Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 65
Lange Jahre bevor der weiße Mann das neue Land betreten hatte, stand am Menominee River ein großes Muskogee-Dorf, in dem ein mächtiger Chief wohnte, der die Oberaufsicht über die Fischerei in jenem Strom führte. Weiter unterhalb hatten sich die friedlichen Ojibwa vier Dörfer gebaut, in deren größtem ihr Chief wohnte, der vor Kurzem die Schwester des Muskogee-Häuptlings geheiratet hatte. Beide Stämme standen somit auf dem freundschaftlichsten Fuß. War die eine Nation in einen Krieg verwickelt, so stand ihr die andere treulich bei, und zuletzt ließ sich niemand mehr mit feindlichen Absichten in der Nähe dieser Stämme Weiterlesen
Schwäbische Sagen 48
Die Hebung des Schatzes
Im Dreißigjährigen Krieg war Crailsheim vom Feind verheert und von seinen Einwohnern verlassen worden. Unter denjenigen, die später dahin zurückkehrten, befand sich ein armer Schuhmacher mit Frau und Sohn, dem wurde an der Brücke bei der Armenhäuserkapelle ein Häuslein zugeteilt. In der ersten Zeit verspürten die Schustersleute in dem Häuslein nichts Unheimliches. Weiterlesen
Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 64
Kosmogonie der Creek und der Muskogee
Da anfänglich die ganze Welt aus Wasser bestand, so schickte der Große Geist einst zwei Tauben aus, um Land zu suchen. Das erste Mal entdeckten sie weiter nichts als die Exkremente des großen Erdwurms. Beim zweiten Mal aber sahen sie schon ein grünes Grasplätzchen, und zwar jenes, aus dem sich allmählich die jetzige Erde entwickelte. Diese wurde den roten Männern zum Eigentum gegeben, und die Bleichgesichter mussten noch viele Jahrtausende in ihren großen Schiffen bleiben, ehe ihnen erlaubt wurde, das Festland zu betreten.
Weiterlesen
Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 63
Ein Algonkin ging einst im Zwielicht am Begräbnisplatz seiner Großeltern vorbei und meinte zwei davon herumgehen zu sehen. Da es nun Sitte ist, nie die Toten zu passieren, ohne ihnen Speise und Trank anzubieten, damit einen die bösen Geister nicht gelegentlich ins Feuer stoßen, so lief er so schnell fort, wie er nur konnte, denn er hatte einen dickbauchigen Krug famosen Whiskeys bei sich, den er gern allein austrinken wollte.
Interessante Abenteuer unter den Indianern 55
John Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas
Angriff auf Haverhill
Am 29. August 1708 wurde dieses unglückliche Dorf, welches dazumal aus ungefähr dreißig Häusern bestand, von einer Abteilung Franzosen und Indianern angegriffen. Bei Anbruch des Tages erhoben sich die Bewohner gerade zur rechten Zeit, um festzustellen, dass die Feinde über ihnen seien.
Eine Frau Smith war das erste Schlachtopfer. Sie wurde erschossen, während sie von ihrem Haus zu einer Weiterlesen

Neueste Kommentare