heinrich der Bärtige später die Racklitzburg erbauen. Die dortige Kapelle nannte er nach seiner frommen Gemahlin Hedwigskapelle, wodurch der Berg schließlich den Namen Hedwigsberg erhielt. Die Überreste der Burg und der Kapelle sind noch heute zu sehen.

14. Der Hedwigsbrunnen

Am Fuße des Hedwigsberges bei Röchlitz liegt der Hedwigsbrunnen. Er soll seinen Namen ebenfalls von der heiligen Hedwig erhalten haben. Die Heilige badete oft in dieser Quelle, wodurch das Wasser der Sage nach wundertätig und heilkräftig wurde.
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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 67

Das Wunderblut zu Wilsnack

In der Prignitz lebte im Jahre 1383 ein Edelmann namens Heinrich von Bülow; dieser brannte auf feindselige Weise elf Dörfer in der Prignitz nieder und zerstörte sie, darunter auch das damalige Dorf Wilsnack. In jenem Dorf brannte die Kirche mit allem Inhalt vollständig ab. Der Pfarrer von Wilsnack, Herr Johannes, hatte damals drei Hostien für die Krankenkommunion eigens in der Kirche aufbewahrt.

In der Nacht nach dem Brand, als er gerade schlief, hörte er plötzlich eine Stimme rufen: »Steh auf, Johannes, und bereite dich darauf vor, am Altar der abgebrannten Kirche die Messe zu lesen!«

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Der Bursche mit dem Bierfässchen

Der Bursche mit dem Bierfässchen

Es war einmal ein Bursche, der hatte viele Jahre bei einem Bauern hoch oben im Norden gedient. Dieser Mann war ein Meister im Bierbrauen. Sein Trunk war so über alle Maßen köstlich, dass man weit und breit nichts Vergleichbares fand. Als die Zeit gekommen war, weiterzuziehen, zahlte ihm der Meister den wohlverdienten Lohn aus. Doch der junge Mann erbat sich nichts weiter als ein kleines Fässchen vom Weihnachtsbier. Dies wurde ihm gewährt, und so zog er frohen Mutes seiner Wege.

Eine geraume Weile schleppte er die Last; doch je weiter er wanderte, desto schwerer lastete das Holz auf seinen Schultern. So hielt er allmählich Ausschau, ob ihm nicht jemand begegnen würde, der ihm Gesellschaft leisten könnte – damit der Vorrat abnähme und die Last leichter würde. Schließlich traf er auf einen alten Mann mit einem wallenden, langen Bart.

»Guten Tag«, grüßte der Alte.

»Guten Tag«, erwiderte der Bursche.

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Die Chronik der Könige von Norwegen – Teil 1

Die Chronik der Könige von Norwegen
Von Snorri Sturlson (ca. 1179-1241)
Ursprünglich um 1225 n. Chr. in Altnordisch vom Dichter und Historiker Snorri Sturlson verfasst.

Die Heimskringla von Snorri Sturlason ist eine Sammlung von Sagas über verschiedene Herrscher Norwegens, von etwa 850 n. Chr. bis zum Jahr 1177 n. Chr.

Obwohl Gelehrte und Historiker weiterhin über die historische Genauigkeit von Sturlasons Werk debattieren, wird die Heimskringla dennoch als eine bedeutende Originalquelle für Informationen über die Wikingerzeit angesehen, welche Sturlason fast vollständig abdeckt.

Vorwort von Snorre Sturlason

In diesem Buch habe ich alte Geschichten aufgeschrieben, die ich von klugen Leuten gehört habe, über Fürsten, die in den nördlichen Ländern herrschten und die dänische Sprache sprachen; ebenso über einige ihrer Familienzweige, so wie es mir erzählt Weiterlesen

Die Geschichte des Pony Express 05

Die Geschichte des Pony Express
Kapitel V
Kalifornien und die Sezessionsgefahr

Als die Südstaaten austraten, war eine Verschwörung im Gange, um Kalifornien aus der Union zu drängen und eine neue Republik des Pazifiks zu organisieren, mit der Sierra Madre und den Rocky Mountains als Ostgrenze. Dieses geplante Gemeinwesen sollte nach seiner Errichtung und der Unterwerfung aller Unionisten im Westen, die es wagten, sich zu widersetzen, schließlich mit der Konföderation fusionieren. Im Falle eines Sieges der Letzteren – was zu Beginn des Krieges vielen sicher schien – würde das Territorium der Konföderierten Staaten von Amerika den gesamten Südwesten umfassen und sich vom Atlantik bis zum Pazifik erstrecken. Abgesehen von den allgemeinen Plänen ist es natürlich unmöglich, genaue Details dieses Komplotts zu sichern. Dass die Verschwörung jedoch existierte, wurde nie widerlegt.
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