Die vornehme Blässe aristokratischer Leichen
Das leidvolle Gebaren der Frau mit aristokratischer Würde störte die Gelehrten in ihrer Konzentration. Also brachten sie ihr mehr Nahrung, die sie dankbar verschlang.
Steve schaute auf seine billige Armbanduhr und seufzte. Heute würde er zu spät zu seinem Termin kommen. Definitiv zu spät. Welche Auswirkungen das auf seine weitere Karriere haben würde, wollte er sich gar nicht vorstellen. Die Vorgaben waren klar: Sei immer pünktlich! Bleib immer höflich!
In dem kleinen, schwarzen Koffer, den Steve in der rechten Hand trug, steckten alle wichtigen Unterlagen, die er für das heutige Gespräch brauchte. Alles war da, er war vorbereitet und Weiterlesen
Die Treppe runter und dann geradeaus
Als wir es bemerkten, war es längst zu spät. Wir befanden uns bereits mittendrin und hatten keine Chance mehr, dem Alptraum zu entkommen. Wissen Sie eigentlich, wie wichtig es ist, sich vor einem Hauskauf das Gebäude ganz genau anzusehen? Nein? Wenn Sie glauben, ich komme Ihnen jetzt mit einem Fluch und albernen Geschichten über Seelen, die keine Ruhe finden, haben Sie sich getäuscht. Ich erzähle Ihnen auch nichts über Häuser, die eines dieser seltsamen Eigenleben führen, wie man es in alten Horrorfilmen findet.
Es ist nicht immer das Haus und es ist nicht immer das Böse, das einem arg zusetzen kann. Da gibt es noch etwas dazwischen, etwas anderes. Nicht dunkler als die Welt an sich und Weiterlesen
Tee und Gebäck
Irgendwo in einer Kleinstadt mit Namen New Erlingten.
Die Kleinstadt atmete nach der Last des Winters langsam auf. Die warmen Sonnenstrahlen waren Balsam für die Seele und alles erwachte zu neuem Leben. Eine junge Frau, lassen wir sie 25 Jahre sein, näherte sich einem alten Haus. Das Haus von Emma Rightwitch, einer alten Frau mit einer faszinierenden Geschichte. Sie ist die Berühmtheit in diesem Landstrich. Ah, die junge Frau klingelt und da macht auch Emma Rightwitch die Türe auf. Doch lassen Sie uns dem Gespräch lauschen …
»Hallo, Miss Rightwitch. Wir hatten telefoniert … das Interview.«
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Des Totengräbers Töchterlein
Allmählich begab sich der Tag zur Ruhe. Hinter den Hügeln verabschiedeten sich die letzten Strahlen der Sonne und bald legte sich samtene Nacht gleich einem Trauerschleier über Felder und Wiesen. In der Stadt verfinsterten sich die Straßen und Gassen. Länger werdende Schatten liebkosten jedes Haus, bis sie finster genug waren, den zwielichtigen Gestalten Schutz zu bieten.
Um diese Zeit verabschiedete sich mein Vater von mir, da er seine Arbeit während der Nacht ausübte. Tagsüber würde er nur die Leute stören, die den ewigen Garten aufsuchten. Sie wollten in Ruhe um ihre Verstorbenen trauern und nicht einem Totengräber beim Ausheben Weiterlesen
Das verschneite Dorf
Er saß in der Höhle, um Schutz vor dem Schneesturm und möglichen Beobachtern zu suchen. Die Bewohner der Höhle sind aufgrund seines Auftauchens geflohen, vom kleinen Wurm bis zum mächtigen Bär. Außer ihm war nur eine weiße Schneefledermaus anwesend. Sie und ihre Vorfahren hatten ihm treu gedient. Er wartete mit ihr auf seinen Schatten. Die Fledermaus schlief, während er in die Ferne blickte und vergangene Zeitalter sah.
Einst war er ein grausamer Kriegerkönig gewesen. Er hatte seine Untertanen gefoltert, misshandelt und ausgebeutet. Reichtum und Land konnte er nie genug haben. Auf dem Schlachtfeld war er ein gefürchteter Kämpfer gewesen, der vor keinem Gegner Angst hatte, doch was er fürchtete, war der Tod. Als er aber von einer neuen Rasse hörte, die angeblich unsterblich sei, suchte er die ganze Welt nach ihnen ab. Damals hießen sie noch Vampyre. Schließlich aber fand er sie, die Vampyr-Mutter, den Ursprung seiner Rasse. Er gab ihr sein kostbares Blut und seine Weiterlesen

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